
Ayuda en Acción
Ayuda en Acción ist eine spanische Hilfsorganisation, die sich vor allem der Hilfe für Kinder in den armen Ländern der Welt verschrieben hat. Es gibt diese Organisation auch in Großbritanien (Actionaid) und Frankreich (Aide et Action). "Hilf ihnen, sich eine Zukunft zu erarbeiten!" ist das Leitwort von Ayuda en Acción, unter dem die Organisation versucht, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.
Ayuda en Acción will erreichen, daß die Menschen der ärmsten Länder dieser Welt sich ihre Ernährung selbst erarbeiten und Herren ihres eigenen Lebens sein können. Es ist eine Nicht-Regierungs-Organisation (NGO), unpolitisch und unkonfessionell, die sich dem Kampf gegen das Elend verschrieben hat, in dem Millionen Menschen dieser Welt leben.
Ayuda en Acción möchte nicht Ihr Mitleid, sondern Ihre Hilfe und Solidarität. Nur so können die Pläne vollständiger Hilfe in der "Dritten Welt" verwirklicht werden. Sie umfassen verschiedene Aspekte, alle unentbehrlich um den Menschen dort eine Hoffnung auf Zukunft zu erschaffen:
Bei Ayuda en Acción sind die Empfänger der Hilfe die Herren ihrer eigenen Entwicklung, da sie selbst es sind, die mit ihrer Arbeit die Pläne durchführen. Wenn Sie möchten, daß sie für ihre Ernährung arbeiten können, dann unterstützen Sie Ayuda en Acción. Mit nur einer Mark pro Tag können Sie schon mehr erreichen, als Sie sich vorstellen.
Nicaragua
Der flächengrößte Staat Mittelamerikas wurde ab 1522 von den Spaniern erobert. Etwa hundert Jahre später landeten die Briten an der Atlantikküste und kontrollierten fortan diesen Bereich. Unter der fast 300 Jahre währenden Kolonialzeit starb die indianische Urbevölkerung Nicaraguas fast vollständig aus. Mit der Unabhängigkeitserklärung Mexikos endete Anfang des 19.~Jahrunderts die Kolonialzeit für ganz Mittelamerika. Es entstand ein Konflikt um die Frage, ob es fortan einen mittelamerikanischen Zentralstaat oder unabhängige Einzelstaaten geben sollte. In Nicaragua führte dieser Konflikt zum Bürgerkrieg.
Die USA und England hatten großes Interesse am Einfluß in Nicaragua, da beide Staaten den Bau eines Kanals durch das Land planten. Der Bürgerkrieg wurde so zu einem Krieg um Transportrouten und -rechte, in den vor allem die USA immer wieder militärisch eingriffen. Schließlich sicherten sich die USA als Gegenleistung für militärische Interventionen die Kontrolle über das nicaraguanische Banken- und Zollwesen. 1914, im Jahr der Eröffnung des Panamakanales, erhielten die USA auf ewig die Rechte eines Kanales auf nicaraguanischem Territorium. Im nach wie vor anhaltenden Bürgerkrieg unterstützten die USA das konservative Lager und erzwangen schließlich 1927 einen Friedensschluß, dem sich nur der liberale General Sandino wiedersetzte.
Sandino kämpfte von nun an mit einer kleinen Bauernarmee einen Guerillakrieg gegen die USA. Mit zunehmenden Verlusten wuchs allerdings in den USA der Wiederstand gegen diesen Krieg. Daraufhin gründeten die USA die Nationalgarde, eine nicaraguanische Armee, deren Kommandant von den USA eingesetzt wurde. Die USA zog sich aus dem Krieg zurück und beschränkte sich darauf, die Nationalgarde mit Waffen auszustatten und indirekt zu befehligen. Daraufhin kam es 1933 zum Friedensschluß, Sandino entwaffnete seine Armee. Somoza, der von den USA eingesetzte Kommandant der Nationalgarde, ließ Sandino ein Jahr darauf erschiessen.
Somoza hatte damit die uneingeschränkte Macht im Land. 1936 ließ er den Präsidenten absetzen und machte sich 1937 selbst zum Präsidenten. So begann die fast 50-jährige Diktatur des Somoza-Clans. Er beutete das Land aus, bereicherte sich und seine Familie und unterdrückte das Volk mit seiner militärischen Macht.
1961 wurde die Sandinistische Befreiungsfront FSLN im Gedenken an Sandino gegründet und führte von nun an einen Guerillakrieg gegen Somoza. Bis zur Regierungsantritt Carters in Washington unterstützten die USA uneingeschränkt Somozas Diktatur. Trotzdem konnte die FSLN immer stärkere Erfolge erzielen und 1979 schließlich Somoza stürzen, der nach Miami floh.
Die sandinistische Regierung löste nun endlich die Nationalgarde auf und versuchte, das vom Krieg zerrüttete Land wieder aufzubauen. Die USA fürchteten nun, daß die FSLN Nicaragua zu einem sozialistischen Land machen würde und gründeten 1982 die Contra, die zum großen Teil aus ehemaligen Nationalgardisten bestand. Die Contra konnte nun mit US-amerikanischen Waffen und Finanzen erneut den Krieg in Nicaragua beginnen. Die Contra hatten allerdings keinen Rückhalt im Volk. So mußten die USA 1989 endlich einsehen, daß der provozierte Krieg in Nicaragua ihnen mehr schadete als nützte, und Präsident Bush ließ die Söldnerarmee auflösen, die heute zum Flüchtlingsproblem geworden ist.
Heutige Präsidentin Nicaraguas ist Violeta Chamorro, deren konservative Opposition 1990 die Wahl gegen den sandinistischen Staatschef Ortega gewann. Chamorro regiert seit 1993 mit parlamentarischer Unterstützung der Sandinisten.
Ayuda en Acción in Nicaragua
Nicaraguas Bevölkerung ist jung, mehr als die Hälfte zählt weniger als zwanzig Jahre. Zu Zeiten Somozas gab es zwar in Nicaragua eine 6-jährige Schulpflicht, doch nur ein Drittel der Kinder besuchte tatsächlich die Grundschule. Auf dem Land erreichten sogar nur fünf Prozent der Kinder einen ordentlichen Abschluß. Die FSLN übernahm 1979 ein völlig unterentwickeltes Land, dessen größter Teil der Bevölkerung nicht lesen oder schreiben konnte. Die Analphabetenquote auf dem Land betrug mehr als 80 Prozent. Die Sandinisten schafften es, die Analphabetenquote binnen eines einzigen Jahres auf 12 Prozent zu senken! Heute liegt die Quote wieder bei 26 Prozent. Nach wie vor fehlt es an Schulräumen, Unterrichtsmaterialien und ausgebildeten Lehrern. Der Hauptgrund für den Abbruch der Schullaufbahn ist jedoch die Armut der Bevölkerung, die die Kinder schon in jungen Jahren dazu zwingt, zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen.
Genau diesem Problem will Ayuda en Acción seit 1993 mit seinen zwei Projekten in Nicaragua entgegenwirken. Die Sammlung meiner Spendenaktion soll dem Projekt in Nueva Guinea zu Gute kommen, einer Gemeinde mit 11.000 Einwohnern im Zentrum Nicaraguas.

Bei Interesse an einer Patenschaft oder bei Fragen zu diesem Projekt schicken Sie bitte eine E-Mail.
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letzte Änderungen: 2.IX.2004