[Kermit] [Reisen] [Bücher] [Wissenschaft / Technik / Ethik] [Heimleben] [e-mail]

Knut Hamsun

Kurzbiographie:

Knut Hamsun, der eigentlich Knut Pedersen hieß, wurde am 4. April 1859 im norwegischen Lom geboren. Er war der Sohn eines Schneiders aus einem alten Bauerngeschlecht. Seine Jugend war hart und zahlreich waren die Beschäftigungen, denen er nachging, nachdem er das Elternhaus verlassen hatte. Unter anderem versuchte er, sich als Artikelschreiber für verschiedene Zeitungen zu verdingen. 1882 heuerte er erstmals auf einem Schiff nach Amerika an. Auch während seiner beiden Aufenthalte in den Vereinigten Staaten von 1882 bis 1884 und von 1886 bis 1888 übte er verschiedene Berufe aus, außerdem hielt er literarische Vorträge.

Zurück in Norwegen hatte er seinen ersten großen literarischen Erfolg mit dem stark autobiographisch geprägten Roman Hunger, der zu der Zeit vor seiner ersten oder seiner zweiten Amerikareise in Osla spielt, damals noch Kristiania.

1893 verließ Hamsun für längere Zeit sein Vaterland. Er ging zunächst nach Paris, wo er Umgang mit vielen dort lebenden Schriftstellern und Künstlern hatte. Der inzwischen mit mehreren Titeln erfolgreiche Autor unternahm nun Reisen, unter anderem nach Finnland, Rußland, Persien und in die Türkei. In seine Pariser Zeit fällt auch der größte Teil der Niederschrift seines wohl bedeutendsten Werkes, der sogenannten Wanderertrilogie.

1911 kehrte Hamsun nach Norwegen zurück. Seine hier entstandenen Romane sind reich an Gesellschaftskritik und geprägt von einer großen Skepsis gegenüber dem raschen Wandel einer in der Tradition verwurzelten bäuerlichen Gesellschaft in eine oft haltlose moderne Zivilisation. 1920 erhielt Hamsun den Nobelpreis für Literatur.

Wegen seiner deutschfreundlichen Einstellung während des Zweiten Weltkriegs wurde Knut Hamsun im Jahre 1946 wegen Landesverrats angeklagt; auf Grund seines hohen Alters erhielt er allerdings eine Geldstrafe. Unabhängig davon gilt er heute als bedeutendster Romancier Norwegens.

Im Jahre 1949 veröffentlichte Hamsun mit dem Buch Auf verschlungenen Pfaden eine Autobiographie, die als eines der außergewöhnlichsten Alterswerke der Weltliteratur gelobt wird. Am 19. Februar 1952 starb Knut Hamsun auf dem Gut Nørholm, auf dem er seit 1918 gelebt hatte.


Werke:

Hunger (Roman, 1890); Mysterien (Roman, 1892); Neue Erde (Roman, 1893); Pan (Roman, 1894); Abendröte (Drama, 1898); Victoria (Roman, 1898); Königin Tamara (Drama, 1903); Schwärmer (Roman, 1904); die Wanderertrilogie: Unter Herbststernen (Roman, 1906), Gedämpftes Saitenspiel (Roman, 1909), Die letzten Freunde (Roman, 1912); Kinder ihrer Zeit (Roman, 1913); Die Stadt Segelfloss (Roman, 1915); Segen der Erde (Roman, 1917); Die Weiber am Brunnen (Roman, 1920); Das letzte Kapitel (Roman, 1923); die Weltumseglertrilogie: Landstreicher (Roman, 1927), August Weltumsegler (Roman, 1930), Der Ring schließt sich (Roman, 1936); Auf überwachsenen Pfaden (Autobiographie, 1949).


Persönliche Leseerfahrung:

Meine persönliche Begegnung mit Knut Hamsun ist schnell erzählt: Ich erfuhr von Hunger, weil eine gute Freundin es begeistert verschenkte und auch den Anfang des Romanes fieberhaft verschlungen hatte - seitdem lag er allerdings auf ihrem Nachttischchen, und dort sollte er noch eine ganze Weile vor sich hindösen, was ich allerdings nicht wissen konnte, als meine eigene Neugierde geweckt wurde.

Ich las Hunger zum ersten Mal 1997; bei mir erging es dem Büchlein etwas anders, das Lesefieber war nicht zu bändigen, ich verschlang Hamsuns ersten großen Wurf im Ganzen und in einem einzigen großen Happen.

Seitdem habe ich von diesem Autor desweiteren zwar nur Mysterien und Pan gelesen - einige andere seiner Werke stehen allerdings schon längere Zeit bereit -, habe mir Hunger allerdings noch zwei weitere Male mit durch stets neu erwachten Fiebers gebotener Eile zu Gemüte geführt.


Buchvorstellung des Romanes Hunger:

[Demnächst in diesem Theater, die Notizen liegen schon bereit.]


Knut Hamsun im Internet:

Nobelpreis für Literatur


Zu Kermits Bücherseite

letzte Änderungen: 9.XII.2005


Liebe Besucherin, lieber Besucher,
das Erstellen von Web-Seiten kostet Arbeit, eine Menge Zeit und manchmal sogar Geld. Wer Seiten ins Netz stellt, möchte selbstverständlich, daß dieser Aufwand nicht umsonst war, und so freue ich mich natürlich, wenn Sie von den dargestellten Informationen etwas weiterverwerten können. Dies sei Ihnen hiermit ausdrücklich gestattet, ich bitte aber als Entlohnung um eine korrekte Nennung des Urhebers sowie bei Verwendung im Internet um einen verweisenden Link auf meine Seite.
Danke.

[Kermit] [Reisen] [Bücher] [Wissenschaft / Technik / Ethik] [Heimleben] [e-mail]