Seit Mittwoch, 16. März 1994, ist das Studentenwohnheim II als erstes deutsches Wohnheim direkt an das Internet angeschlossen. Das Studentenwohnheim I zog einen Monat später nach und wurde, vorerst getrennt vom Wohnheim II, ebenfalls direkt an das Internet angeschlossen.
Bis mitte 1999 wurden die Zimmer unseres Wohnheims durch ein 10 Mbit 10Base2 (Thin-)Ethernet verbunden. Das Netzwerkkabel wurde damals von den Studenten selbst verlegt.
Die Anbindung des lokalen Netzes an das Internet erfolgte über einen Remoterouter mit 128kBaud an zwei Zweidrahtleitungen des uniinternen Telefonnetzes, welche direkt zum UNI-Rechenzentrum führen.
Mit der schnelleren Anbindung des in direkter Nachbarschaft gelegenen Bergbauinstitutes wurde dann ein deutlicher Geschwindigkeitssprung möglich. Die beiden Wohnheime wurden 1999 mit 10Mbit nach außen angeschlossen.
Im Laufe der Zeit stellte sich die große Störungsanfälligkeit der Ethernet-Busverkabelung heraus. Als Wohnheim mit der ältesten Verkabelung bewilligte uns das Studentenwerk eine Erneuerung des Netzes. Ca. ein bis zwei Jahre später begannen auch schon die Arbeiten zur Verlegung einer 100Mbit Twisted-Pair Sternverkabelung. Diesmal nicht in Eigenregie, sondern durch Arbeiter des Studentenwerks, die zuvor auch die restlichen Wohnheime in Clausthal verkabelten. Mit Inbetriebnahme der drei 3Com Dual Speed Hubs 500 wurde unser Subnet wieder vom Wohnheim 1 getrennt, aber dafür auch mit 100 Mbit zum Rechenzentrum durchgeschaltet. Ein entsprechender Pressebericht vom August 1999 findet sich unter diesem Link.
Eine zentrale Rolle im LAN übernimmt der Netzwerkserver. Dieser Rechner leistet als Mail-, News, und WWW-Server wertvolle Dienste, die es den Heimbewohnern ermöglicht u. a. Informationen untereinander und mit anderen Teilnehmern des Internets auszutauschen.
Seit dem 1.1.2001 zahlen wir an das Rechenzentrum der Universität einen Betrag von 2,50 Euro monatlich, als Beitrag zu den Kosten, die durch den Breitbandanschluss der Universität entstehen und den wir mitbenutzen. Das Rechenzentrum fungiert dabei als Provider für das Studentenwerk und die daran angeschlossenen Wohnheime. Seit dem 1.3.2001 (?) bucht das Studentenwerk mit der Miete monatlich 7 Euro ab, darin sind die vom Rechenzentrum erhobenen Gebühren schon enthalten. Der Rest geht an das Studentenwerk als Gebühr für die Bereitstellung der Infrastruktur. Wir führen also jährlich insgesamt 4452 Euro an Netzgebühren ab. Davon gehen 2862 Euro an das Studentenwerk und 1590 Euro an das Rechenzentrum.
Im Oktober 2004 erhielten wir endlich die lang ersehnten Switches. Es standen dem Heim 3 Stück KTI KS-2260 Switche mit einem zentralen Gigabitswitch zur Verfügung. Die erreichbaren Geschwindigkeiten und Latenzen hatten sich enorm verbessert.
Des Weiteren wurde Mitte 2004 ein neuer Heimserver angeschafft, um die alte Sun SparcStation10 zu ersezten. Das Studentenwerk bezahlte hierfür die Festplatten.
Schon bald zeichnete sich ab, dass die Zuverlässigkeit der neuen Switche nicht den Anforderungen entsprach. Im April 2006 erhielten wir vom Studentenwerk wiederum neue Netzhardware: Ein 48er und ein 24er Alcatel Omniswitch 6800 bilden jetzt das Vernetzungsrückgrat des Heimes und laufen seit dem Einbau einwandfrei.
Nach einem Pentium III mit 500Mhz Taktfrequenz und 384Mb Arbeitsspeicher verrichtet nun eine Intel(R) Core(TM)2 Duo CPU E7300 @ 2.66GH seinen Dienst. Daten werden auf 2x 160Gb IDE Festplatten gespeichert, die zur Erhöhung der Ausfallsicherheit als RAID1 (mirroring) betrieben werden. Die kommunikation nit der Aussenwelt stellen die drei Gbit-Lan-Anschlüsse her. Das ganz läuft mit Debian GNU/Linux (Debian 5 [Lenny]) sehr zuverlässig und problemlos.
Der Server arbeitet als Web-, Mail-, News- und DNS-Server für das gesamte Wohnheim.