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Folien zum Vortrag Die Glühlampe - Geschichte und Globalität
letzte Änderungen: 26.XII.2005![]()
Die Glühlampe
Geschichte und Globalität
Carsten Salander
7. Dezember 2005
Evangelische Studentengemeinde Clausthal
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Nach der griechischen Mythologie bringt Prometheus den Menschen das Feuer gegen den Willen von Zeus. Zur Strafe an den Felsen geschmiedet wird er schließlich von Herakles befreit.
Nach ihm ist übrigens das Element Promethium benannt, ein in Spuren in der Natur als Zerfallsprodukt des Urans vorkommendes Element, das heute zur Herstellung von Leuchtstoffen und in Isotopenbatterien verwendet wird.
Es hat dann eine Weile gedauert, bis die Menschen selber mit dem Feuer umgehen konnten: Die erste nachgewiesene Verwendung von Feuer um 500.000 v. Chr. (andere Quellen sagen 350.000 v. Chr.) durch den Sinanthropos pekeniensis.
Frühester Nachweis von Feuer in Nordwesteuropa um 370.000 v. Chr.
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Um 60 n. Chr. Erfindet Heron von Alexandrien einen durch Opferfeuer betätigten pneumatischen, sich selbsttätig Öffnenden Kapellentüröffner. Durch das Feuer auf dem Altar wird Luft erwärmt und ausgedehnt, sie drückt Wasser aus dem rechten Gefäß in das linke, das mit zunehmendem Gewicht über Seilrollen die Türangeln bewegt.
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Um 450 n. Chr. gibt es die erste öffentliche Stadtbeleuchtung in Antiochia, einer der reichsten Handelsstädte des Altertums und Sitz des römischen Stadthalters von Syrien.
1286 das erste Leuchtfeuer mit Talgkerzen bei Neuwerk, 1316 bei Travemünde.
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Der Leuchtturm auf Neuwerk
Um 450 n. Chr. gibt es die erste öffentliche Stadtbeleuchtung in Antiochia, einer der reichsten Handelsstädte des Altertums und Sitz des römischen Stadthalters von Syrien.
1286 das erste Leuchtfeuer mit Talgkerzen bei Neuwerk, 1316 bei Travemünde.
1558 erste Straßenbeleuchtung in Paris mit an Seilen aufgehängten Laternen.
1668 die erste Straßenbeleuchtung mit Öllampen in London, 1679 in Berlin
1668 die erste Straßenbeleuchtung mit Öllampen in London, 1679 in Berlin
1785 erste Beleuchtung eines Hörsaals durch Jan Pieter Minckelaer (1748--1824) mit Steinkohlegas
1808 erste Versuche zur Einführung einer allgemeinen Straßenbeleuchtung mit Leuchtgas in London, 1812 in Freiberg (Sachsen), 1825 Gasbeleuchtung in Hannover, 1826 in Berlin Unter den Linden
Kaum gibt es etwas neues, gibt es auch Opposition!
Jede Straßenbeleuchtung ist verwerflichSo schrieb am 28. März 1819 die Kölnische Zeitung gegen die Einführung der Straßenbeleuchtung mit Gas. Sie argumentierte:
1. Aus theologischen Gründen:
weil sie als Eingriff in die Ordnung Gottes erscheint. Nach dieser ist die Nacht zur Finsternis eingesetzt, die nur zu gewissen Zeiten vom Mondlicht unterbrochen wird. Dagegen dürfen wir uns nicht auflehnen, den Weltplan nicht bemeistern, die Nacht nicht zum Tage verkehren wollen.2. Aus juristischen Gründen:
weil die Kosten dieser Beleuchtung durch eine indirekte Steuer aufgebracht werden sollen. Warum soll dieser und jener für eine Einrichtung zahlen, die ihm gleichgültig ist, da sie ihm keinen Nutzen bringt, oder ihn gar in manchen Verrichtungen stört.3. Aus medizinischen Gründen:
die Gasanzündung wirkt nachteilig auf die Gesundheit schwachleibiger und zartnerviger Personen und legt auch dadurch zu vielen Krankheiten den Stoff, weil sie den Leuten das nächtliche Verweilen auf den Straßen leichter macht und ihnen Schnupfen, Husten und Erkältung auf den Hals zieht.4. Aus philosophisch-moralischen Gründen:
die Sittlichkeit wird durch Gassenbeleuchtung verschlimmert. Die künstliche Helle verscheucht in den Gemütern das Grauen vor der Finsternis, das die Schwachen von mancher Sünde abhält. Die Helle macht den Trinker sicher, daß er in den Zechstuben bis in die Nacht hinein schwelgt, und sie verkuppelt verliebte Paare.5. Aus polizeilichen Gründen:
sie macht die Pferde scheu und die Diebe kühn.6. Aus volkstümlichen Gründen:
öffentliche Feste haben den Zweck, das Nationalgefühl zu wecken. Illuminationen sind hierzu vorzüglich geschickt. Dieser Eindruck wird aber geschwächt, wenn derselbe durch allmähliche Quasi-Illuminationen abgestumpft wird. Daher gafft sich der Landmann toller in dem Lichtglanz als der lichtgesättigte Großstädter.PS: Wenn man in alten Archiven Beiträge wie diesen findet, kann man auf gar wunderliche Gedanken kommen. So z. B. den, was wohl aus der Gas-Straßenbeleuchtung oder der Eisenbahn geworden wäre, wenn man ihre Einführung von einer Volksabstimmung abhängig gemacht hätte...
1544 hatte der engl. Arzt und Physiker William Gilbert den Begriff Elektrizität eingeführt
1663 erfindet der Magdeburger Bürgermeister Otto von Guericke eine Elektrisiermaschine
1729 entdeckt der britische Naturwissenschaftler Stephan Gray die Elektrizitätsleitung, die Influenz und den Unterschied zwischen Leitern und Nichtleitern
1800 entdeckt der italienische Physiker Alessandro Graf Volta die nach ihm benannte Voltasche Säule, die erste Form galvanischer Elemente
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Jetzt folgt eine Zeit ungeheuren Interesses an allem, was mit Elektrizität zu tun hat. Der Däne --> Ørstedt entdeckt 1819 den Elektromagnetismus, der Franzose Ampère veröffentlicht 1820 eine Arbeit über die mechanische Wirkung elektrischer Ströme aufeinander, 1823 baut der Brite Sturgeon den ersten Elektromagneten, 1831 entdeckt Faraday die Induktion, 1839 baut der Brite William Grove die erste Brennstoffzelle mit Wasserstoff- und Sauerstoff-elektroden, Werner von Siemens erfindet 1846 die Isolierung elektrischer Drähte, Faraday erfindet 1853 den Kondensator, und der Franzose Planté 1859 den Bleiakkumulator.
Und in jenen Jahren wandert der aus Springe bei Hannover stammende Optiker und Uhrmachermeister Heinrich Göbel nach Amerika aus und läßt sich in New York als Juveler and Watchmaker nieder und schuf 1854 die erste funktionstüchtige Glühlampe
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Erst 25 Jahre später entwickelt Thomas Alva Edison seine erste gebrauchsfähige Glühlampe, ebenfalls mit einem Glühfaden aus verkohlten Bambusfasern (1879)
Während aber Göbel nur Batterien zur Stromversorgung verwenden konnte, standen Edison bereits Maschinen auf der Basis des von Siemens 1867 entdeckten dynamoelektrischen Prinzips zur Verfügung
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1881 wird das erste europäische Elektrizitätswerk in England in Betrieb genommen und das Savoy-Theater als erstes Theater der Welt mit elektrischem Glühlicht mit Kohlefadenlampen von Swan ausgestattet. Im gleichen Jahr stellt Edison in Paris die erste komplette Stromversorgungsanlage auf der 1. Internationalen Elektrizitäts-Ausstellung vor. Sie enthielt bereits Fassungen, Umschalter, Schmelzsicherungen, Lampenträger, Hausanschlüsse, Elektrizitätsmesser, Leitungen, Abzweiger usw. Dadurch beeindruckt nahm Emil Rathenau Kontakt mit Edison auf, und bereits 1883 wurde die Deutsche Edison-Gesellschaft gegründet (DEG = später AEG).
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Bahnhöfe, die 1880 mit --> S&H-Lampen beleuchtet wurden:
Bahnhof Anzahl
LampenAnzahl
MaschinenAlter Bahnhof Berlin 24 3 Zentralbahnhof München 25 6 Elberfeld 6 1 Südbahnhof Wien 17 2 Hannover 18 2 Östlicher Berliner Stadtbahnhof 12 2 Düsseldorf 10 1 Straßburg 8 1 Erste elektrische Straßenbeleuchtung in Berlin 1883 mit 25 Lampen, Leipziger Straße, und 15 am Potsdamer Platz:
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In der ersten deutschen Glühlampenfabrik fertigt Werner von Siemens ab 1882 zunächst 40 Stück pro Tag.
Das Versorgungsgebiet des ersten deutschen Kraftwerkes an der Markgrafenstraße in Berlin.
Inbetriebnahme am 15. August 1885
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Die Anbetung der Hirten von De la Tour
Liebe Besucherin, lieber Besucher,
das Erstellen von Web-Seiten kostet
Arbeit, eine Menge Zeit und manchmal sogar Geld. Wer Seiten ins Netz stellt,
möchte selbstverständlich, daß dieser Aufwand nicht umsonst
war, und so freue ich mich natürlich, wenn Sie von den dargestellten
Informationen etwas weiterverwerten können. Dies sei Ihnen hiermit
ausdrücklich gestattet, ich bitte aber als Entlohnung um eine korrekte
Nennung des Urhebers sowie bei Verwendung im Internet um einen verweisenden
Link auf meine Seite.
Danke.