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Presseberichte zu Vorträgen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik in der ESG der TU Clausthal
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Auf dieser Seite finden sich gesammelte Ankündigungen und Berichte,
die sich zu den Vorträgen der Reihe Wissenschaft, Technik und
Ethik der ESG Clausthal in der Presse fanden. Einige dieser Artikel
sind in der Zeitung gekürzt erschienen; sofern ich selbst der Autor
war erscheinen sie hier ungekürzt mit einem entsprechenden Hinweis.
Mehrfach erschienene Ankündigungen habe ich in der Regel nur einmal
aufgenommen, ansonsten bin ich aber um Vollständigkeit bemüht,
was sich leider nicht ganz durchgängig gewährleisten
läßt.
In der nebenstehenden Übersicht sind lediglich einige der zahlreichen Vorträge explizit aufgeführt, nämlich dann, wenn die Presseberichte besonders ausführlich waren oder wenn es weitere Informationen zu den entsprechenden Abenden auf diesen Seiten gibt, etwa Vortragsfolien oder -texte, die dann am Ende des jeweiligen Artikels verlinkt sind. Eine Liste aller Vorträge findet sich hier. Ihre Kommentare zur Vortragsreihe, einzelnen Vorträgen oder diesen Presseberichten sind ausdrücklich erwünscht und willkommen. Weiteres zum Thema Wissenschaft, Technik und Ethik können Sie auf meiner allgemeinen Seite zur Clausthaler Vortragsreihe, unter den dortigen Links oder auf der Übersichtsseite Technikethik.net erfahren. |
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Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 17. Dezember 2008
Die Geisteswelt im Alten China
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Über die Geisteswelt im Alten China sprechen am heutigen Mittwochabend Yin Jianxin und Qiao Zhi in der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik, die in diesem Semester unter dem Schwerpunktthema Denkwelten steht. Die Referenten studieren Geoumweltschutztechnik an der TU Clausthal.
Wir freuen uns sehr, daß wir die Möglichkeit bekommen, etwas zum Verständnis unseres Heimatlandes und seiner Menschen beitragen zu können, sagt Yin Jianxin. Im Vortrag wird, beginnend mit den Mythen der Weltschöpfung, die Entstehung und frühe Geschichte der chinesischen Philosophien und Religionen betrachtet werden. Besonders wichtig ist uns, zu zeigen, wie entscheidend der Einfluß des Alten China auf das Denken und Handeln im China von heute ist, betont Qiao Zhi. Damit soll gezeigt werden, wie wertvoll ein Verständnis dieser Geschichte auch für die wirtschaftliche Zusammenarbeit in einer globalisierten Welt ist.
Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1a.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 10. Dezember 2008
Die Schönheit in der Welt der Mathematik
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der Veranstaltungsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik hält am heutigen Mittwoch Prof. Dr. Walter Klotz vom Institut für Mathematik der TU Clausthal einen Vortrag über Ästhetik in der Mathematik. Daß Schönheit und die hochgeistige Gedankenwelt der Mathematik einiges miteinander zu tun haben, ja, ohne einander kaum denkbar sind, mag einige überraschen. Der Referent möchte zeigen, daß Mathematiker sich in der abstrakten Welt der mathematischen Objekte und Strukturen nicht nur mit eiskalter Logik bewegen. Sie lassen sich auch von ihren Gefühlen leiten und sind entzückt über Schönheit, Klarheit und Einmaligkeit, meint er. Prof. Klotz will die Zuhörer mit vielen Bildern und ein wenig Schulmathematik an dieser Faszination teilhaben lassen. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1a.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 3. Dezember 2008
Vortrag über Leben in virtuellen Welten
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Am heutigen Mittwoch referiert Dipl.-Ing. Christian Szepanski beginnend um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde (Graupenstraße 1a) über das Thema Second Life - Leben in virtuellen Welten?. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik beschäftigt er sich mit den über das Internet geschaffenen irrealen Welten wie auch mit deren Geschichte, in der es um frühere Spuren menschlicher Phantasien und des Spieltriebs geht. Der Referent studierte Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Clausthal und ist zur Zeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am hiesigen Institut für Metallurgie.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 26. November 2008
Vortragsthema: TV-Quoten
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik begrüßen die Veranstalter heute um 19.30 Uhr Prof. Dr. Guido Falkemeier aus Lemgo in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG), Graupenstraße 1 a. Sein Thema: Einschaltquoten - Zuschauer- und Marktforschung im Fernsehen. Der Referent studierte und promovierte am Institut für Informatik der Technischen Universität (TU) Clausthal und ist nun Professor für Kommunikations- und Medientechnik an der Fachhochschule Lippe und Höxter.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 12. November 2008
Vortrag: Die Wüste als Ideenquelle
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Heute referiert Dr. Matthias Schlicht um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde Clausthal (Graupenstraße 1a) über das Thema Wüste als Ideenquelle. Der frühere Clausthaler Studentenpfarrer, der auch als Wüstenpastor bekannt war, spricht über die Rolle von Wüstentraditionen in Religion und Philosophie. Auch die Fragen, warum bis heute die Wüste Menschen zum Aufbruch und Nachdenken reizt, wird diskutiert. Der Eintritt ist frei.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 5. November 2008
Wie wirklich ist die Wirklichkeit?
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik, die seit elf Jahren von der Evangelischen Studentengemeinde Clausthal (ESG) ausgerichtet wird, widmet sich in diesem Wintersemester dem Schwerpunktthema Denkwelten. Dazu referiert heute Torsten Nieland. An der TU Clausthal studierte er Informatik und ist inzwischen Mitarbeiter von Dr. Matthias Schlicht im Bereich der Schlüsselqualifikationen. Im vergangenen Wintersemester hatte er einen Lehrauftrag für Philosophie inne.
Denkwelten - Wie wirklich ist die Wirklichkeit?, lautet der Titel von Nielands Vortrag. Darin bearbeitet er Fragen wie: Inwieweit bestimmt unser Denken die Wahrnehmung unserer Umwelt? Auf welche Weise hat andersherum unsere Umwelt Einfluß auf unser Denken? Auf einem weiten Bogen durch die abendländische Geistesgeschichte soll eine Annäherung an das Begriffspaar Denken und Welt erreicht werden, wobei die Titelfrage nach der Wirklichkeit der Wirklichkeit stets mitklingen wird. Neben der Einführung zu Denkwelten wird auch das Semesterprogramm vorgestellt.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG in der Graupenstraße 1a. Dem Vortrag schließt sich eine gesellige Diskussionsrunde bei einem Glas Wein an. Der Eintritt ist frei.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 28. Oktober 2008
Vortrag: Das Planetensystem
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Aus dem Staub explodierter Sterne bildete sich vor etwa fünf Milliarden Jahren das Planetensystem. Mit aufwendig konstruierten Sonden und Robotern werden zurzeit insbesondere Venus, Mars und Saturn mit seinen eigenartigen Ringen untersucht. Auch die Monde der Planeten stellen eigene, oftmals bizarre Welten dar, viele von ihnen beherbergen gigantische Mengen an Wasser, der Grundvoraussetzung für die Entstehung und Entwicklung von Leben.
Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) berichten morgen Dieter Mertig aus Wedel und Heiner Grimm aus Clausthal-Zellerfeld Interessantes über Unsere Brüder und Schwestern im Planetensystem. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr in der ESG, Graupenstraße 1a.
Pressemitteilung
China und Tibet im Blickpunkt der Welt
Podiumsdiskussion in der Clausthal-Zellerfelder Veranstaltungsreihe
Wissenschaft, Technik und Ethik
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Olympiade und die gewalttätige Reaktion auf die Proteste in Lhasa haben China und Tibet in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit gerückt. In den Medien und an den Stammtischen entzündeten sich heiße Debatten. Vielerorts kam es zu Sympathiekundgebungen mit den Tibetern und dem Dalai Lama, der in Deutschland beliebter ist als der Papst, und zu Aufrufen, die Olympiade in Beijing (Peking) zu boykottieren.
Clausthal-Zellerfeld ist wohl die Stadt in Deutschland mit dem größten chinesischen Anteil an der Bevölkerung, da die TU Clausthal neben Aachen und Berlin zu den drei bekanntesten deutschen Hochschulen in China zählt. Der derzeitige Minister für Forschung und Technologie der Volksrepublik China, Prof. Dr.-Ing. Wan Gang, promovierte 1991 an der TU Clausthal im Bereich der Antriebstechnik.
Als in diesem Jahr am Clausthal-Zellerfelder Rathaus nicht nur wie in jedem Jahr anläßlich des Internationalen Tibet-Tages am 10. März sondern noch ein weiteres Mal am Tag der Entzündung der Olympischen Fackel die tibetische Flagge gehißt wurde, kam es in der oberharzer Universitätsstadt zu besonders hitzigen Debatten und zu Protesten seitens der chinesischen Studierenden. Dies ging so weit, daß die Hochschulleitung sogar unangenehme Folgen für den akademischen Austausch mit China befürchtete.
Torsten Nieland moderiert und leitet in diesem Sommersemester die Clausthal-Zellerfelder Veranstaltungsreihe "Wissenschaft, Technik und Ethik", die sich seit mehr als zehn Jahren mit während des Semesters wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Vorträgen einen über den Oberharz weit hinausgehenden Namen gemacht hat. Er hat selbst bei mehreren Reisen einige China-Erfahrungen gesammelt und Einblicke in dieses phaszinierende und facettenreiche Land gewonnen. Beim ersten Mal fuhr Nieland 1988 in viereinhalb Monaten mit dem Fahrrad von Beijing bis Guilin in Südchina. Der Diplom-Informatiker, der im Bereich der Schlüsselqualifikationen Lehrbeauftragter der TU Clausthal ist, begrüßte zwar, daß die Samtgemeinde Oberharz in dieser tagespolitisch aktuellen Menschenrechtsfrage "Flagge gezeigt" habe, bedauerte aber gleichzeitig, daß dies nicht von einer aufklärenden und informierenden Veranstaltung begleitet wurde. Gerade angesichts einiger Eigenheiten der chinesischen Kultur und Geschichte "mußte das quasi 'wortlose' Hissen der tibetischen Flagge am Rathaus von vielen Chinesen mindestens als beleidigend, wenn nicht als verletzend angesehen werden", so Nieland in einem Leserbrief in der Goslarschen Zeitung.
Nun hat es Nieland selbst in die Hand genommen, diese Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Wissenschaft, Technik und Ethik" stattfinden zu lassen. Am heutigen Montag, 28. April, wird er um 19.30 Uhr den bekannten Sinologen, Professor für Ostasiatische Kultur- und Sprachwissenschaft, Direktor der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel und Berater der Bundesregierung Herrn Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer, die erfahrene Kennerin der Himalaya-Region und Leiterin der Regionalgruppe Hannover/Hildesheim der Tibet-Initiative Deutschland e.V. Frau Iris Lehmann und den China-Beauftragten des Präsidiums der TU Clausthal Herrn PD Dipl.-Ing. habil. Michael Zhengmeng Hou als Gäste einer Podiumsdiskussion begrüßen. Ziel der Veranstaltung ist vor allen Dingen, den Blick auf China und Tibet etwas klarer zu bekommen und zu zeigen, daß es verschiedene Blickwinkel gibt, aus denen sich die komplexe Situation ganz unterschiedlich darstellt und die trotz aller scheinbaren Widersprüchlichkeit alle verständlich und berechtigt sein können.
Die Podiumsdiskussion findet in den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde in der Graupenstraße 1a statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 26. April 2008
Podiumsdiskussion zur Tibet-Frage
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (axl). Zu einem Themenabend Tibet und China lädt die Evangelische Studentengemeinde (ESG) am Montagabend ein. Mit kurzen Vorträgen werden drei Referenten in das Thema einführen, bevor die Veranstaltung in einer Podiumsdiskussion fortgesetzt werden soll. Beginn ist um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG in der Graupenstraße 1a.
Wie Torsten Nieland, Initiator der Veranstaltung, sagte, soll es nicht um die Klärung der territorialen Frage gehen, sondern darum, den mehreren hundert Chinesen, die an der TU Clausthal studieren, zu zeigen, daß man sich für Vorgänge in China interessiert. Der ursprüngliche Plan, das Treffen im Audimax abzuhalten, sei von den Verantwortlichen der Universität abgelehnt worden.
Die Referenten des Abends sind hochkarätige Kenner der Strukturen im Reich der Mitte. Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer ist Sinologe in Göttingen und auch schon als politischer Berater des Innenministeriums tätig gewesen. Iris Lehmann kommt aus Hildesheim angereist. Sie arbeitet dort bei der Tibet-Initiative. Ob Dr. Zhengmeng Hou sich bei den Referenten einreihen wird, oder diese Aufgabe einem studentischen Vertreter überlassen wird, stand bei Redaktionsschluß noch nicht fest.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 22. April 2008
Historiker Frank referiert in der ESG
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zur zweiten Veranstaltung des Sommersemesters der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik lädt die Evangelische Studentengemeinde (ESG) morgen, Mittwoch, ein. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG in der Graupenstraße.
Der Historiker Helge Frank aus Clausthal spricht über Geschichte im Begriffsdreieck Wissenschaft, Technik und Ethik. Er ist als Lehrbeauftragter an der TU Clausthal tätig. Seine Schwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Archivwesen, Historiographie, Römische Geschichte, Frühe Neuzeit.
Der Vortrag soll das akademische Fach Geschichte in Beziehung setzen zu dem Dreiklang des Reihentitels. Es soll dargelegt werden, in welcher Weise diese Begriffe im Rahmen der Geschichtswissenschaften und der Geschichtstheorie verankert sind. Es sollen ungewohnte Perspektiven eröffnet werden, die gerade am Standort einer Technischen Universität oft zu kurz zu kommen scheinen. Zudem wird an praktischen Beispielen zu verdeutlichen sein, wie sich die tatsächliche oder mangelnde Berücksichtigung dieser Begriffe bei der Wahrnehmung der Diskussion und der Verarbeitung von geschichtlichen Ereignissen auswirken und was dies für Konsequenzen für unsere Gesellschaft bereithält.
Zu dem Vortrag mit anschließender Diskussion wird wie immer eingeladen.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 18. April 2008
Lange Wege bedeuten den Tod
Dr. Leopold von Gerstenbergk-Helldorff referiert in der ESG über
medizinische Unterversorgung in Kolumbien
Von Axel Hengehold
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Wenn Sie mir nicht helfen, dann bleibt mir nur noch San Gregorio. Die Eindringlichkeit dieser Worte begreift auch, wer noch nie von San Gregorio gehört hat. Man hört sie oft in Kolumbien. Dr. Leopold von Gerstenbergk-Helldorff zitierte sie, um seinem Publikum einen lebendigen Eindruck vom mangelhaften Gesundheitssystem in Kolumbien zu vermitteln. Am Mittwochabend referierte der pensionierte Arzt aus Clausthal-Zellerfeld in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG). Thema: Medizin zwischen den Welten, die gesundheitliche Unterversorgung im kolumbianischen Hinterland.
Schlüsselerlebnis
San Gregorio ist seit mehr als fünfzig Jahren tot. Als Wunderheiler und Schamane erwarb er sich einen Ruf bei den Armen, weil er sie gratis behandelte. Auch der Chirurg aus dem Harz bekam schon den bitteren Geschmack dieser Worte zu spüren. Ein Kranker bat ihn um Hilfe, der Doc konnte aber nichts tun, weil ihm die medizinische Ausrüstung fehlte. Auch die Anfrage bei einem dort niedergelassenen Kollegen blieb ohne Erfolg. Der wollte sein Equipment nicht zur Verfügung stellen, weil der Patient die Kosten der Behandlung nicht bezahlen konnte.
Es muß eine Art Schlüsselerlebnis für Dr. von Gerstenbergk-Helldorff gewesen sein. Mit unermüdlichem Engagement kämpft er seitdem für eine Verbesserung der dortigen Umstände. Sein Hauptprojekt ist die Wiedererrichtung eines Krankenhauses am Rio Magdalena im Norden des Landes. Während der politischen Unruhen einige Jahre zuvor war die Klinik durch rebellische Söldner zerstört und komplett geplündert worden. Seitdem stehen 45.000 Menschen nahezu ohne gesundheitliche Versorgung da.
Wer ernsthaft erkrankt, muß auf ein anderes Klinikum ausweichen. Das aber bedeutet einen Weg von vielen Kilometern. Eine Reise, die sich während der Regenperiode über Tage hinziehen kann. Im Volksmund ist eine solche Verlegung als Paseo del Muerte, Todesmarsch, bekannt, erklärt der Mediziner. Viele Menschen überleben die Reise über schlechte, zum Teil unpassierbare Straßen nicht.
Dreimal ist der ehemalige Chefarzt im vergangenen Jahr vor Ort gewesen - jeweils für mehrere Wochen. Sein Hauptaugenmerk liegt auf dem Wiederaufbau der Klinik. Aber er leistet auch dringend benötigte Soforthilfe. Mehr als 100 Menschen hat er bereits operiert, mit einfachsten Mitteln in schlechten hygienischen Verhältnissen.
200.000 Euro reichen
Die Bilder, die er während des Vortrags in seiner Heimatstadt zeigt, geben einen Eindruck in die dortige Situation. Einfache Stehlampen spenden Licht während der Operation - bei Stromausfall mußte er gar schon mit dem Licht eines Handys arbeiten.
Unterstützung erfährt er dabei von Jochen Kräft. Der gelernte Anästhesiepfleger hat mit Dr. Leopold von Gerstenbergk-Helldorff schon so viel durchgemacht, daß der Arzt ihn mittlerweile als geschätzten Kollegen bezeichnet.
Etwa 200.000 Euro würden reichen, um die Klinik wieder aufzubauen und einzurichten. Ein lächerlicher Preis, wenn man ihn mit den Kosten in Deutschland vergleicht. Nähere Informationen gibt es im Internet unter der unten angegebenen Adresse.
Hilfe für das
Hospital San Martín de Loba in Kolumbien
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Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 16. April 2008
Kolumbien - Medizin zwischen Welten
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde referiert Dr. Leopold von Gerstenbergk-Helldorff ab 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1A.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 30. Januar 2008
Vortrag zum Thema Bodenarchiv Harz
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zu dem Thema Bodenarchiv Harz - 15 Jahre Montanarchäologie referieren Dr. Lothar Klappauf und Friedrich Albert Linke vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, Arbeitsstelle Montanarchäologie (NDL), Goslar, am heutigen Mittwoch um 19.30 Uhr in der ESG, Graupenstraße 1a, in Clausthal-Zellerfeld. Die Erforschung dieser frühen Industrielandschaft Harz mit seinem komplexen Zusammenwirken zwischen Mensch, Natur und Technik ist eine vordringliche Aufgabe der archäologischen Landesforschung, wie sie die Arbeitsstelle Montanarchäologie des NDL von Goslar aus betreibt. Zusammen mit den verschiedensten Wissenschaftszweigen kooperierender Institutionen wie der TU Clausthal werden einzelne regionale oder historische Abschnitte untersucht und das frühe Wirtschaftssystem rekonstruiert.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 15. Januar 2008
ESG-Vortrag: Des Internets neue Kleider
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Fortgesetzt wird morgen die Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde. In Abänderung des angekündigten Referenten wird von 19.30 Uhr an Dipl.-Ing. Jan Braun zum Thema Web 2.0 - Des Internets neue Kleider referieren.
Anfang bis Mitte der 90er Jahre wurde in Deutschland, Europa und anderen Regionen der Welt das Internet populär. Es gab einen regelrechten Rausch, vergleichbar mit dem Goldrausch im amerikanischen Westen. Viele neu gegründete Unternehmen haben versucht, auf der Welle mitzuschwimmen. Etliche haben die Geschwindigkeit nicht durchhalten können und sind wieder untergegangen, einigen anderen ist ein bemerkenswerter Erfolg vergönnt gewesen. Mittlerweile ist der Rausch abgeklungen, viele der Seifenblasen der New Economy sind geplatzt. Dennoch hat es nachhaltige Umwälzungen durch das Internet gegeben.
Unter dem Begriff Web 2.0 scheint sich eine neue Technologie-Welle anzukündigen. Gibt es einen neuen Rausch, eine New New Economy? Was wird diese Entwicklung uns bringen? Wohin werden sich nun die Schwerpunkte verlagern? Der Vortrag wird einige Beispiele des Web 2.0 vorstellen und erläutern.
Die Evangelische Studentengemeinde lädt alle Interessierten dazu in die Graupenstraße 1A ein.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 9. Januar 2008
Vortrag: Was bedeutet Industriekultur?
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) spricht am heutigen Mittwoch Prof. Dr.-Ing. Reinhard Döpp, Clausthal und Ennepetal, zum Thema Was bedeutet Industriekultur? Nach dem Versuch, den vielschichtigen Begriff Industriekultur zu klären, werden Beispiele für Erhalt und Ausbau technisch wertvoller Industriedenkmale und Arbeitstechniken erläutert. Ziele und Aufgaben sind, die Kenntnisse über Werkstoffe und Formgebungsverfahren zu vertiefen und auf die Chancen aktueller technischer und kaufmännischer Berufe hinzuweisen. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG, Graupenstraße 1a. Interessierte Gäste sind willkommen.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 9. Januar 2008
Museum strebt ICOM-Status an
Sammeln, Bewahren, Forschen, Vermitteln: Helmut Radday zur Verantwortung
gegenüber dem kulturellen Erbe
Von Bettina Ebeling
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Das Oberharzer Bergwerksmuseum hat sich um einen Platz auf der offiziellen Liste der nach den Standards des International Council of Museums (ICOM) zertifizierten Museen beworben. Die ersten 30 Häuser, fast ausschließlich Landesmuseen, wurden im vergangenen Jahr registriert.
Im zweiten Durchlauf hoffen wir, dabei zu sein, sagte Helmut Radday am Rande eines Vortrags in der Reihe Wissenschaft, Technik, Ethik der Evangelischen Studentengemeinde Clausthal. Der Ehrenvorsitzende des Oberharzer Geschichts- und Museumsvereins (OGMV) und Vorsitzende des Verbundes Harzer Bergbau- und Hüttenmuseen e.V. erläuterte vor voll besetztem Saal die Ethik-Grundsätze des internationalen Museumsrates: Sammeln, Bewahren, Forschen, Vermitteln. Sie gälten als Grundlage jeder ernstzunehmenden Museumsarbeit, auch weil der Begriff Museum nicht gesetzlich geschützt sei.
Nach den ICOM-Standards für Museen bewerben sich zur Zeit die wissenschaftlich arbeitenden Sammlungen in einem vom Deutschen Museumsbund und den Landesmuseen mitentwickelten Verfahren zur Selbstevaluation um die Zertifizierung.
Kritik an Landespolitik
Radday gab einen Überblick über Entstehungsgeschichte und heutige Ausrichtung des Oberharzer Museums für Technik- und Kulturgeschichte, das auf Grund der kommunalen Finanzprobleme Zuschüsse verlieren wird. Kulturpolitik des Landes Niedersachsen im Hinblick auf den Oberharz ist heute letztlich Totsparpolitik, kritisierte Radday die Regierung, nach deren Haushaltspolitik Kultur als freiwillige und damit nicht mehr öffentliche Aufgabe firmiere. Letztlich aber sei sie wesentlicher Faktor zur Identitätsbildung der Menschen in und mit ihrer Region, unterstrich Radday. Die vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium propagierte Leuchtturm-Förderung stehe beispielhaft für eine verfehlte Kulturpolitik und führe zu Auszehrung in Bereichen, bei denen es um wenige tausend Euro gehe. Streichungen ändern nichts an der Strukturschwäche einer Region.
In seiner Kritik an der Landesregierung ist Radday konsequent: Nach der 2004 bekanntgegebenen radikalen Kürzung der Landesförderung für den Verbund Oberharzer Bergbau- und Heimatmuseen hatte er Kultusminister Lutz Stratmann die ihm für jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit verliehenen Auszeichnungen zurückgeschickt.
Dem Volk gehörend
Jede öffentliche Sammlung ist Volkseigentum, nicht Eigentum eines Vereins, einer Gemeinde oder Institution, betonte der Referent. Daraus ergibt sich eine besondere ethische Verantwortung für den Träger einer solchen Sammlung. Diese habe der OGMV, an dessen Spitze seit 2007 Thomas Gundermann steht, von Beginn an in den Fokus seiner wissenschaftlichen und pädagogischen Arbeit gestellt.
Zum Oberharzer Bergwerksmuseum
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Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 19. Dezember 2007
Verantwortung gegenüber dem kulturellen Erbe
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zur ethischen Verantwortung gegenüber dem kulturellen Erbe in unserer Region spricht heute Helmut Radday, ehemaliger Leiter des Oberharzer Bergwerkmuseums. Das genaue Thema seines Vortrags lautet: Unsere Verantwortung gegenüber dem kulturellen Erbe: Sammeln, Bewahren, Forschen, Vermitteln. Die Museumsethik von ICOM (International Council of Museums).
Helmut Radday geht an konkreten Beispielen auf die Frage ein, ob wir in unserer Region dem Anspruch von ICOM gerecht werden, und scheut sich auch nicht, über Parteien, Institutionen und Personen zu sprechen, die zunehmend die Bewahrung des kulturellen Erbes ausschließlich unter dem Aspekt materiellen Gewinns und touristischer Vermarktung sehen.
Es komme darauf an, den in unserer Region lebenden Menschen ein Gefühl der Identität zu vermitteln, wozu neben der selbstverständlichen Erhaltung unserer Naturschätze die Pflege und Bewahrung des kulturellen Erbes unverzichtbare Voraussetzung ist.
Beginn ist um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1A.
Zum Oberharzer Bergwerksmuseum
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Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 23. Oktober 2007
ESG setzt ihre Vortragsreihe fort
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) wird auch im Wintersemester fortgesetzt. Den Anfang macht am morgigen Mittwoch der CDU-Landtagsabgeordnete Rudolf Götz.
Er wird aus seinem Aufgabenbereich als Landesbeauftragter für Spätaussiedler und Heimatvertriebene berichten. Dazu gehört auch das Thema Flucht und Vertreibung am Beispiel von Konflikten. Es geht um den Irrweg in Europa, Nationalstaaten mit einer homogenen Volksgruppe zu schaffen. Das letzte Beispiel der Verirrungen in Europa waren die Konflikte im ehemaligen Jugoslawien. Viele Menschen verloren ihr Leben oder ihre Heimat.
Es soll der Bogen gespannt werden von der Armenienfrage in der Zeit des Ersten Weltkrieges, dem Mord an den europäischen Juden, Flucht und Vertreibung der Deutschen, Umsiedlung der Polen, bis hin zum Konflikt der Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens.
Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr. Im Anschluß besteht die Möglichkeit zur Diskussion.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 18. Juli 2007
Vortrag über Raketen in Dora
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zum Abschluß der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik für das Sommersemester hat die Evangelischen Studentengemeinde das Thema Raketen in Dora gewählt. Dr. Franz Thost aus Bleicherode wird dazu heute um 19.30 Uhr referieren.
Das Konzentrationslager Dora - als Gedenkstätte Mittelbau-Dora genannt - wurde am 28. August 1943 als Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald am Südhang des Kohnsteins bei Nordhausen in Thüringen gegründet. In dem Werk wurde vor allem die Vergeltungswaffe 2 (V2) produziert.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 10. Juli 2007
Korruption ist Vortragsthema
Morgen vorletzte Veranstaltung der ESG-Reihe
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Um das Thema Korruption geht es am morgigen Mittwoch in der Vortragsreihe der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) Clausthal. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik spricht Dipl.-Volkswirt Uwe Henrich, Ministerialrat a. D. aus Hahnenklee in seinem Vortrag Korruption in Deutschland - eine steigende Tendenz? über die unterschiedlichen Gesichter der Korruption in Deutschland.
Uwe Henrich war bis 2002 im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit etwa 13 Jahre im Ausland tätig, zuletzt als deutsches Mitglied des Direktoriums der Asiatischen Entwicklungsbank in Manila. Nach seiner Pensionierung hat er Aufgaben beim Verein Transparency International (Koalition gegen Korruption) übernommen.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der ESG, Graupenstraße 1 a. Dieser Vortrag ist der vorletzte des laufenden Semesters. Am Mittwoch kommender Woche wird Dr. Franz Thost, Bleicherode, über Raketen in Dora sprechen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 26. Juni 2007
Zahlen der Bibel und ihre Symbolik
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Studentenpfarrer Dr. Heiner Wajemann begrüßt in dieser Woche Professor Dr. Wilfried Lex von der TU Clausthal in der Evangelischen Studentengemeinde. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik spricht er morgen zum Thema Zahlen der Bibel. Eine fast vergessene Symbolik.
Anhand von Beispielen soll auf einige Merkwürdigkeiten biblischer Zahlenangaben hingewiesen werden, verschiedene Deutungsmöglichkeiten werden erörtert. Dabei wird auch streifend auf Sinn und Bedeutung von Symbolen in unserem - insbesondere religiösen - Leben eingegangen.
Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG, Graupenstraße 1 a. Mit dieser Veranstaltung eröffnet TU Präsident Prof. Dr. Edmund Brandt das Sommerfest der Hochschule.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 20. Juni 2007
Vortrag über Hirnforschung
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Über Hirnbiologische Grundlagen optimalen Lernens spricht Prof. Dr. med. H. Scheich, Leibniz-Institut für Neurobiologie, Magdeburg, heute in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1a. Die Veranstaltung im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik beginnt um 19.30 Uhr.
Entsprechend allen Prozessen in biologischen Systemen besitzt Lernen eine Regelhaftigkeit mit bestimmten Bedingungen, die eine optimale Leistung ermöglichen, und anderen, die Lernergebnisse besonders empfindlich stören. Im Verlauf des Vortrags werden Ergebnisse der Hirnforschung beleuchtet, die für den Bereich Schule und Bildung eine praktische Relevanz besitzen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 5. Juni 2007
Sind wir allein im Universum?
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) spricht Professor Dr. Jürgen Blum, Institut für Geophysik und extraterrestrische Physik der Technischen Universität Braunschweig über Extrasolare Planeten
Seit gut zehn Jahren wissen wir, daß es mehr als ein Planetensystem in unserer Milchstraße gibt. Die bislang mehr als zweihundert entdeckten extrasolaren Planeten zeigen teilweise deutliche Unterschiede zu dem, was wir aus unserem Sonnensystem kennen. Im Vortrag werden die erfolgreichsten Entdeckungsmethoden und die Eigenschaften der bislang untersuchten extrasolaren Planeten vorgestellt. Durch Vergleiche mit unserem Sonnensystem gewinnt der Mensch eine neue Perspektive unserer Stellung im All.
Obwohl kürzlich ein erdähnlicher Planet in der bewohnbaren Zone um seinen Mutterstern gefunden wurde, kann die Frage, ob wir alleine im Universum sind, wissenschaftlich immer noch nicht beantwortet werden.
Die Veranstaltung beginnt morgen um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG, Graupenstraße 1a.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 23. Mai 2007
Dokumentarfilm über die dritte Wetterfahne
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen einer Ausbildungsmaßnahme am Rechenzentrum der Technischen Universität unter Leitung von Stefan Zimmer entstand 2006, anläßlich der feierlichen Enthüllung der von Bernd Gisevius entworfenen dritten Wetterfahne auf der Clausthaler Marktkirche, ein Dokumentarfilm. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde wird der Film heute ab 19.30 Uhr in der Graupenstraße 1a gezeigt.
Die Rückkehr des Heiligen Geistes als Symbol auf das Dach des berühmten Gotteshauses wird im Anschluß an die Filmvorführung im Vortrag eingehend erläutert.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 15. Januar 2007
Kulturelle Vielfalt als Treibstoff
Torsten Nieland und die Rolle der Sprache im Prozeß der
Globalisierung
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (abe). Das Verstehen anderer beginnt damit, sich selbst bewußt zu werden. Dieser Gedanke sei Intention seines Vortrags über Die Rolle von Sprache und Kommunikation im Prozeß der Globalisierung gewesen, erklärt Torsten Nieland, besser bekannt als Kermit. Ein aktuelles und zugleich uraltes Thema, wie der für Philosophie und Kulturen begeisterte Informatiker im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) vielen interessierten Zuhörern vielschichtig vermittelte.
So umfassend, daß Studentenpfarrer Dr. Heiner Wajemann nach etwa zweieinhalb Stunden Vortrag humorvoll mit dem Bibelwort schloß: Heute hat der Herr sie mir in die Hand gegeben. Dem Redner gelang es aber, bis auf wenige Ausnahmen die geduldigen Schafe mit seinem komplexen Wissen zu fesseln. Nach seiner Definition ist Globalisierung das Bestreben, den Handlungsraum bis zur Peripherie - zum Rand - der bekannten Welt zu erweitern.
Bereits in der Legende vom Turmbau zu Babel, niedergeschrieben im ersten Buch Mose, habe eine Gruppe diesen Versuch unternommen. Auch die Hanse, die Fugger und Venezianische Handelshäuser seien Beispiele für Globalisierung, ebenso der Völkerbund, die UN und die weltweite 68er-Bewegung. Dynamik und rasante Entwicklung der Globalisierung seien heute deutlich spürbar, beschleunigt durch die Etablierung des Internets. Es gelte nicht, sich darüber zu beklagen, sondern die Chancen zu nutzen, die Zukunft zu gestalten, jeder nach seinen Möglichkeiten. Der Prozeß der Globalisierung ende erst, wenn eine Gesellschaft finde, jetzt passiert nichts mehr.
Zur Zeit werde die Vernetzung immer enger, was der Clausthaler Professor Michael Jischa einmal mit Verdichtung von Raum und Zeit bezeichnete. Sprache und Kommunikation spielten dabei seit dem Turmbau zu Babel eine Rolle, wechselte Nieland zum Thema Sprache.
Wortbedeutungen änderten sich mit der Zeit. Die Innerste würde heute die Eitrige heißen, erläutert Nieland schmunzelnd. Früher bedeutete die Innerste die schnell Anschwellende, gleich dem Anschwellen einer Wunde, denn die Innerste konnte ein wilder, gefährlicher Fluß sein.
Von Aristoteles bis Martin Heidegger stellte Nieland philosophische Beschreibungen von Sein und Zeit gegenüber. Ein Exkurs in die chinesische Symbolschrift zeigte, daß diese im Vergleich zur Alphabetschrift des Abendlandes keine Zeitlichkeit kennt.
Mit der systematischen Denkweise des Informatikers bezog Kermit die kulturelle Vielfalt, als nützlichen Treibstoff im Motor der Globalisierung ein. Diese Reise führte von der griechischen Abstraktion, über die indische Null und die nordeuropäische Völkerwanderung bis zu Isaac Newton und Gottfried Wilhelm Leibniz.
Zurück in Clausthal-Zellerfeld riet der selbst weit gereiste Redner: Das internationale Flair der Stadt Clausthal-Zellerfeld muß sich nicht auf Asia-Shops und Dönerbuden beschränken.
Zum Referenten
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Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 13. Januar 2007
Niedersächsische Technische Hochschule im Gespräch
Wissenschaftsminister zu Gast bei der Clausthaler Veranstaltungsreihe
Wissenschaft, Technik und Ethik
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (öh). Für Aufsehen sorgte Wissenschaftsminister Lutz Stratmann im November, als er erstmals im Landtag seine Vision von einer Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH) darlegte. So könnte langfristig eine trilokale Universität mit den Standorten Hannover, Braunschweig und Clausthal entstehen, sagte er in einer Regierungserklärung.
Auf Einladung der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) Clausthal und des Harzer Landtagsabgeordneten Rudolf Götz wird Stratmann am Mittwoch, 17. Januar, etwas genauer darlegen, was er damit meint, und sich anschließend der Diskussion stellen. Die öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik beginnt um 17.00 Uhr in der Aula der TU. Moderator ist Studentenpfarrer Heiner Wajemann.
Die drei betroffenen Universitäten koordinieren ihre Arbeit bereits seit einiger Zeit im Consortium Technikum. Prof. Erich Barke, Präsident der Universität Hannover, befürwortete gestern eine Schwerpunktbildung per Verbund, in dem zumindest die Ingenieurwissenschaften der Hochschulen gebündelt werden. Ein festes Konzept gebe es aber noch nicht.
Das Präsidium der TU Clausthal hatte schon kurz nach dem Vorstoß des Ministers zur Gelassenheit geraten. Die Kooperation sei sinnvoll und ausbaufähig. Das in Goslar entstehende Energieforschungszentrum sei ein prominentes Beispiel dafür, der Standort Clausthal dadurch jedoch nicht gefährdet.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 5. Januar 2007
Sprache und Globalisierung sind Themen
Veranstaltungsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der
Evangelischen Studentengemeinde startet ins neue Jahr
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Kommunikation ist das Schwerpunktthema der Veranstaltungsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde der TU Clausthal in diesem Wintersemester. Am kommenden Mittwoch will Torsten Nieland mit seinem Vortrag eine Brücke zwischen diesem Thema und der Globalisierung schlagen, die im Winter 2005/2006 im Mittelpunkt der Vortragsreihe stand. Unter dem Titel Die Rolle von Sprache und Kommunikation im Prozeß der Globalisierung befaßt sich der Referent unter anderem mit der Frage, wie eine solche Verständigung sowohl human als auch effizient geleistet werden kann - ausgehend vom Erkennen der eigenen Identität über die Annäherung an Fremdes bis hin zur Verständigung. Nieland deckt einige Wurzeln des menschlichen Daseins auf, die selbstverständlich erscheinen, dies aber nicht sind.
Torsten Nieland studierte Informatik an der TU Clausthal und ist durch seine Berichte über Fahrradreisen durch mehr als dreißig Länder, darunter Rußland, China und Südostasien sowie eine Tour von Clausthal nach Casablanca im Harz bekannt geworden. 2002/2003 arbeitete er als Logistiker in Mexiko.
Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG in der Graupenstraße 1 a. Der Eintritt ist frei. Dem Vortrag schließt sich eine offene Gesprächsrunde an.
Zum Referenten
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Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 11. Dezember 2006
Kluft zwischen Arm und Reich
Vortrag zur aktuellen Steuerpolitik in der ESG
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Steuerpolitik hat dazu beigetragen, die Kluft zwischen Arm und Reich zu vergrößern, lautet die These des pensionierten Professors für Politikwissenschaft der Universität Gießen, Dieter Eißel. Einen Vortrag zu diesem Thema hält er am Mittwoch in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1a. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr.
Der Vortrag aus der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik beleuchtet das Ungleichgewicht zwischen steigenden Unternehmensgewinnen und der Reduzierung von Arbeitsplätzen. Eißel entkräfte die Behauptung, daß der Standort Deutschland durch hohe Steuern und Löhne gefährdet sei.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 5. Dezember 2006
Qualitätssicherung im Endlager Konrad
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Mit einem Vortrag zum Thema Konrad - ein Endlager in Amts-"Qualität" wird die Veranstaltungsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) am Mittwoch fortgesetzt. Referent ist Dipl.-Ing. Volker Eyssen, der in der Planungsphase für das Endlager Konrad in der Projektleitung, von 1985 an als stellvertretender Projektleiter und zusätzlich von 1987 an als stellvertretender Werksleiter auf der Schachtanlage Konrad tätig ist.
In seinem Vortrag wird sich Volker Eyssen mit der Qualitätssicherung im Endlager Konrad beschäftigen.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG, Graupenstraße 1A.
[Anmerkung der Technikethik.net-Redaktion: Die Tätigkeiten als stellvertretender Projektleiter und als stellvertretender Werksleiter erfüllte Dipl.-Ing. Volker Eyssen bis 1990.]
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 28. November 2006
Aus Grubengas wird Strom
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Über die Verwertung von Grubengas referiert Dipl.-Ing. Andreas Minke, Vorsitzender der Geschäftsführung Mingas GmbH und Mingas-Power GmbH, Essen, morgen Abend in den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) in der Graupenstraße 1a. Die Veranstaltung im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik beginnt um 19.30 Uhr. Im Mittelpunkt des Vortrags stehen der Klimaschutz und die Gefahrenprävention.
Die Mingas-Power GmbH verwertet das aus den betriebenen Bergwerken in Nordrhein-Westfalen abgesaugte Grubengas zur Strom- und Wärmeerzeugung. Grubengas ist ein natürliches Methan-Luft-Gemisch in den Steinkohlenlagerstätten. Mit einer Anlagendichte von derzeit 39 Modulen stellt das Unternehmen eine elektrische Leistungskapazität von rund 60 Megawatt bereit.
Die jährliche Stromerzeugung von nahezu 260 Millionen Kilowattstunden (kWh) entspricht dem Bedarf von rund 75 000 Haushalten. Gleichzeitig werden jährlich bis zu 50 Millionen kWh Abwärme für die öffentliche Fernwärmeversorgung zur Verfügung gestellt.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 21. November 2006
ESG lädt morgen zum Gottesdienst ein
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) Clausthal hat im Wintersemester 2006/07 das Schwerpunktthema Kommunikation. Die ESG richtet am Mittwoch den Gottesdienst mit Abendmahl zum Buß- und Bettag in der Marktkirche zum Heiligen Geist aus. Pastor Dr. Heiner Wajemann predigt zum Thema Kommunikation verbessern. Beginn ist um 19.30 Uhr.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 8. November 2006
Der Medieneinsatz der Bundeswehr in Afghanistan ist das Thema des ersten Vortrags, zu dem die Evangelische Studentengemeinde Clausthal im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik heute einlädt. Beginn: 19.30 Uhr, Graupenstraße 1 a. Referent ist Oberstleutnant Hartmut Dressel, Zentrum Operative Information.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 1. November 2006
ESG-Vortrag fällt heute aus
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Der erste Vortrag den, die Evangelische Studentengemeinde (ESG) im Rahmen ihrer Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik für heute angekündigt hat, fällt aus. Es ist geplant, den Vortrag von Referentin Ines Klauke zum Thema Umweltmanagement im universitären Umfeld im nächsten Semester nachzuholen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 28. Oktober 2006
Vortragsreihe WTE bleibt ein Zugpferd
Evangelische Studentengemeinde stellt ihr Programm zum Wintersemester vor
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Mit dem Semesterbeginn stellt auch die Evangelische Studentengemeinde (ESG) der TU Clausthal ihr neues Programm vor und lädt alle Studierenden, aber auch die Bergstädter zu Vorträgen, Andachten, gemütlichen Abenden und mehr ein.
Dauerbrenner und Highlight seit Jahren ist die Vortragsreihe WTE, die sich mit Themen aus Wissenschaft und Technik in Verbindung mit Ethik beschäftigt. Professoren der TU Clausthal und anderer Universitäten, Studentenpastor Dr. Heiner Wajemann sowie Gastdozenten aus Wirtschaft und Politik sind hierzu jeweils mittwochs ab 19.30 Uhr in den Räumen der ESG zu Gast. Themen sind unter anderem Umweltmanagement im universitären Umfeld, Machen Handys krank? und Babylon ist überall.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 25. Juli 2006
Mit bloßem Auge Galaxien beobachten
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Mit dem Thema Astronomie im Sommerdreieck beschließt die Evangelische Studentengemeinde Clausthal (ESG) morgen ihre Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik im zu Ende gehenden Sommersemester.
Nach einem Vortrag über die Ausrüstung und die schönsten Objekte des Sternenhimmels, der um 21.00 Uhr in der Graupenstraße 1a beginnt, wird gegen 23.00 Uhr hinter dem Haus der ESG der Nachthimmel beobachtet.
Viele wunderbare Bilder sind in den vergangenen Jahren durch die neuen Großteleskope der Europäer und US-Amerikaner präsentiert worden, heißt es in der entsprechenden Einladung. Auch ohne Milliardenaufwand kann man Sternenhaufen, Galaxien und Supernovae am Himmel mit einem kleinen Teleskop, einem Feldstecher oder gar mit dem bloßen Auge beobachten.
Deshalb empfiehlt der Veranstalter: Wer ein eigenes Teleskop oder einen Feldstecher besitzt, sollte dieses, beziehungsweise diesen mitbringen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 19. Juli 2006
Ein Biosensor hat keine Geschmacksnerven
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Über Biosensoren und Biochips spricht Professor Frieder W. Scheller von der Universität Potsdam am Mittwoch im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik in der Evangelischen Studentengemeinde.
Alle Lebewesen, so auch der Mensch, stehen über Sensoren mit ihrer Umwelt in Kontakt. Wir können sowohl mechanisch, optisch und chemisch Signale wahrnehmen. Dabei wird das Signal zunächst durch eine sensible Struktur erkannt, in ein elektrisches Nervensignal umgewandelt und im Nervensystem verarbeitet. Unsere Sinnesorgane sind außerordentlich leistungsfähig und erlauben uns beispielsweise die Unterscheidung von Rotweinsorten.
Biosensoren ahmen die Funktion unserer Sinnesorgane nach. Sie können für die jeweilige Meßaufgabe angepaßt werden. So kommt der Blutzuckersensor (zur Diabetesüberwachung) ohne Geschmacksnerven aus, denn er benutzt einen Biokatalysator zur Signalerzeugung.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Graupenstraße 1a.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 12. Juli 2006
Vortrag: Chinas Wachstum und die Rohstoffknappheit
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Über China und Stahl im Spannungsfeld der Globalisierung referiert heute um 19.30 Uhr Prof. Dieter Ameling, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, in der Evangelischen Studentengemeinde Clausthal, Graupenstraße 1a, im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik.
Chinas atemberaubendes Wachstum der letzten Jahre hat zu Engpässen auf den Weltrohstoffmärkten geführt. Nachdem die Rohstahlerzeugung im Jahr 2000 noch etwa 130 Mio. Tonnen betragen hatte, wurde sie in den folgenden fünf Jahren bis zu 350 Mio. Tonnen mehr als verdoppelt. Nicht nur Stahl, auch alle anderen Metalle sind gefragter denn je und im Preis um das zwei- bis dreifache gestiegen: Kupfer als Schlüsselmetall für den Ausbau der Stromerzeugung und -verteilung, Aluminium als wichtiger Werkstoff in vielen Anwendungsgebieten.
Mit riesigen Investitionsprogrammen will die chinesische Regierung jedes Jahr rund acht Millionen Wohnungen schaffen, Infrastruktur und Energieversorgung ausbauen, Industriebetriebe und Bürogebäude errichten. Der Anteil der Investitionen am Bruttoinlandsprodukt ist dort schon auf 48 Prozent angewachsen, fast die Hälfte der Wirtschaftsleistung wird investiert. Zum Vergleich: Japan hatte in den 60er Jahren 35 Prozent, Deutschland Ende der 90er Jahre noch 24 Prozent, inzwischen nur noch 17 Prozent.
Im Jahr 2005 war China mit einem Bruttoinlandsprodukt von 2,1 Mrd. US-Dollar noch auf Platz fünf der größten Wirtschaftsnationen. In wenigen Jahren wird das Reich der Mitte Deutschland vom dritten Platz verdrängen. Und der rote Drache, da ist sich Prof. Ameling sicher, wird weiterfliegen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 4. Juli 2006
Vorgänge im Kosmos werden nachgestellt
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) wird am morgigen Mittwoch zum vierten und letzten Mal ein Thema aufgegriffen, das die Kosmologie und die Sonnensystemforschung behandelt.
Professor Dr. Jürgen Blum vom Institut für Geophysik und extraterrestrische Physik an der TU Braunschweig referiert über Experimentelle Simulation der Planetenentstehung im Labor. Die Veranstaltung mit dem Gastprofessor beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG in der Graupenstraße.
Dabei geht es um experimentelle Simulation, das heißt, es wird versucht, Vorgänge im Kosmos oder speziell in unserem Sonnensystem durch Laborexperimente nachzustellen. Dadurch können in einem anderen Parameterbereich wertvolle Informationen über die Frühphase der Planetenbildung erschlossen werden.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 27. Juni 2006
Vortrag im Kino: Einblicke in die digitale Fabrik
Prof. Dr. Uwe Dombrowski ist Gast der ESG
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Evangelische Studentengemeinde (ESG) beteiligt sich an den Veranstaltungen im Rahmen des Sommerfestes der TU Clausthal. Dazu wird am Mittwoch an einen ungewöhnlichen Ort eingeladen:
Im Central-Theater wird von 19.30 Uhr an ein Vortrag mit dem Titel Rechnerunterstützung in der Fabrikplanung - Einsatz moderner Methoden und Werkzeuge präsentiert. Neben dem eigentlichen Betrieb von Fabriken stellt ebenfalls die Planung dieser eine wichtige Aufgabe einer Industrienation dar. Im Rahmen dieser Planungstätigkeiten kann eine immer weitergehende Rechnerunterstützung beobachtet werden. Dies beruht zum einen auf der stetigen Weiterentwicklung auf dem EDV-Sektor, zum anderen auf veränderten Anforderungen an die Unternehmen in Bezug auf Flexibilität, Schnelligkeit, Mobilität und Wirtschaftlichkeit.
Aus diesen Schlüsselanforderungen an Produktionsunternehmen ergeben sich wiederum neue Anforderungen an die Fabrikplanung. In den Vordergrund treten neue Planungsziele wie beispielsweise die möglichst schnelle Bewältigung eines erhöhten Planungsumfangs und einer erhöhten Planungskomplexität bei gleichzeitiger Sicherstellung eines abgesicherten Ergebnisses.
Durch diese Anforderungen muß eine fast unüberschaubare Anzahl von Aspekten bei der Planung berücksichtigt werden, der Planungsumfang erhöht sich also immens. Ein Lösungsweg zur erfolgreichen Bewältigung dieser Aufgaben stellt die Digitale Fabrik dar.
Referent Prof. Dr. Uwe Dombrowski, Institut für Fabrikbetriebslehre und Unternehmensforschung der Technischen Universität Braunschweig steht im Anschluß für Fragen und Diskussion zur Verfügung. Diese Veranstaltung gehört zur Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der ESG.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 20. Juni 2006
Arm und anfällig für Unglück
Vortrag in der ESG
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zum Thema Arm, unterentwickelt und anfällig für Katastrophen wird Thomas Schaef morgen, Mittwoch, im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) referieren.
1975 gegründet
Als Spezialist und Mitarbeiter der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit in Frankfurt (GTZ) ist der Diplomgeograf insbesondere zuständig für den Bereich Katastrophen-Vorsorge. Das weltweit tätige Unternehmen der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung wurde 1975 gegründet. Die GTZ gehört zwar dem Bund, ist aber privatwirtschaftlich organisiert. Sie nimmt ihre Aufgaben gemeinnützig wahr.
Risiko Armut
Die Tsunami-Katastrophe in Südostasien, der Hurrikan Katrina und das Erdbeben in Pakistan waren sehr große Katastrophenereignisse. Entwicklungs- und Schwellenländer hatten deutlich höhere Verluste an Menschenleben hinzunehmen als die Industrieländer. Auch die materiellen Schäden sind immens. Je größer Armut und Unterentwicklung in einem Land sind, desto höher sind die Katastrophenanfälligkeit und die Risiken für die Bevölkerung, schlußfolgert die GTZ. Hier setzt ihre internationale Zusammenarbeit mit ihren Partnerländern ein. Thomas Schaef wird über die zu verstärkende Katastrophenvorsorge profund und aktuell berichten.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG, Graupenstraße 1 a.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 8. Juni 2006
Mondlandungen ein Schwindel?
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Der für Mittwoch, 14. Juni, in der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik vorgesehene Vortrag von Prof. Scheller über Biosensoren und Biochips wird erst am 19. Juli zu hören sein. Eingesprungen ist Dr. Heiner Grimm. Sein Thema: Apollo-Missionen: Science-Fiction-Film oder Wirklichkeit?.
Beiträge im Fernsehen, in Printmedien und im Internet stellen die Realität der Apollo-Mondlandungsmissionen in Frage. Kritiker haben Listen von Argumenten zusammengestellt, die belegen sollen, daß Film-, Ton- und Fotodokumente der Mondlandungen Fälschungen sind. War dieses Projekt der größte Schwindel des Jahrhunderts?
Dr. Grimm wird die besonderen Verhältnisse auf dem Mond beleuchten: Wie hoch kann ein Astronaut dort springen, wie kann man dort Kaffee warmhalten und wie verhält sich Staub? Dabei geht es nicht zuletzt um die Frage, wie stichhaltig die Argumente der Skeptiker sind. Der Vortrag beginnt am 14. Juni um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1a.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 31. Mai 2006
Exkursion in das Max-Planck-Institut
Evangelische Studentengemeinde informiert sich über Sonne,
Heliosphäre, Planeten und Kometen
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Evangelische Studentengemeinde Clausthal unternimmt im Zuge der Veranstaltungsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik eine Exkursion zum Max-Planck-Institut in Katlenburg. Abfahrt ist heute um 17.30 Uhr vor der Studentengemeinde, Graupenstraße 1 A. Das Institut, das seit 1957 als Max-Planck-Institut für Aeronomie besteht, hat im Laufe seiner Geschichte einige Wandlungen mitgemacht. Während der Schwerpunkt in den 50er und 60er Jahren in der Erforschung der oberen Atmosphäre der Erde lag, kamen in den darauffolgenden Jahrzehnten neue Bereiche in unserem Sonnensystem hinzu. Die Neuausrichtung der Forschung sieht eine Konzentration auf die Erforschung der Sonne, der Heliosphäre, Planeten und Kometen vor. Um die veränderten Aktivitäten des Institutes besser vermitteln zu können, hat das Institut seinen Namen seit dem 1. Juli 2004 in Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung geändert.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 17. Mai 2006
Der schlafende Riese Biomasse
ist Vortragsthema von Dr. Stephan Saupe (Umweltbundesamt). Er spricht heute um 10.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde Clausthal, Graupenstraße 1a.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 10. Mai 2006
Umweltschutz - Veränderungen der letzten Jahre
ist das Thema eines Vortrags, den Prof. Otto Carlowitz (Cutec-Institut Clausthal) heute in der Evangelischen Studentengemeinde Clausthal hält. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in der Graupenstraße 1a.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 3. Mai 2006
Forschung auf Gedeih und Verderb
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik referiert Professor Dr. Babette Tonn heute um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1A.
Babette Tonn ist die dritte Professorin an der TU Clausthal und die erste in den Ingenieur-Disziplinen am Institut für Metallurgie. Im ihrem Referat mit dem Thema Forschung auf Gedeih und Verderb wird sie auf das ethische Thema, wie die Forschung Chancen und Gefahren im Wissenschaftsbetrieb aufgegriffen hat, eingehen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 19. April 2006
Die Lehre des indischen Heiligen Sathya Sai Baba
ist Inhalt eines Vortrages von Prof. Ernst Schaumann. Der ehemalige TU-Präsident gibt heute mit seiner Frau um 19.30 Uhr im Evangelischen Studentenzentrum in Clausthal-Zellerfeld einen Einblick in die Lehre.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 13. Februar 2006
Heimatkunde mit Witz und Charme
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Allein zu Fuß durch die Provinz gewandert ist Tobias Zick, auch durch den Harz und durch Clausthal. Seine Erlebnisse beschreibt er in seinem Buch Heimatkunde, das er an diesem Mittwoch in den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) in der Graupenstraße 1a vorstellt. Die Lesung, die um 19.30 Uhr beginnt, organisiert der Verein Forum Kultur in unserer Stadt (FoKuS) in Zusammenarbeit mit dem Harzklub-Zweigverein und der ESG.
Tobias Zick schreibt heute als Schriftsteller der jungen Generation unter anderem für Mare, Geo und die Frankfurter Rundschau. In Heimatkunde erzählt er mit Witz und Charme von denen, die in der Provinz geboren sind und auszogen, das Fürchten und die Welt kennenzulernen, um wieder in die Provinz zurückzukehren.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 7. Februar 2006
Letzter Vortrag der ESG-Reihe
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Mit einem Vortrag von Prof. Hans-Peter Beck, Vizepräsident der Technischen Universität Clausthal, zum Thema Forschung im deutschen und europäischen Kontext endet die Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) im Wintersemester 2005/2006 am morgigen Mittwoch.
Der Vortrag beleuchtet aktuelle Fragen und Zukunftsperspektiven der Forschungslandschaft. Welche Rolle spielt Forschung in unserer Gesellschaft? Wo steht Deutschland im internationalen Vergleich? Welche Rolle spielen insbesondere die Hochschulen? Antworten auf diese Fragen will der Vizepräsident in seinem Vortrag geben.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der Studentengemeinde in der Graupenstraße 1a.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 3. Februar 2006
Wertschöpfung folgt auch aus Wertschätzung
Glaube und Globalisierung heute: Landesbischöfin Margot
Käßmann spricht über das Christsein in der einen Welt
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (Wsk). Sie ist, das darf man sagen, ein Medienprofi. Und sie versteht es, ihr Publikum rhetorisch zu fesseln und mit eingestreuten Anekdoten gelegentlich auch nach allen Regeln der Kunst zu unterhalten. Was bei Kirchenleuten nicht immer der Fall ist. Kein Wunder also, dass beim Vortrag der hannoverschen Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann die Aula der TU bestens besucht war. Christsein in der einen Welt lautete ihr Thema im Rahmen der ESG-Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik, die sich in diesem Semester den drängenden Herausforderungen der Globalisierung stellt.
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Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann, eingerahmt von Studentenpfarrer Dr. Heiner Wajemann und TU-Präsident Professor Dr. Edmund Brandt. Foto: Weisker |
In einem an Schlaglichtern reichen Tempolauf durch die Kirchengeschichte bezeichnete Käßmann das Christentum pointiert als erste Globalisierungsbewegung überhaupt. Wegen seiner Reisetätigkeit sei der Apostel Paulus ein wahrer Globalisierer, der Bedeutungsgehalt des griechischen Wortes Ökumene umfasse den gesamten Erdball. Die Mutter von vier Töchtern verschwieg dabei nicht die Schattenseiten christlichen Glaubenseifers: Fundamentalismus und Mission mit Schwert sind groteske Fehlinterpretationen christlichen Wahrheitsanspruchs.
In ihrem immer wieder durch eigene Reiseerfahrungen als Mitglied im Ökumenischen Rat der Kirchen angereicherten Beitrag wurden ihre Rezepte deutlich. Ein Dialog untereinander, Respekt voreinander: Einheit in der Verschiedenheit. Das alles auf der Basis des biblischen Wortes, das Christen in aller Welt verbindet. Die Suche nach Sinnstiftung, Orientierung und Werten sei allerorten spürbar, Patchwork-Glaube nehme zu, der Islam schüre Ängste. Gerade Christen müssten deshalb Zeugnis ablegen und erklären können: was ist ein Christ?
Zum Vortrag
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Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 31. Januar 2006
Landesbischöfin Dr. Käßmann zu Gast in der ESG
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Fünf Jahre ist es bereits her, daß Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann zu Gast in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) war. Morgen wird sie wieder in der Bergstadt erwartet. Ab 19.30 Uhr spricht die Bischöfin in der Aula der TU zum Thema Christsein in der einen Welt.
Mit diesem Vortrag wird die Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde, die im Wintersemester unter dem Schwerpunkt Globalisierung steht, fortgesetzt. Der Vortrag ist offen für alle, der Eintritt frei.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 23. Januar 2006
Vortrag über Glaubensfragen
Evangelische Studentengemeinde lädt ein
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) ist am kommenden Mittwoch, 25. Januar, Professor Dr. Khella aus Hamburg zu Gast.
Der Ägypter und koptische Christ hat schon öfter in Clausthal-Zellerfeld referiert. Diesmal steht unter dem Titel Einheit, Universalismus, Humanismus ab 19.30 Uhr das Thema Globalisierung auf dem Programm. In seinem Vortrag spricht Khella über die Bereiche Denken, Leben und den Glauben in der einen Welt, teilt die ESG als Veranstalterin mit.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 17. Januar 2006
Umweltschutz und Globalisierung
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik kommt am morgigen Mittwoch um 19.30 Uhr Prof. Heike Schenk-Mathes, TU Clausthal, in die ESG. Ihr Vortrag trägt den Titel Globalisierung als Chance für den Umweltschutz?
Die Internationalisierung der Märkte führt unter anderem über das wachsende Transport- und Verkehrsaufkommen sowie Standortverlagerungen in Länder mit geringeren Umweltstandards zur Steigerung der Emissionen. Die Globalisierung bietet für globale Umweltprobleme wie den Treibhauseffekt aber auch die Chance, nach Lösungen auf internationaler Ebene zu suchen. Inwieweit hier ein Zertifikatesystem einen Beitrag leisten kann, soll in dem Vortrag auch am Beispiel der flexiblen Mechanismen im Rahmen des Kyoto-Protokolls analysiert werden.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 17. Januar 2006
Trinkwassermangel wird zur globalen Bedrohung
Prof. Dr.-Ing. Günter Borchardt referierte in der Reihe
Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (tbn). Statt von Brot für die Welt könne ebensogut von Wasser für die Welt gesprochen werden, sagte Studentenpfarrer Dr. Heiner Wajemann, als er am vergangenen Günter Borchardt begrüßte. Der Professor vom Institut für Metallurgie an der TU Clausthal sprach in der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik über das Thema Ressource Wasser.
Für den Referenten war der Abend in zweierlei Hinsicht ein Besuch vertrauter Wirkungsstätte. Er ist nicht nur Kuratoriumsvorsitzender der Studentengemeinde sondern hat auch vor 38 Jahren im Evangelischen Studentenwohnheim in der Graupenstraße gewohnt.
Die Vereinten Nationen haben die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts zum Jahrzehnt des Wassers ausgerufen, und am 22. März 2005 habe der Welttag des Wassers stattgefunden, rief Prof. Borchardt in Erinnerung. Dennoch nehme der größte Teil der Bevölkerung die Brisanz des Themas nicht wahr. Gerade für uns als Bewohner eines niederschlagreichen Landes der Ersten Welt sei die Verfügbarkeit von Trinkwasser zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Das täusche jedoch darüber hinweg, daß weltweite Süßwasserknappheit schon in naher Zukunft auch unsere Existenz gefährden könnte, da sie einen streng limitierenden Faktor für die Nahrungsmittelproduktion darstelle. Kaum jemand wisse beispielsweise, daß für die Herstellung einer Konservendose Gemüse 50 Liter Trinkwasser benötigt werden, während es für ein Kilogramm Rindfleisch ganze 50.000 Liter sind.
Derzeit wächst nicht nur die Erdbevölkerung exponentiell an, sondern auch der Trinkwasserverbrauch pro Kopf, während die Gesamtmenge des nutzbaren Trinkwassers im ökologischen System der Erde konstant bleibt. In einem sich im Gleichgewicht befindlichen System gibt es keine durch Mangel an Ressourcen bedingten Probleme, erläuterte Borchardt, Auf Wachstum ausgelegte Systeme müssen aber zwangsläufig irgendwann an unüberwindliche Grenzen stoßen. Diese Grenzen des Wachstums hatte schon der Club of Rome Anfang der 70er Jahre aufgezeigt. Anhand beeindruckender Zahlen belegte Borchardt, daß die globale Bedrohung durch Trinkwassermangel bereits in 15 Jahren akkut werden könnte, wenn die Weltgemeinschaft nicht sofort beginne, gegenzusteuern.
Eine Bruchlandung sei schon heute nicht mehr zu vermeiden, es könne aber noch zu einer weichen Bruchlandung mit Überlebenschance kommen. Leider steuere die aktuelle Politik der Regierungen reicher Länder und Spitzen großer Konzerne in die genau entgegengesetzte Richtung. Blauäugigerweise werde die Ressource Wasser lediglich als Wirtschaftsfaktor wahrgenommen. Dabei sei schon heute die Frischwasserversorgung ein Hauptgrund zahlreicher kriegerischer Konflikte, so der Referent weiter. Für den Gegenwert eines Kampfpanzers könnte eine Meerwasserentsalzungsanlage zur Versorgung von 10.000 Menschen gebaut werden; bei einer Investition von etwa 2,5 Mrd US-Dollar in solche Anlagen ließe sich der Nahe Osten befrieden. Daß die USA bei Ausgaben von 8 Mio US-Dollar pro Stunde für den militärischen Einsatz im Irak von Friedenspolitik sprechen, ist purer Zynismus, meinte Professor Borchardt.
Ich glaube nicht, daß wir in naher Zukunft andere Himmelskörper als die Erde bewohnen werden, schloß der Referent, Wir müssen daher das Problem Wasser schnellstmöglich erkennen und in den Griff zu bekommen versuchen. Es ist noch nicht zu spät dafür, doch es ist schon lange nicht mehr zu früh.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 7. Januar 2006
Professor referiert über die Ressource Wasser
Studentengemeinde lädt zu Vortragsreihe ein
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Fortgesetzt wird die Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde. Am Mittwoch, 11. Januar, spricht Professor Günter Borchardt von der TU Clausthal zum Thema Ressource Wasser.
Vor dem Hintergrund des ungelösten Problems der globalen Bevölkerungsentwicklung und der Energieversorgung ist auch für Wasser in absehbarer Zeit eine Mangelsituation zu erwarten, insbesondere wenn die derzeitigen Standards der ersten Welt auf die gesamte Menschheit übertragen werden, schreiben die Veranstalter in einer Ankündigung zu dem Vortragsabend.
Aus dem Vergleich des ungleichmäßig verteilten Wasseraufkommens und -verbrauchs lassen sich lokale Konflikte identifizieren. Die bisher eingeschlagenen Lösungen wie gigantische Kanalbauten in China oder mit Solarenergie betriebene Meerwasserentsalzungsprojekte verschieben den Beginn der kritischen Phase lediglich um einige Generationen, heißt es in der Ankündigung weiter.
Es liegt daher nahe, einen Paradigmenwechsel vorzuschlagen und die Entwicklung von einer auf materielles Wachstum orientierten Gesellschaft auf eine im materiellen Gleichgewicht befindliche Gesellschaft zu orientieren, wie das bereits vor mehr als drei Jahrzehnten von den Mitgliedern des Club of Rome angeregt wurde.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 20. Dezember 2005
Straßenbeleuchtung macht Pferde scheu und Diebe kühn
Atomphysiker Professor Carsten Salander sprach in der ESG über Geschichte
und Globalität der Glühlampe - Erfinder war Heinrich Göbel
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (tbn). Nachdem in den vorhergehenden Referaten der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik der ehemalige Studentenpfarrer Klaus Wachlin und Professor Michael Jischa über Ursachen und gesellschaftliche Konsequenzen der Globalisierung gesprochen hatten, entließ Professor Carsten Salander die treue Hörergemeinde der Reihe mit einem Vortrag über die Glühlampe in die Weihnachtspause.
Die Glühlampe, so Atomphysiker Salander, sei so alltäglich für jeden von uns geworden, daß wir sie kaum noch wahrnehmen. Dabei sei es erstaunlich, sich klarzumachen, daß die Erfindung derselben durch Heinrich Göbel - nicht durch Edison, wie viele glauben - gerade einmal 150 Jahre zurückliegt. Wie anders das Leben ohne elektrisches Licht gewesen sein muß, veranschaulichte der Referent an Hand eines Ritts durch die Geschichte der Erleuchtung der Menschheit.
Diese begann mit der Nutzbarmachung des Feuers ab etwa 500.000 v. Chr. und schließlich die Entwicklung von Fertigkeiten, selbst Feuer zu erzeugen. Die Wärme des Feuers änderte den Speiseplan und die Wohnverhältnisse der Menschen, war aber auch ein Motor für den technischen Fortschritt, etwa zum Brennen von Ton. Im Jahre 60 n. Chr. erfand Heron von Alexandrien einen durch das Feuer auf dem Opferaltar gesteuerte, pneumatische Kapellentüröffner.
Erste Straßenbeleuchtung
Die Nutzung des Lichts, das vom Feuer ausgeht, kam viel später. Um 450 n. Chr. gab es die erste Straßenbeleuchtung in Antiochia, erst ab dem Jahre 1286 ein Leuchtfeuer mit Talgkerzen bei Neuwerk als Orientierungshilfe für die Schiffahrt. Die Straßenbeleuchtung in den europäischen Großstädten kam im 17. Jahrhundert auf, zunächst mit Öllampen und dann mit Gas. Wie bei beinahe allen technischen Neuerungen gab es auch hier Gegenstimmen: Die Kölnische Zeitung titelte im März 1819, Straßenbeleuchtung sei verwerflich. Sie macht die Pferde scheu und die Diebe kühn, heißt es in dem Artikel unter anderem.
Bis zur Erfindung der Glühlampe war es noch immer ein weiter Weg, wie der Referent erläuterte, indem er einige der zahlreichen Erfindungen und Entdeckungen aufzählte, die zuvor gemacht werden mußten. Der aus Springe stammende Heinrich Göbel war in die Vereinigten Staaten ausgewandert, wo er ein schlecht funktionierendes Schmuck- und Uhrmachergeschäft betrieb. Aus leeren 4711-Flaschen und Kohlefäden, die er aus verbrannten Bambusfasern gewann, baute er 1854 die ersten Glühlampen, um seine Umsätze mit dieser Attraktion zu verbessern. Das war erfolgreich, aber aufwendig, denn Göbels Glühlampen hatten nur eine Lebensdauer von etwa fünf Stunden.
Unaufhaltsamer Siegeszug
Erst 25 Jahre später kopierte Edison diese Lampen und verbesserte sie zum gebrauchsfähigen Produkt. Einen Rechtsstreit darum, wer der wahre Erfinder der Glühlampe sei, gewann Göbel im Jahre 1893, drei Monate vor seinem Tod.
Der Siegeszug der Glühlampe war nun nicht mehr aufzuhalten; schon in den achtziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts kamen elektrische Beleuchtungen an Bahnhöfen und vor allen Dingen in Theatern auf, in denen es zuvor immer wieder schlimme Brände gegeben hatte. Heute ist die Glühlampe aus unserem Leben kaum mehr wegzudenken, sie ist aber mehr, als nur ein ganz alltäglicher Gebrauchsgegenstand: An Hand einiger Zeitungsausschnitte, die am Ende des Vortrags standen, zeigte Professor Salander, daß die Glühlampe zum Sinnbild für Innovation, Kreativität, Wissen, Kontinuität, Bildung, und vieles mehr geworden ist.
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Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 7. Dezember 2005
Vortrag in der Studentengemeinde
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Es gibt wohl kaum einen Gegenstand auf der Welt, der so weit verbreitet ist und dennoch so wenig beachtet wird, wie die Glühlampe. Nur wenn sie verlöscht, weil ihr Glühfaden durchgebrannt ist oder weil, wie gerade in jüngster Vergangenheit erfolgt, ihr Lebenssaft ausbleibt, erinnert man sich ihrer, manchmal auch herzhaft fluchend.
In der Vorweihnachtszeit kommt sie zu besonders großen Ehren: Allein auf dem Weihnachtsmarkt in Goslar sollen Tausende Glühbirnen installiert sein, auf den Champs Elysees in Paris Hunderttausende. Über ihre Ursprünge referiert Prof. Carsten Salander heute, Mittwoch, in der Evangelischen Studentengemeinde - ab 19.30 Uhr in der Graupenstraße 1a.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 5. Dezember 2005
Niemand hat eine Ahnung, wohin diese Reise geht
Prof. Michael Jischa sieht in der Globalisierung durch technischen
Fortschritt eine Verdichtung von Raum und Zeit - Ängste
verständlich
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (tbn). Vor einem großen Publikum referierte Professor Michael Jischa am vergangenen Mittwoch in der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik aus seiner Sicht über das Leitthema dieses Semesters - die Globalisierung. In einem weiten historischen Bogen erläuterte er zunächst, daß es sich bei der Globalisierung um eine Konsequenz aus der geschichtlichen Entwicklung der menschlichen Zivilisation handele.
Die Neolithische Revolution brachte den Übergang von einer Gesellschaft der Jäger und Sammler zur Agrargesellschaft und damit zur Seßhaftigkeit. Mit der Industriellen Revolution und dem Gebrauch komplexer Maschinen beginnt das Industriezeitalter, das auch als Zeitalter der Ingenieure bezeichnet werden könnte. Nicht mehr nur das bewirtschaftete Land, sondern vor allen Dingen das Kapital bestimmte in der Folge das gesellschaftliche Geschehen. Dem Vortrag zufolge stehen wir nun als Konsequenz der Digitalen Revolution am Eintritt in das Informationszeitalter, in dem das Wissen die entscheidende Rolle bei der Zukunftsgestaltung spielen wird.
Die Marksteine der großen gesellschaftlichen Umbrüche, so der Referent, seien die sogenannten Gutenbergrevolutionen gewesen: die Sprache, die Schrift, die Buchdruckerkunst und schließlich die digitale Kommunikation. Die technische Entwicklung, die zunächst die Fortbewegung und dann die Nachrichtenübermittlung immens beschleunigt hat, habe nicht nur den Raum, sondern auch die Zeit verdichtet.
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Lebenslanges Lernen ist unausweichlich. Prof. Michael Jischa. Foto: Nieland |
Die Globalisierung ist demnach eine unausweichliche Folge der technischen Entwicklung. Daher handele es sich nicht darum, sie zu befürworten oder abzulehnen, sondern sich Gedanken darüber zu machen, wie sie gestaltet werden kann. Das bedeutet, die Zukunft als Herausforderung zu begreifen, wie Jischa schon im Titel seines jüngst neu erschienenen Buches fordert. Zweifellos werden wir in Zukunft immer mehr wissen, doch wir werden niemals wissen, was wir in Zukunft wissen werden, faßte der Vortragende eine These des Philosophen Karl Popper zusammen und fuhr fort: Noch niemals in der Geschichte war das Wissen über die nahe Zukunft so ungewiß wie heute. Niemand hat eine Ahnung, wohin diese Reise geht, und daher müssen wir versuchen, uns für alle möglichen Entwicklungen bereitzuhalten. Das bedeutet unter anderem lebenslanges Lernen. Daß dies vielen Menschen Angst mache, da es nicht mehr möglich sein wird, einen einmal erlernten Beruf bis zur Rente auszuüben, sei verständlich, so Jischa.
Auch die ökonomischen Folgen des gesellschaftlichen Wandels seien gravierend. Es sei eine Illusion, zu glauben, daß die moderne Technik ebensoviele neue Arbeitsplätze schaffe, wie sie überflüssig mache. Eine Verlagerung in den Dienstleistungssektor könne zwar einen Teil dieser Entwicklung auffangen, doch werde es Arbeit für alle in Zukunft nicht mehr geben, vielmehr werde das alte Brot und Spiele-Prinzip in moderner Form als Rente und Digitalfernsehen wiederkehren.
Zu weite Ökonomisierung
Nur durch eine Trennung von Erwirtschaftung und Verteilung des Kapitals könne dann eine stabile Gesellschaft entstehen. Die Ökonomisierung von Kunst, Kultur und Bildung hingegen, die zur Zeit zu beobachten sei, sei ein Fehler. Der Weg, der bisher in Richtung Globalisierung eingeschlagen wurde, kann nicht zu einer stabilen Zukunft führen, und das ist auch bekannt, sagte Michael Jischa während der Diskussion, die sich an seinen Vortrag anschloß.
(Der Vortrag lehnte sich an die Kapitel 10 und 11 des folgenden
Buches an:
Michael F. Jischa:
Herausforderung Zukunft - Technischer Fortschritt und Globalisierung
Heidelberg, 2005.)
Zum
Referenten
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Bericht der Goslarschen Zeitung, 1. Dezember 2005
Jeder ist ein Knoten im Netz
Klaus Wachlin sprach bei der ESG über Globalisierung
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (tbn). Eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Klaus Wachlin war mehr als zehn Jahre lang der Studentenpfarrer der evangelischen Studentengemeinde Clausthal, bis er im Jahre 1996 nach Stuttgart ging, um dort am Institut für Technikfolgenabschätzung zu arbeiten. Bereits während seiner Clausthaler Zeit lag ihm die interdisziplinäre Verquickung von theologischen und ethischen Begriffen mit denen der Naturwissenschaft und Technik am Herzen. So entstand damals auf Grund seiner und Herrn Professor Michael Jischas Initiative das Forum Clausthal, das im weitesten Sinne als ein Vorläufer der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik angesehen werden kann.
Die interdisziplinären Gespräche und Informationen, die in der ESG nun bereits im neunten Jahr regelmäßig mittwochs geboten werden, können also sogar auf eine noch längere Tradition anregenden und verantwortungsbewußten Gedankenaustauschs an und um die TU Clausthal verweisen; zweifellos ein Aushängeschild der oberharzer Hochschule. Zwei ihrer engagierten Gründerväter in aufeinander folgenden Vorträgen auf dem Programm dieses Wintersemesters zu finden war und ist vielversprechend im wahren Sinne des Wortes. Wer daher mit hohen Erwartungen zu Klaus Wachlins Vortrag mit dem Titel Globalisierung: Begriff und Entstehung erschien, der wurde nicht enttäuscht.
Uraltes Phänomen
Wenn über ein Thema diskutiert wird, so der Referent, dann ist es immer wichtig, zunächst die Begriffe zu klären, über die überhaupt gesprochen werden soll; das gilt für Gespräche aller Art, in besonderem Maße aber für ein Thema, deren Ursachen und deren Wirkungen sich durch alle Bereiche der Gesellschaft und durch alle Weltteile ziehen. Klaus Wachlin zeigte an Hand anschaulicher Statistiken, daß das Wort Globalisierung, das sich noch vor fünfzehn Jahren in kaum einem Lexikon fand, heute in nahezu inflationärem Umfang in den Medien auftaucht. Dabei wurde die Frage aufgeworfen, ob es sich hierbei eigentlich um einen modernen Begriff handele oder ob die sogenannte Globalisierung nicht vielleicht bereits mit der Seidenstraße begonnen habe oder mit Magellans Weltumsegelung, mit der Kolonialzeit oder der Industriellen Revolution, der Auflösung des tatsächlich blockierenden Ost-West-Konfliktes oder dem Eintritt in das Informationszeitalter? Immer schon hat es länderübergreifende Kulturen gegeben, immer schon sind Menschen von einem Kulturkreis in einen anderen eingedrungen, und immer schon gab es sowohl Adaption und Vermischung als auch Unterdrückung und teilweise Auslöschung fremder Kulturen. Globalisierung bedeutet im weitesten Sinne Auflösung von Grenzen und muß zweifellos als eine Folge wirtschaftlich, politisch, moralisch und technisch gegebenen Möglichkeiten angesehen werden.
Knoten im Netz
Die Menschen in einer zunehmend globalisierten Welt sind mehr und mehr miteinander verbunden und voneinander abhängig. Klaus Wachlin machte dies anschaulich, indem er vorschlug, sich die weltweite Vernetzung wörtlich vorzustellen: Wenn nun jemand an seinem Knotenpunkt des Netzes zieht, so wirkt sich das auf alle anderen Knoten aus; auf die naheliegenden stärker, auf die entfernteren schwächer. Welchen Einfluß der Einzelne hat, das hängt davon ab, wie stark er zu ziehen vermag. So wird jeder von uns von diesem Netz beeinflußt und von fremden Kräften hin- und hergezogen. Andererseits aber wirkt sich auch das Handeln jedes Einzelnen von uns auf die ganze Welt aus. Es ist wichtig, sich darüber klar zu werden, daß jeder Mensch bewußt oder unbewußt an der Gestaltung der Welt teil hat und Einfluß ausübt. Gerade die Bürger Europas, so der Referent, sollten sich ihrer Vorreiterrolle bewußt sein und sowohl ethisch vertretbar als auch zukunftsfähig agieren.
Ethisches Handeln ist in erster Linie von der Qualität der Urteilsfindung abhängig, betonte Klaus Wachlin. Daher sei jeder aufgerufen, sich so gut zu informieren, wie er es vermag, und sich für seine Entscheidungen die Zeit zu lassen, der es bedarf, um den nötigen Sachverstand zu bilden. Im Moment des Handelns sei es dann wiederum nötig, Informationen für die Umwelt bereitzustellen, Transparenz des Wissens zu erzeugen, wo eine Auflösung der Handlungsgrenzen bereits vorliege, und so Glauben und Vertrauen zu erzeugen.
Viele Dimensionen
Klaus Wachlin hat in seinem beeindruckenden Vortrag nicht nur den Begriff Globalisierung erklärt, sondern auch Eckpfeiler gezeigt, die dem Einzelnen in seiner Wahrnehmung und in seinen Handlungen als Orientierungshilfe dienen können. Zu den schillernden Dimensionen der Globalisierung, so wurde deutlich, gehören neben politischen und ökonomischen Aspekten auch technische und ökologische. Unsere heutigen technischen Möglichkeiten, aber auch die durch Technik bedingten Zwänge und Abhängigkeiten, denen wir sowie unsere Mitwelt unterliegen, bestimmen in einem hohen Maße, wie eine Zukunft dieser Welt aussehen kann. Sie positiv und nachhaltig mitzugestalten, ist die Aufgabe jedes Einzelnen.
(Dieser Artikel erscheint als Internetausgabe im Vergleich zur Zeitungsversion in durch den Autor leicht erweiterter Fassung.)
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 29. November 2005
Globalisierung durch den technischen Fortschritt
Professor Michael Jischa referiert bei der ESG
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (wok). Mit dem Thema Globalisierung durch den technischen Fortschritt beschäftigt sich ein Vortrag am Mittwoch, 30. November, um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) in der Clausthaler Graupenstraße 1 a. Referent des Abends, der im Rahmen der Reihe Wissenschaft-Technik-Ethik veranstaltet wird, ist Professor Michael Jischa. Der Ingenieur und emeritierte Hochschullehrer ist Präsident der deutschen Sektion des Club of Rome.
Die ESG setzt damit ihre Veranstaltungsreihe fort, die sich bereits in den vorangegangenen Vortragsabenden den Bedeutungsschattierungen des Globalisierungsbegriffs gewidmet hat. Globalisierung ist derzeit in aller Munde. Doch was genau ist damit gemeint? Gibt es historische Vorbilder für wirtschaftliche Globalisierungsprozesse? Welche Folgen wird die rapide technische Entwicklung weltweit haben?
Angetrieben von der beschleunigten Dynamik des technischen Fortschritts befindet sich die Weltgemeinschaft im Übergang von der Industrie- zur Informationsgesellschaft. Die informationstechnische Vernetzung hat Raum und Zeit in einem Maße verdichtet, daß die Globalisierung der Wirtschaft zum Symbol unserer Epoche geworden ist. Zu den bekannten ökologischen Problemen der Welt sind neue getreten - so die digitale Spaltung auf unserer Erde. Michael Jischa wird, basierend auf seinem neuen Buch, die Signaturen dieser Prozesse analysieren, um sich anschließend der Frage zu widmen, wie die Weltgesellschaft diesen Herausforderungen in Zukunft begegnen kann.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 22. November 2005
Globalisierung ist in aller Munde
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Der frühere Studentenpfarrer Klaus Wachlin wird morgen, Mittwoch, in der Evangelischen Studentengemeinde zu Gast sein. Im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik referiert er zum Thema Globalisierung: Begriff und Entstehung.
Klaus Wachlin ist jetzt Pastor in Neuhengstett in Baden-Württemberg und war vorher bei der Akademie für Technikfolgeabschätzung in Stuttgart.
Derzeit in aller Munde, ist der Begriff Globalisierung vor 1990 faktisch unbekannt und in keinem Lexikon zu finden. Inzwischen ist aber eine scharfe Debatte, zu Zeiten gar eine Schlacht, entbrannt zwischen Gegnern und Befürwortern der Globalisierung. Der ehemalige Studentenpfarrer Klaus Wachlin wird versuchen, eine Schneise durch das Dickicht der unterschiedlichen Begrifflichkeiten zu schlagen. Neben der Klärung, wie Globalisierung entstanden ist, wird er auch der Frage nachgehen, wie diese Dynamik gestaltbar sein, wie eine global governance in Wirtschaft, Politik, Technik und Kultur möglich bleiben kann.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Graupenstraße 1a.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 9. November 2005
Kein Weltfrieden ohne Religionsfrieden
Dr. Heiner Wajemann eröffnete die Vortragsreihe Wissenschaft,
Technik und Ethik für das Wintersemester
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (tbn). Am vergangenen Mittwoch startete die Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde ins Wintersemester 2005/06 und damit ins neunte Jahr interdisziplinärer Gespräche und Informationen, die vielen Clausthaler Bürgern, Studenten, Dozenten und Gästen interessante, nachdenkliche und auch bewegende Abende beschert haben. Auch das Programm dieses Semesters, das unter dem Schwerpunktthema Globalisierung steht, verspricht facettenreich und geladen mit Diskussionsstoff zu werden, nicht zuletzt deshalb, weil das Zusammenschrumpfen unserer erlebten Welt zu einem sogenannten globalen Dorf einen jeden etwas angeht und von jedem aus einer eigenen, ganz persönlichen Perspektive erlebt wird.
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Studentenpfarrer Dr. Heiner Wajemann |
Damit Begegnungen friedlich verlaufen, ist es nötig, sich zu verständigen und sich zu verstehen; um Frieden zwischen Religionen und Kulturen zu schaffen und zu erhalten, ist es nötig, das Fremde in ihnen kennenzulernen. Dies ist nur durch Gedankenaustausch im wahrsten Sinne des Wortes möglich, durch Dialog. Auch eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist ohne diesen verständnisfördernden Dialog nicht möglich, wodurch er auch aus rein wirtschaftlicher Sicht zur Notwendigkeit erhoben werden muß.
Um dem Auditorium das Fremde der Weltreligionen näherzubringen, stellte Dr. Wajemann zunächst die Gemeinsamkeiten aller großen Glaubensgemeinschaften heraus. Es mag für machen Zuhörer erstaunlich gewesen sein, daß die grundlegenden Fragen des Menschen und seine Wege auf der Suche nach Antworten auf der ganzen Welt und in allen Kulturen etwa die gleichen sind. So sind die drei Grundfragen jeder Religion folgende: Woher? Wozu? Wohin? Diese Fragen stellt sich der Mensch nicht nur in Bezug auf sein eigenes Schicksal, sondern auch in Bezug auf das Schicksal der Welt, die er erlebt. In allen Kulturen haben die Menschen Antworten auf diese Fragen in der Religion gesucht.
Der Glaube, der in den verschiedenen Regionen der Welt und verschiedenen Phasen der Geschichte entstanden ist, unterscheidet sich, doch gibt es keinen Unterschied in der Ethik der fünf Weltreligionen: Juden, Christen und Muslime fordern eine Ethik der Nächstenliebe, Hinduisten und Buddhisten eine Ethik des Mitleids mit der Kreatur, zwei Spielarten des gleichen ethischen Gedankens, der aus den Fragen nach Ursprung (Woher?), Sinn (Wozu?) und Ziel (Wohin?) des Seins entstanden sein muß.
Aber nicht nur die Gemeinsamkeit der Ethik macht die fremden Religionen vertrauter, auch der Weg, der auf der Suche nach Antworten eingeschlagen wurde, zeigt erstaunliche Übereinstimmungen: Alle Religionen haben sich nach Bergen oder (in der nördlichen Hemisphäre) nach dem Polarstern ausgerichtet, da sie Fixpunkte in der sich bewegenden und wandelnden Welt darstellen, da das Göttliche stets als Festes und Unwandelbares verstanden wurde, als ein Halt. Alle Religionen verehren das Licht als Zeichen des Guten und Dunkel, Kälte und Leere als Zeichen des Bösen und Gefährlichen, weshalb beispielsweise beinahe alle christlichen Kirchen den Altar im Osten, das Geläut aber im Westen haben. Und schließlich haben alle Religionen die Verbindung zwischen Mensch und Gott durch das Wort und den Ton gesucht, von der Tora bis zum Koran und von bachscher Orgelmusik bis zum Om der tibetanischen Buddhisten.
Herr Dr. Wajemann füllte diese ambitionierte Annäherung mit zahlreichen Beispielen aller Weltreligionen aus, erläuterte einige Unterschiede und kehrte immer wieder zu Gemeinsamkeiten zurück. Der Versuch, einen Schritt aufeinander zu zu initiieren und zu einem Verständnis des Fremden, das in einer globalisierten Welt immer näher rückt, dürfte gelungen sein.
Am kommenden Mittwoch wird Prof. Dr. Wolter aus Clausthal zum Thema Fürchtet Euch nicht..., denn Ihr seid besser, als Ihr meint! sprechen. Der Vortrag findet wie üblich ab 19.30 Uhr in den Räumen der ESG in der Graupenstraße statt.
(Dieser Artikel erscheint als Internetausgabe im Vergleich zur Zeitungsversion in durch den Autor leicht erweiterter Fassung.)
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 8. November 2005
ESG-Reihe wird fortgesetzt
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik, zu der die Evangelische Studentengemeinde (ESG) einlädt, trägt Prof. Dr. Albrecht Wolter, Institut für Nichtmetallische Werkstoffe der TU Clausthal, seine Gedanken zum Leitthema Globalisierung vor. Sein Vortrag trägt den Titel Fürchtet Euch nicht..., denn Ihr seid besser, als Ihr meint!
Wolter fragt, wie man angesichts ernster Bedrohungen unserer Zivilisation dennoch den Blick für die Segnungen unserer Zeit nicht verliert. Während uns die Welt noch immer für stark hält, sind wir selbst oft vom Gegenteil überzeugt. Was können wir tun? Wie sollen junge Menschen Zuversicht für ihren Weg finden? Seine These: Globalisierung hat auch etwas mit Erwachsenwerden zu tun. Beginn ist um 19.30 Uhr in der ESG, Graupenstraße 1 A.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 1. November 2005
Vortragsreihe der ESG beginnt
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die evangelische Studentengemeinde (ESG) bietet im Wintersemester wieder die Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik an. Morgen, Mittwoch, spricht Studentenpfarrer Dr. Heiner Wajemann zum Thema Weltreligionen. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG in der Graupenstraße. Zur Globalisierung wird im 21. Jahrhundert auch gehören, daß die Religionen und Konfessionen sich mehr und mehr austauschen werden.
Im Vortrag über die fünf Weltreligionen wird Studentenpfarrer Dr. Wajemann die drei monotheistischen Religionen - das Judentum, das Christentum, den Islam - sowie Hinduismus und Buddhismus kurz vorstellen, auf gemeinsamkeiten hinweisen und versuchen, den interreligiösen Dialog unter dem Focus darzustellen: Kein Weltfrieden ohne Religionsfrieden.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 25. Juli 2005
Bajan-Spieler zu Gast in der ESG
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Für ein Sonderkonzert mit dem weißrussischen Bajan-Spieler Bogdan Berjozkin hält die Evangelische Studentengemeinde (ESG) an ihrem Mittwochstermin um 19.30 Uhr fest. Der Künstler aus Minsk gastiert am 27. Juli ab 19.30 Uhr in den Räumen der ESG in der Graupenstraße 1a.
Auf dem Programm stehen unter anderem folgende Werke:
Toccata für Orgel und Fuge d-moll von Johann Sebastian Bach, Sonate E-Dur und Sonate d-moll von Domenico Scarlatti, Winter aus dem Zyklus Die vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi und Drei ungarische Tänze von Johannes Brahms.
Bogdan Berjuzkin wurde 1975 in Schadrinsk/Sibirien geboren. Von 1988 bis 1990 studierte er an der Musikschule St. Kobrin in Weißrußland das russische Bajan. Nach einem Studium im Musikkolleg St. Brest von 1990 bis 1994 folgte bis 2000 ein Studium an der staatlichen Musikakademie in Minsk. Auslandsgastspiele gab er in den Niederlanden und in Deutschland. Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Spende gebeten.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 13. Juli 2005
Zum Thema Endlagerung radioaktiver Abfälle - Was passiert im Ausland? referiert Prof. Dr.-Ing. Klaus Kühn von der TU Clausthal auf Einladung der Ev. Studentengemeinde (ESG) Clausthal am heutigen Mittwoch in den Räumen der ESG in der Graupenstraße 1a in Clausthal-Zellerfeld. Beginn ist um 19.30 Uhr.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 5. Juli 2005
Die Träume der Reisenden und der Alltag der Bereisten
Ehemaliger Inselseelsorger referiert zum Tourismus
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Was macht der Tourismus mit den Menschen? - so lautet das Thema des Vortrags, den Pastor i. R. Klaus von Mering auf Einladung der Evangelischen Studentengemeinde Clausthal (ESG) am Mittwoch, 6. Juli, hält. Der Vortrag im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG in der Graupenstraße
Urlaub, für die meisten Menschen ist das gleichbedeutend mit eigentlichem Leben. Floskeln wie die Seele baumeln lassen, hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein, oder die schönsten Wochen des Jahres versuchen, das Uraussprechliche in Worte zu fassen. Was passiert mit uns im Urlaub? Arbeitgeber, öffentliche wie private, werben an Urlaubsorten gern mit dem Slogan Arbeiten wo andere Urlaub machen. Wissen sie eigentlich, was sie damit sagen? Und wenn ja: Was werden sie tun, wenn der solchermaßen angelockte Mitarbeiter später entdeckt, worauf er sich da eingelassen hat?
Klaus von Mering war fast 25 Jahre lang Seelsorger auf der Nordseeinsel Langeook und war Vikarsvater von Studentenpfarrer Dr. Heiner Wajemann. Er kennt die Träume der Reisenden ebenso wie die Last der Bereisten. Er berichtet darüber nicht in trockenem Soziologendeutsch, sondern in den bunten Bildern des Inselalltags. In seinem Vortrag wird der Pastor im Ruhestand den Harz- und den ostfriesischen Inseltourismus in den jeweils verschiedenen Ausprägungen in Beziehung setzen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 29. Juni 2005
Multikulturelles Zusammenleben
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik, zu der die Evangelische Studentengemeinde Clausthal (ESG) heute, Mittwoch, einlädt, spricht Dr. Alfred Schuster aus Clausthal-Zellerfeld über das multikulturelle Zusammenleben. Beginn ist um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG, Graupenstraße 1a.
Alfred Schuster wird auf Grund eigener Erfahrungen über das Zusammenleben von Menschen verschiedener Sprachen, Konfessionen und Kulturen berichten.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 21. Juni 2005
Was ist Dichtung und was ist die Wahrheit
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der evangelischen Studentengemeinde referiert Dr. Heiner Grimm aus Clausthal am morgigen Mittwoch, 22. Juni, über das Thema Informationsgesellschaft - Was soll ich glauben?
Schon immer tauschten Menschen Informationen aus. Im Verlauf der Geschichte wuchsen die Menge des verfügbaren Wissens und sein Einzugsbereich mehr und mehr an, was zur heutigen Informationsgesellschaft führte, in der eine fast unüberschaubare Menge an Information innerhalb kürzester Zeit verfügbar ist.
Doch mit der Informationsmenge wuchs auch die Menge an Desinformation, und es wird zunehmend schwieriger, Wahres und Unwahres voneinander zu trennen, heißt es in einer Ankündigung zu der Veranstaltung.
Der Referent wird besonders der Frage nachgehen, welche Möglichkeiten dem Einzelnen bei seinem Versuch, Dichtung und Wahrheit zu unterscheiden, zur Verfügung stehen.
Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG, Graupenstraße 1a.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 15. Juni 2005
Ein Besuch beim Herrn der Ringe
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik referiert Dipl.-Ing. Dieter Mertig heute, Mittwoch, über den Herrn der Ringe, den Saturn.
Am 15. Oktober 1997 wurde die Sonde Cassini gestartet. Ihr Ziel war der zweitgrößte Planet des Sonnensystems, der Gasriese Saturn mit seinem wohl einmaligen Ringsystem. Daneben umkreisen eine Reihe von Monden den sehr auffälligen Saturn. Titan, der größte Mond, ist der einzige Satellit im Sonnensystem mit einer dichten Atmosphäre mit hohem Stickstoffanteil - wie die Erde.
Am 25. Dezember 2004 wurde die Landesonde Huygens von der Muttersonde Cassini abgetrennt und landete planmäßig am 14. Januar auf dem rätselhaften Titan, um seine Erforschung zu beginnen. Es werden wertvolle Hinweise auf die Frühgeschichte der Sonne und ihrer Planeten erwartet - einschließlich der Erde.
Beginn ist um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 8. Juni 2005
ESG-Vortrag über Bioressourcen
Prof. Dr. Gerhard Ziegmann referiert heute abend
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Nachdem vorige Woche Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff zu Gast war, spricht heute Professor Dr. Gerhard Ziegmann von der TU Clausthal, Institut für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik (PuK), über Bioressourcen der Erde. Gerhard Ziegmann ist Gast der evangelischen Studentengemeinde (ESG) und referiert im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik.
Fossile Ressourcen
Die begrenzte Verfügbarkeit der fossilen Ressourcen ist lange bekannt und wird in Krisenzeiten durch die Importabhängigkeit immer wieder ins Bewußtsein gerufen, heißt es in einer Ankündigung der ESG zu dem heutigen Abend.
Diese Abhängigkeit ist die Triebfeder für neue Ansätze zur Nutzung der vorhandenen Bioressourcen. Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten ist nahezu unüberschaubar von der energetischen Nutzung bis hin zum Einsatz in technischen Applikationen, heißt es in der ESG-Mitteilung weiter.
Im Anschluß Diskussion
In einigen ausgewählten Bereichen der technischen Nutzung sollen sowohl Chancen als auch die Einsatzgrenzen näher beleuchtet werden. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der evangelischen Studentengemeinde in der Graupenstraße. Im Anschluß an den Vortrag besteht wie gewohnt die Gelegenheit zur Diskussion mit dem Referenten.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 3. Juni 2005
Starke Schultern müssen mehr tragen
Über die schwere Vereinbarkeit von christlicher Verantwortung
in der Politik sprach Ministerpräsident Christian Wulff (CDU)
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Studentenpfarrer Dr. Heiner Wajemann (rechts) leitete die rege Diskussion mit Ministerpräsident Christian Wulff. |
Als bestes Beispiel für die schwere Vereinbarkeit von christlichem Handeln in der Politik nannte er die Streichung des Landesblindengeldes. Dieser Sachverhalt gehöre zu den komplexen Themen, die sich kaum vermitteln lassen, meinte Wulff. Dennoch nutzte er die Gelegenheit dazu: Von 11.000 Blinden in Niedersachsen seien rund drei Viertel altersblind, das bedeute, daß die Menschen in der Regel in der Rente seien und Reichtümer angehäuft hätten. Deswegen müsse es erlaubt sein, nach der Bedürftigkeit zu fragen. Aus der christlichen Verantwortung heraus müssen die starken Schultern mehr tragen als die schwachen, sagte der Ministerpräsident.
Meinung geändert
Dieses Bild zog er noch öfter an diesem Abend als Vergleich heran, etwa bei der Rechtfertigung der Studiengebühren, die die Diskussion im Anschluß beherrschten. Er gestand ein, seine Meinung geändert zu haben. Früher sei er auch gegen die Studiengebühren gewesen. Aber jeder Meister muß seine Ausbildung selbst bezahlen, warum muß dann ein zukünftiger Mediziner seine nicht zahlen? Zudem erwartet er durch die Einführung von Studiengebühren kürzere Studienzeiten und ein qualitativ hochwertiges Studium. Es zahle sich letztlich aus.
Mehrere Anfragen aus dem Publikum, zu dem ausgesprochen viele Studenten gehörten, nahm Wulff als Anregung mit nach Hannover, um daran zu arbeiten. Dazu gehörte etwa auch die Frage nach der Bewertung der Größe einer Uni in einem Ranking. Eine Studentin meinte, daß viele Abgänger einer Massenuniversität den Ruf in der Wirtschaft stärker beeinflußten, als wenige Absolventen einer kleineren Uni, wie etwa der Technischen Universität Clausthal, ohne etwas über die Qualität auszusagen. Diese Kritik nahm Wulff an und stimmte auch zu, daß die Wirtschaft nicht komplett die Bildung beeinflussen dürfe.
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Nach dem Vortrag stellten einige der rund 300 Zuhörer kritische Fragen an den Ministerpräsidenten. |
Noch sichtlich beeindruckt von seiner China-Reise, sagte der smart wirkende Ministerpräsident: Clausthal ist für viele der Nabel der Welt. Sie können selbstbewußt sein. Ein Uni-Präsident in China habe ganz stolz erzählt, daß er seine Karriere dem Studium an der TU zu verdanken habe. Ohne Parteibuch an die Spitze einer chinesischen Universität zu kommen, sei eine Ausnahme.
Auch von den Erlebnissen des Kirchentages zehrte Wulff noch: Dieser habe gezeigt, daß Christen einen erheblichen Beitrag zur Demokratie leisten können. Demokratie ist eine Kultur, die in einer Gesellschaft von unten wachsen muß. Starke Schultern müssen nicht nur die schwachen tragen. Führungskräfte müssen auch Mäßigung vorleben. Dann seien die Kürzungen auch für die Schwächeren in der Gesellschaft nachvollziehbar.
(Artikel und Photos von Julia Brünner)
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 27. Mai 2005
Wulff zu Gast bei zwei Terminen
Ministerpräsident besichtigt Marktkirche und referiert auf Einladung
der evangelischen Studentengemeinde
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (oli). Ministerpräsident Christian Wulff, der kürzlich mit TU-Präsident Edmund Brandt auf Chinareise war, kommt nach Clausthal-Zellerfeld. Nächsten Mittwoch, 1. Juni, wird der Christdemokrat um 17 Uhr die Marktkirche besuchen und danach als Gast der evangelischen Studentengemeinde (ESG) im Cutec-Institut referieren.
Von 19.45 Uhr an spricht Niedersachsens Ministerpräsident im Rahmen der ESG-Reihe Wissenschaft - Technik - Ethik zum Thema Politik in christlicher Verantwortung. Nachdem im Januar Oppositionsführer Sigmar Gabriel (SPD) Gast der ESG war, folgt nun der Regierungschef. Bereits im Oktober vorigen Jahres war es den Verantwortlichen gelungen, eine Zusage von Christian Wulff zu erhalten.
Drei Kernpunkte wird der Politiker in seinem Referat behandeln, dem sich eine von Studentenpfarrer Dr. Heiner Wajemann moderierte Diskussion anschließt: Wulff wird über die Verantwortung des Einzelnen, über die Bedeutung des Ehrenamtes und des christlichen Menschenbildes sprechen. Im Anschluß an Vortrag und Diskussion laden ESG-Heimsprecher Erik Möllmann und Studentenpfarrer Wajemann zu einem Empfang ins Cutec-Foyer.
Als Ministerpräsident ist es der erste Besuch Wulffs in Clausthal-Zellerfeld, 1997 nahm er als Oppositionsführer am Harzer Schärper teil. Voriges Jahr übernahm er die Schirmherrschaft für die Marktkirche. Erst kürzlich unterstützte das Land die umfangreiche Sanierung mit 200.000 Euro aus Denkmalpflegemitteln. Vor dem Regierungswechsel in Hannover hatte der damalige Wissenschaftsminister Oppermann (SPD) die Schirmherrschaft inne.
Eva-Maria Eilhardt-Braune vom Amt für Bau- und Kunstpflege der Landeskirche Hannovers wird den Ministerpräsidenten am Mittwoch vor seinem Termin im Cutec-Institut über den Stand der Arbeiten in der Kirche unterrichten. Wer will, kann sich an der Führung beteiligen, an der unter anderem auch Bürgermeister Michael Austen, Verwaltungschef Walter Lampe und der Vorsitzende des Marktkirchenfördervereins, Lothar Lohff, sowie Vertreter des Kirchenvorstands teilnehmen werden. Die Gäste werden um 17 Uhr in der Kirche begrüßt.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 11. Mai 2005
Drushba heißt Freundschaft
Stefan Zimmer berichtete von deutsch-russischen Beziehungen
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (tbn). Unter dem Titel 1945 - Kapitulation oder Befreiung zeigte der Kameramann Stetan Zimmer am vergangenen Mittwoch zwei von ihm gedrehte Dokumentarfilme im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik in der Evangelischen Studentengemeinde. Dabei ging es nicht so sehr um das Ende des zweiten Weltkrieges, als vielmehr um das Verhältnis der Bürger der ehemaligen DDR zu ihren Besatzern, den Sowjetstreitkräften.
Auf sehr persönliche Weise schilderte Stefan Zimmer nicht nur Anekdoten zu Entstehung der Filme, sondern auch sein ganz eigenes Verhältnis zu Menschen, die ganz langsam von fremden Unbekannten zu befreundeten Vertrauten wurden. Das begann schon, als der 1957 in Clausthal-Zellerfeld geborene Zimmer als Kind von Torfhaus aus auf den Brocken blickte und sich fragte, wer die da drüben eigentlich seien. Er war sicherlich nicht das einzige westdeutsche Kind, das sich diese Frage im Angesicht der deutsch-deutschen Grenze stellte; Stefan Zimmer sprach einer ganzen Generation aus der Seele, die durch eine Mauer und die Weltpolitik der Hälfte ihrer Heimat entfremdet wurde, Hälften, die sich auch heute manchmal noch schwertun beim erneuten Zusammenwachsen und einander Verstehen. Zu diesem Verständnis hat Stefan Zimmer mit seinen Filmen und seinem Vortrag einen Beitrag geleistet.
Ende der siebziger Jahre verließ Stefan Zimmer den Oberharz und machte eine Ausbildung zum Regie- und Kamera-Assistenten. Er arbeitete für den WDR, NDR, RTL und Sat1, bevor er 1989 nach Berlin ging, wo er für RIAS-TV tätig war. Von 1991 bis 2000 war er als Autor und Regie-Kameramann mit eigenem Produktionsequipment selbständig und drehte Dokumentarfilme, Kulturmagazine und Kinofilme.
Beinahe zufällig lernte der Kameramann im Jahre 1991 zwei Herren kennen, die der Deutsch-Sowjetischen Freundschaftsgesellschaft angehörten, einer Institution, die von den Organen der Staatsführung der DDR eingerichtet worden war, nun aber allein durch das Engagement ihrer Mitglieder weiterexistierte. Stefan Zimmer bekam Einblick in ehrlich empfundene Freundschaft dieser Menschen zu ihren Besatzern, einer Freundschaft, die sich der Junge, der in den sechziger Jahren von Torfhaus aus zum Brocken blickte, sicherlich schwerlich hätte vorstellen können.
Vielen im Westen erging es so, die Russen waren bis zum Untergang der Sowjetmacht klischeehaft oft als böse verrufen, danach schienen sie sich beinahe klammheimlich ins Unbekannte davongemacht zu haben. Um so beeindruckender wirkten Zimmers Filme, die nicht nur deutsch-sowjetische Freundschaften portraitierten, sondern auch eine der letzten Abteilungen der Roten Armee während ihrer letzten Tage in Deutschland begleiteten. Als Sieger sind sie gekommen, als Verlierer gehen sie, so drückt es ein Bahnarbeiter aus, während das militärische Gerät auf Züge verladen wird, Züge, denen melancholisch nachgewunken wird. Überhaupt wirken diese Bilder, die während der letzten Tage derer, die vor sechzig Jahren unsere Befreier waren, bedrückend. Heute ist es das sowjetische System, das kapituliert hat, und doch kommt keine Siegesfreude auf, wenn eine kleine Abteilung noch sowjetischer Soldaten auf der Leinwand unsicher und beinahe verschämt zum letzten Mal vor dem Denkmal der gefallenen Soldaten der Roten Armee dem Ende des Großen Vaterländischen Krieges an einem 9. Mai Anfang der neunziger Jahre gedenkt.
Die Abteilung, die Stefan Zimmer begleitete, wurde nach Wolgograd verlegt, das ehemalige Stalingrad, von wo aus der Siegeszug der Roten Armee ihren Anfang nahm. Die Deutsch-Sowjetische Freundschaftsgesellschaft existiert noch heute unter dem Namen Verein der Freunde der russischen Völker und ist auch in diesem Jahr zu den Feierlichkeiten des Kriegsendes nach Rußland gereist. Drushba heißt Freundschaft.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 10. Mai 2005
Wie wird das Weltalter bestimmt?
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Unser expandierendes Universum - oder: Wie alt ist die Welt? - Über dieses Thema spricht Prof. Dr. Karl-Heinz Lotze aus Jena morgen, Mittwoch, in der evangelischen Studentengemeinde Clausthal, Graupenstraße 1a.
Während noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Ansicht vorherrschte, das Universum sei der Inbegriff von Unveränderlichkeit und Ewigkeit, gilt heute die Erkenntnis, daß es sich wandelt und eine Geschichte hat, zu den wichtigsten naturwissenschaftlichen Einsichten. Obwohl sich der größte Teil seiner Geschichte ohne die Gegenwart der Menschen ereignete, können Wissenschaftler ein erstaunlich widerspruchsfreies Bild von Aufbau und Entwicklung des Weltalls entwerfen und dessen Alter mit 13,7 Milliarden Jahren angeben.
Im Vortrag wird erklärt, was unter Weltalter zu verstehen ist und wie dieses bestimmt wird. Es wird auch berichtet, daß neue Fragen entstehen. So ist unbekannt, welcher Art der größte Teil der Materie ist, die das Universum erfüllt. Die Veranstaltung im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik beginnt um 19.30 Uhr. Im Anschluß besteht Gelegenheit zur Diskussion.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 3. Mai 2005
Zwei Filme laden Nachdenken über DDR-Zeit ein
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. 1945 - Kapitulation oder Befreiung, unter diesem Titel zeigt der Clausthaler Kameramann und Filmemacher Stefan Zimmer morgen, Mittwoch, 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde zwei Dokumentarfilme, die 1991/92 entstanden sind.
Am 8. Mai 1945 gegen 23 Uhr unterzeichneten die letzten Heerführer der Wehrmacht in Berlin-Karlshorst die Kapitulationsurkunden. Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Nach Moskauer Zeit ist es bereits der 9. Mai, der Tag, der von nun an als Tag des Sieges in die russische Geschichtsbücher eingehen wird. Knapp 50 Jahre später verlassen die letzten Sieger deutschen Boden, das Land der ehemaligen DDR. Die Geschichte hat es so gewollt.
In einem der Filme erinnert ein letzter Truppenteil der ehemaligen Roten Armee mit einer Abordnung der einstigen Deutsch-Sowjetischen Freundschaft auf einem Soldatenfriedhof an den Tag des Sieges. Der zweite Film setzt sich mit dem Freundschaftsbegriff zweier Männer auseinander, die während der Besatzungszeit den zivilen Kontakt zu den Streitkräften pflegten. 60 Jahre nach Kriegsende laden diese beiden Filme dazu ein, über das Verständnis und den Umgang mit der Nachkriegs-Geschichte in der DDR nachzudenken.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 27. April 2005
Erworbenes Wissen weiterentwickeln
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Mit einem Vortrag von Prof. Dr. Thomas Hanschke zum Thema Studium und Beruf wird die Vortragsreihe der Evangelischen Studentengemeinde Wissenschaft, Technik und Ethik heute, Mittwoch, fortgesetzt.
In diesem Vortrag geht es um die Frage, inwieweit das an der Universität erworbene Wissen im beruflichen Umfeld zur Entfaltung gebracht und adäquat weiterentwickelt werden kann. Das von vielen Unternehmen beklagte qualifikatorische Mismatch erweist sich nur allzu oft als Folge einer undifferenzierten Personalplanung und einer Fehleinschätzung von Anforderungs- und Qualifikationsprofilen.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG, Graupenstraße 1a.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 26. April 2005
Lernen von Benedikt
Dr. Heiner Wajemann sprach über soziale Kompetenz und Management
CLAUSTHAL--ZELLERFELD (tbn). Mit einem Vortrag über Benedikt, seine Regeln für das mönchische Leben und deren Gültigkeit bis heute eröffnete Studentenpfarrer Dr. Heiner Wajemann ein weiteres Semester der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik. Natürlich hatte niemand mit der Aktualität gerechnet, die dieser Titel durch die tags zuvor erfolgte Papstwahl erhalten hatte. Doch um Benedikt XVI ging es diesmal nicht, sondern um Benedikt von Nursia, den Stifter des Benediktinerordens.
Zunächst skizzierte Heiner Wajemann das Leben Benedikts, des Gesegneten, der etwa im Jahre 480 bei Nursia in Umbrien geboren wurde. Von Dekadenz und moralischem Niedergang abgeschreckt, entschied er sich, die Welt zu verlassen und etwa drei Jahre lang in einer Höhle bei Subiaco zu leben. Askese bedeutet das Üben, betonte der Vortragende, und Benedikt übt gleich den Vorbildern aus der heiligen Schrift den Widerstand gegen weltliche und teuflische Versuchungen und körperliches Leiden. Als Benedikt die ersten Klöster in der Gegend von Subiaco gründete, vollzog sich eine Wandlung: Hatte er sich vorher von der Welt abgekehrt, so wendete er sich ihr nun zu, ihrem Leid und ihren Nöten.
Bei Gründung des Klosters Monte Cassino im Jahre 529 - Benedikt von Nursia erbaute es und leitete es bis zu seinem Tod im Jahre 547 - war er bereits ein Abt, der viele Menschen in seinen Bann zog. Hier entstand die Regel, nach der die Mönche leben sollten. Sie ist nicht die erste Mönchsregel, etwa dreißig ihrer Art hat es wohl damals gegeben, doch zeichnet sie sich aus durch das Ablegen des Pessimismus zugunsten des Vertrauens in das Gute im Menschen. Benedikts Regel ist ein Beleg für die Weisheit, die er aus seiner Selbsterkenntnis gezogen hat, die Früchte seines Übens. Diese Regel hat sich 1500 Jahre lang als Wegweiser nicht nur für Mönche bewehrt.
Einer von Benedikts Schülern wird später Papst Gregor I, einer der wenigen Päpste, die den Beinamen der Große erhielten. Gregor wurde nicht von Kardinälen gewählt, sondern vom Volke Roms. Sein großer Verdienst war die Christianisierung Englands. Außerdem schrieb er eine Biographie seines Lehrers, und nur so ist uns das Leben des Verfassers der Regel des Benedikt überhaupt bekannt geworden.
Benediktinerklöster setzten sich im ganzen westlichen Abendland durch. Sie waren stets um Unabhängigkeit bemüht, auch heute verzichten sie auf Einnahmen durch die Kirchensteuer. Daher wurden neben dem Gebet die Arbeit, wissenschaftlichen Tätigkeiten und die Bewahrung von Wissen betrieben, ganz gemäß der bekanntesten der benediktinischen Regeln: Ora et labora. So ist beispielsweise das Benediktinerkloster Maria Lach, in dem Konrad Adenauer die Jahre 1942 bis 1945 verbrachte, für sein Gießereihandwerk bekannt.
Das 7-S-Modell für Manager
Was können wir aber heute noch von Benedikt lernen? Studentenpfarrer Wajemann erstaunte das Publikum mit einem Schaubild, wie es in Managementkursen Verwendung findet, und mit der Nachricht, daß einige große Industriekonzerne heute ihre Führungskräfte nach der Regel des Benedikt unterweisen. Ein Blick in die Regel macht deren Aktualität nach anderthalb Jahrtausenden begreiflich: Für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber finden sich dort Richtlinien, die aus einem modernen Gesetzbuch zum Arbeitsrecht stammen könnten. Nicht nur die genaue Bestimmung, nach der ein Arbeitnehmer im Falle von Fehlverhalten abgemahnt und im Notfall gekündigt werden kann, sondern auch die Regel, nach der Arbeitgeber die Leistung ihrer Untergebenen beurteilen und belohnen sollten hat schon Benedikt niedergeschrieben. Es finden sich Bestimmungen, die das Arbeitsklima motiviert und frei von Neid erhalten genauso wie Ermahnungen, die eine gestörte Kommunikation innerhalb des Betriebs und damit Ineffektivität verhindern sollen. Von Betriebsräten ist die Rede und Arbeitsgruppen, Dienstbesprechungen und Führungshirarchien - lediglich eine kleine Übersetzung der klösterlichen Begriffe in betriebswirtschaftliche Termini ist erforderlich um die Regel des Benedikt heute sofort anwendbar zu machen.
Dr. Heiner Wajemann hat dem Publikum nicht nur das Leben im mittelalterlichen Kloster vor Augen geführt, sondern gleichzeitig einen Einblick in modern geführte Industriebetriebe geliefert. Daß die Regel des Benedikt auch ein Leitfaden für das alltägliche Leben sein kann, haben wohl viele Zuhörer mit nach Hause genommen.
(Dieser Artikel erscheint als Internetausgabe im Vergleich zur Zeitungsversion in durch den Autor leicht erweiterter Fassung.)
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 20. April 2005
Vortragsreihe der ESG beginnt heute
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die evangelische Studentengemeinde (ESG) bietet im Sommersemester wieder ihre Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik an. Den Anfang macht Studentenpfarrer Dr. Heiner Wajemann. Heute, Mittwoch, spricht er zum Thema Soziale Kompetenz: Lernen von Benedikt.
Wer führen will, muß zuerst sich selbst führen - dieses Motto in Abwandlung von der Klosterregel des Benedikt von Nursia (6. Jahrhhundert) liegt dem Referat zugrunde.
Seit über 1500 Jahren haben Menschen mit dieser Regel zusammengelebt, die noch aktuelle Aussagen zum Thema Management, soziale Kompetenz und Selbstwahrnehmung bringt.
Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr in der ESG, Graupenstraße 1a.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 13. April 2005
Christian Wulff als Gastreferent
Wissenschaft, Technik und Ethik-Reihe beginnt am 20. April
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (jub). Prominentes Zugpferd der Wissenschaft, Technik und Ethik-Reihe ist in diesem Sommersemester der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff, der am 1. Juni über Politik in christlicher Verantwortung spricht. Studentenpfarrer Dr. Heiner Wajemann vom evangelischen Studentenzentrum hat wieder interessante Themen und Referenten gefunden.
Studium und Beruf
Den Beginn übernimmt der Studentenpfarrer am 20. April selbst. Soziale Kompetenz: Lernen von Benedikt lautet sein Thema. Der folgende Vortrag betrifft direkt die Lebenswelt der Studenten: Über Studium und Beruf referiert der Clausthaler Professor Dr. Thomas Hanschke am 27. April.
Mit dem Kriegsende beschäftigt sich Stefan Zimmer, der unter dem Titel 1945 - Kapitulation oder Befreiung im Rahmen der Vortragsreihe am 4. Mai Dokumentarfilme zeigt. Die Frage Wie alt ist die Welt? versucht Professor Dr. Karl-Heinz Lotze aus Jena am 11. Mai zu beantworten. Daraufhin folgt der Vortrag von Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff, der im Cutec-Institut stattfindet. Professor Dr. Gerhard Ziegmann aus Clausthal-Zellerfeld setzt die Reihe mit einem Referat über Bioressourcen der Erde am 8. Juni fort.
In Anspielung auf den Bestseller referiert Diplom-Ingenieur Dieter Mertig aus Wedel am 15. Juni über Herr der Ringe - Der Saturn. Am 22. Juni steht das Referat von Dr. Heiner Grimm aus Clausthal zum Thema Informationsgesellschaft - was soll ich glauben? auf dem Programm. Der Gastreferent Professor Dr. Frieder Scheller aus Potsdam spricht dann am 29. Juni über Biosensoren und Biochips.
Radioaktive Abfälle
Für die Region wird auch der Vortrag Tourismus und Mensch von Klaus von Mering (Langeoog) am 6. Juli von Interesse sein. Mit der Endlagerung radioaktiver Abfälle beschäftigt sich der Clausthaler Professor Dr. Klaus Kühn am 13. Juli. Zu Beginn der Semesterferien beendet Dr. Alfred Schuster, ebenfalls aus Clausthal, am 20. Juli die Reihe mit dem Thema Multikulturelles Zusammenleben.
Die interdisziplinären Gespräche und Informationsabende beginnen immer mittwochs um 19.30 Uhr in der evangelischen Studentengemeinde (ESG), Graupenstraße 1a.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 8. Februar 2005
Muslime und Christen im Gespräch
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der Evangelischen Studentengemeinde wird morgen, Mittwoch, um 19.30 Uhr ein interreligiöses Gespräch für Muslime und Christen angeboten.
Prof. Dr. T. Khella aus Hamburg wird als Agypter und koptischer Christ über das Thema Christologie des Koran referieren. Er wird interessante Ausführungen über die Sicht des Christus und Jesus von Nazareth in der Buchreligion des Islam machen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 2. Februar 2005
Vortrag über die freie Stromwahl
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Vortragsreihe der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) Wissenschaft, Technik und Ethik wird heute, Mittwoch, fortgesetzt. Die Biologin Bettina Dannheim referiert zum Thema Ökostrom: einfach, gut und sicher. Seit 1998 kann der Kunde in Deutschland den Stromanbieter frei wählen. Bis Ende vorigen Jahres haben etwa 500 000 Kunden zu einem Ökostrom-Anbieter gewechselt, rund ein Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung. Bettina Dannheim, Energiereferentin von Robin Wood, berichtet über die Stromwechsel-Kampagne der Umweltorganisation.
Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG in der Graupenstraße.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 26. Januar 2005
ESG-Vortrag: Geld regiert die Welt
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Ev. Studentengemeinde lädt heute, 19.30 Uhr in der Graupenstraße, wieder zur Vorlesungsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik ein.
Prof. Dr. Gerhard Wegner hat als Theologe 2000 die EXPO und den Christus-Pavillon betreut. Seit Januar 2005 ist er der Leiter des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche Deutschlands in Hannover. Er wird einen Vortrag mit dem Titel Spiritualität und Geld halten und darüber sprechen, daß Geld die Welt regiert. Durchdringt das Denken an Geld unser ganzes Leben?
Bericht der Goslarschen Zeitung, 22. Januar 2005
Sparmaßnahmen sind ein Fehler
Sigmar Gabriel fordert in der ESG-Vortragsreihe mehr Mut, etwas Neues
auszuprobieren.
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (abe). Mit der Einladung des SPD-Fraktionschefs im Niedersächsischen Landtag, Sigmar Gabriel, ist es der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) gelungen, die hochkarätige Vortragsreihe über Wissenschaft, Technik und Ethik um ein Stück Bundespolitik zu bereichern. Der Vizepräsident für Studium und Lehre der TU Clausthal, Prof. Thomas Hanschke, bezeichnete den Politiker als treue Seele, was das Verhältnis zur TU Clausthal betrifft.
Die TU sei immer noch ein Juwel, bekräftigte Gabriel. Den Veränderungen hätte sie sich sehr früh gestellt, wozu sie als kleine Uni gezwungen gewesen sei.
Im Rückblick auf ein Treffen mit chinesischen Politikern sagte Gabriel: Die TU Clausthal genießt hohe Akzeptanz in China. Dabei verwies er auf die große Zahl chinesischer Studenten in der Bergstadt.
Mittel besser verteilen
Die Sparmaßnahmen, von denen auch die Hochschule stark betroffen ist, seien aus seiner Sicht ein Fehler. Es sei schlicht gelogen, daß kein Geld vorhanden ist, es sei nur eine Frage der Verteilung. Der SPD-Politiker schlug vor, die Eigenheimförderung abzuschaffen und die freiwerdenden Mittel für Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungszwecke zu verwenden.
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Sigmar Gabriel sprach bei der ESG über mehr Mut zu Inovationen. Foto: Bertram |
Der schnelle Wandel des Wissens setze die Menschen unter Entscheidungszwänge. Es gehe um die zentrale Kernkompetenz in Deutschland, das Gold in den Köpfen. Die individuelle Weiterbildung des Einzelnen sowie die ökonomische Entwicklung des Staates seien zwei Seiten derselben Medaille.
Der Mut, etwas Neues auszuprobieren, sei in Deutschland etwas unterentwickelt, so Gabriel, und er nannte als Grund dafür, daß die frühere, ungebremste Technologiegläubigkeit zu Problemen geführt habe, etwa in der Frage der Atomenergie.
Blind für Entwicklungen
Die Folge sei Skepsis in der deutschen Gesellschaft, die für Entwicklungen blind mache. Forscher wandern ins Ausland ab. Es sei wichtig, ethisch-moralische Grundsätze zu finden, auch im Umgang mit Gentechnologie. Dieser Umgang sei bisher an Verlogenheit aus Sicht Gabriels nicht zu überbieten.
Innovation dürfte nicht nur auf technologischer Basis stattfinden, gesellschaftliche Innovation sei ebenso nötig. 60 Prozent der Abiturienten und 55 Prozent der neu Immatrikulierten in Deutschland seien Frauen.
Süddeutsches Übergewicht
Gabriel stellte die Frage, ob es sich Deutschland wirtschaftlich weiterhin leisten kann, aus einer konservativen Einstellung heraus junge, gut ausgebildete Frauen aus Spitzenstellen fernzuhalten. Entscheidend für die Entwicklung des Landes seien Durchbruch-Innovationen, vergleichbar der Dampfmaschine oder heute der Gentechnik.
Innovation schaffe Arbeitsplätze im Umfeld, wie Gabriel an einem Übergewicht an Forschungseinrichtungen in Süddeutschland verdeutlichte. Deutschland brauche in Zukunft viele qualifizierte Fachkräfte, wobei das breite Fundament viel wichtiger sei als der Ruf nach Eliten. Er fordere hingegen Bildungsinnovationen wie zum Beispiel mehr Frühförderung. Bildungs- und Sozialpolitik ziele nicht auf Gleichheit, sondern auf Freiheit.
Im Vortrag und der anschließenden Diskussion ging es auch nicht immer ganz so ernst gemeint zu. Studentenpfarrer Dr. Heiner Wajemann konnte in der Frage der unerlaubten Nebenjobs von Politikern jedenfalls beruhigen: Es gebe kein Geld bei der Vortragsreihe der ESG.
Leserbrief in der Goslarschen Zeitung, 21. Januar 2005
zum Artikel TU vor einem steinigen Weg
Universität zurück in die Innenstadt
Ergänzend zum Bericht der Goslarschen Zeitung sei noch eines erwähnt: Professor Brandt wies darauf hin, es sei ein Fehler seitens der Universität und des Studentenwerks gewesen, das studentische Geschehen in den letzten Jahren aus der Innenstadt heraus ins Feldgrabengebiet verlegen zu wollen. Ein abgeschlossener Campus wirke sich negativ auf alle Beteiligten aus. Die Universität und die Stadt Clausthal müßten sich als Einheit verstehen, gemeinsam auftreten und handeln. Ich persönlich kann dem nur zustimmen; das Geschäftesterben auf der A-Roe ist wohl das plakativste Zeichen der in der Vergangenheit gemachten Fehler. Es ist zu hoffen, daß die Universität und die Studenten so schnell wie möglich in die Clausthaler Innenstadt zurückkehren und diese neu beleben.
Torsten Nieland
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 18. Januar 2005
Sigmar Gabriel zu Gast in der Aula
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde ist morgen, Mittwoch, der Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag, Sigmar Gabriel, zu Gast. Er spricht zum Thema Innovation durch Investition in Wissenschaft und Technik. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Aula der TU.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 17. Januar 2005
TU Clausthal vor einem steinigen Weg
Hochschulpräsident erläuterte Sparzwänge und Konzepte --
Feldgrabengebiet wird Millionen verschlingen
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (abe). Die Sparvorgaben des Wissenschaftsministeriums und Konzepte der TU Clausthal im Umgang mit den Mittelkürzungen waren die zentralen Inhalte eines Vortrags, den TU-Präsident Prof. Edmund Brandt auf Einladung der Evangelischen Studentengemeinde vergangene Woche in der Aula hielt.
Bitterer Stellenabbau
Studentenpfarrer Dr. Heiner Wajemann zeigte sich darüber erfreut, den aktuellen Stand der Dinge aus berufenem Mund zu erfahren, gab aber vorausschauend den Anwesenden gleich ein Zitat der Kirchenväter aus dem dritten Jahrhundert mit auf den Weg: Zuletzt zählt nur das, was unbezahlbar ist. Ein schwacher Trost für jene, die von den Auswirkungen des Hochschuloptimierungskonzeptes (HOK) betroffen sind oder sein werden. Denn es findet ein Stellenabbau statt.
Die Vorgaben des HOK: Einsparungen von 3,6 Mio. Euro (entsprechend 80
Stellen) im Jahr 2004, von weiteren 0,9 Mio. Euro (20 Stellen) in 2005 und
nochmals von 2,7 Mio. Euro (60 Stellen) ab 2006. Die geforderten
Einsparungen hätten eine dauerhafte Kürzung des Haushalts um rund
20 Prozent in drei Jahren zur Folge.
Zu der sich abzeichnenden Situation im Jahr 2007 dürfe es nicht kommen, warnte Prof. Brandt. Er plane, Zeitfenster und andere Einflußgrößen zu nutzen, Geld im Gegenwert der Stellen abzuliefern, um nicht alle geforderten Stellen abbauen zu müssen.
Was das HOK in seiner Auswirkung bedeutet, beschrieb der Präsident am persönlichen Schicksal von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der TU, die trotz sehr guter Arbeit ihren Job verloren haben oder verlieren werden. Die Konsequenz bedeute oft Arbeitslosigkeit und letztlich Hartz IV, denn die Kollegen Ende 40 hätten nur sehr geringe Chancen, eine neue Stelle zu finden. Betroffen sei vor allem der wissenschaftliche Mittelbau der TU, genau jene kreative Gruppe, die den wissenschaftlichen Mehrwert erreiche - was die Leistung der Professoren nicht schmälern solle. Prof. Brandt will nach eigenen Worten den Mittelbau, soweit möglich, schonen, die produktiven Kerne der TU von Belastungen freihalten und dort sparen, wo es nicht so weh tut.
Durch das Absinken der vom Staat gewährten Basisausstattung sei die Hochschule stärker auf Drittmittel angewiesen, sagte Prof. Brandt. Das Ansehen der Unis in Rankings wird häufig nur noch nach der Höhe der Drittmitteleinwerbung beurteilt. Früher sei bundesweit jeder dritte Antrag erfolgreich gewesen, heute werde laut Studie der Deutschen Forschungsgemeinschaft nur noch jeder siebte Drittmittelantrag angenommen. Deshalb kündigte der TU-Präsident an, Mitarbeiter einzusetzen, die Ausschreibungen recherchieren und mit ihren Erkenntnissen die Professoren der einzelnen Institute unterstützen. Die Clausthaler Professoren seien zwar erfolgreich in der Drittmittelwerbung, müßten diese aber weiter steigern.
Erschwerend für die Hochschule komme hinzu, daß nahezu alle Gebäude im Feldgrabengebiet kurz- bzw. mittelfristig saniert werden müßten, womit Kosten in Höhe von 30 bis 50 Mio. Euro verbunden seien, machte der TU-Präsident deutlich. Das Modell der Stiftungsuniversität stelle zwar eine Alternative dar, im Moment seien die Möglichkeiten hierfür aber sehr gering. Die Einheit von Forschung und Lehre muß oberstes Prinzip bleiben, so Brandt. Er verfolgt die Profilierung der TU und die Schaffung von Alleinstellungsmerkmalen. Auch neue Geschäftsfelder wie Weiterbildungsangebote sollen eröffnet werden.
Studiengebühren geplant
Von Absolventen erhofft sich der Präsident stärkere Rückwirkungen, auch monetär. Einen kleinen Teil des Haushalts wolle er über die Studiengebühren decken, die das Land nach einem anstehenden Urteil voraussichtlich in Höhe von 500 Euro pro Semester erheben wird.
Am Mittwoch, 19. Januar, wird der SPD-Fraktionschef im Landtag, Sigmar Gabriel, die Vortragsreihe in der Aula fortsetzen. Am 1. Juni wird hier Ministerpräsident Christian Wulff erwartet. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.
(Artikel und Photo von Andre Bertram)
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 12. Januar 2005
Wissenschaft, Technik, TU und Geld ist der Vortrag überschrieben, den Hochschulpräsident Prof. Edmund Brandt am heutigen Mittwoch um 19.30 Uhr in der Aula der TU Clausthal halten wird. Veranstalter ist die Evangelische Studentengemeinde.
Der SPD-Politiker Sigmar Gabriel hält am Mittwoch, 19. Januar, ab 19.30 Uhr in der Aula der TU Clausthal einen Vortrag zum Thema Innovation durch Investition in Wissenschaft und Technik. Der Oppositionsführer im niedersächsischen Landtag spricht auf Einladung der Evangelischen Studentengemeinde.
TU-Präsident spricht über Geld
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Über das Thema TU und Geld spricht TU-Präsident Prof. Dr. Edmund Brandt heute, Mittwoch, im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Aula.
In Zeiten immer knapper werdender Staatskassen sind einige Einsparwellen über die Hochschulen hinweggerollt. Ein Ende der Entwicklung scheint derzeit nicht absehbar, was die Hochschulleitungen landauf und -ab vor große Herausforderungen und die Frage stellt: Wie kann der Wissenschaftsbetrieb aufrecht erhalten werden, und wie kann ein positives Klima für das Innovationspotential geschaffen beziehungsweise erhalten werden? Prof. Brandt, der seit Sommer vergangenen Jahres die Leitung der TU Clausthal als Präsident übernommen hat, wird in seinem Vortrag über die Chancen und Möglichkeiten auch heute noch unüblicher Methoden der Hochschulfinanzierung referieren. Im Anschluß besteht die Möglichkeit, mit ihm zu diskutieren.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 8. Dezember 2004
Über Kosten und Nutzen von Umweltinformationstechnik spricht heute, Mittwoch, der Informatiker Bernd Beule in der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der ev. Studentengemeinde Clausthal ab 19.30 Uhr in der Graupenstraße 1a. Der Referent hat an der Harzer Uni studiert und ist heute beim Umweltbundesamt in Berlin tätig.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 1. Dezember 2004
Die Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik wird heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr in der ESG Clausthal, Graupenstraße 1a, fortgesetzt. Dipl.-Ing. Michael Bosse referiert über das Thema Berufsfindung: Was tust Du alles für Geld? Dabei geht es vor allem um die Frage: Wie finde ich eine Position, die auf mich paßt?
Bericht der Goslarschen Zeitung, 26. November 2004
Hauptsache die Kohle stimmt
Dr. Matthias Schlicht referierte über Sein und Haben
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (abe). Geld und Ethik bildeten am Mittwochabend das Thema der Reihe interdisziplinärer Gespräche und Informationen Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde (ESG), beleuchtet vom ehemaligen Studentenpfarrer der Technischen Universität, Pastor StD Dr. Matthias Schlicht. Sein Nachfolger, Studentenpfarrer Dr. Heiner Wajemann, begrüßte, im Wissen um das kabarettistische Talent Schlichts, die zahlreichen Gäste mit den Worten: Entweder sind Sie Fans von Pastor Schlicht, der ESG oder der Kohle.
Ein ethisches Wesen
Jetzt wird es ernst, stieg Schlicht in das Thema des Abends ein, nachdem er sich mit einigen lustigen Anekdoten seiner Clausthal-Zellerfelder Zeit den Gästen erneut vorgestellt hatte. Der Mensch ist, indem er existiert, ein ethisches Wesen, das aus der Vergangenheit lernt, um morgen zu bestehen. Auch in Hinblick auf Geld, denn jeder Mensch ordnet dem Geld einen Stellenwert zu, in Bezug auf den Selbstwert, beim Umgang mit Anderen und bezüglich der Gesellschaft, so Schlicht. Um diese Aspekte mit Leben zu erfüllen, brachte der Referent Beispiele persönlicher Erlebnisse. So war er sechs Wochen im Knast in Emsland, worauf ein junger Mann im Saal gleich ausrief Ich auch.
Humorvoll mit ernstem Hintergrund ging es weiter. Zunächst mit der Gerechtigkeit von Entlohnungen seiner Kinder in der Familie, betrachtet aus verschiedenen Perspektiven, danach mit einem Beispiel seiner Praktikantenzeit auf der Hamburger Davidwache. Er sei der Pastor mit den meisten Bordellbesuchen bei bischöflicher Genehmigung, sagte er. Auf St. Pauli sehe man mehr vom Bösen, Grausamen, aber auch von der Menschlichkeit als anderswo, berichtete der Pastor aus Loccum von seinen Erfahrungen.
Unredlichkeit ansteckend
Die verhängnisvolle Verbindung von Geld und Selbstwert beschrieb er am erlebten Beispiel einer jungen Verkäuferin aus dem Supermarkt, der es egal ist, ob sie sich von ihrem Chef begrabschen lassen muß oder ob ihr Körper bei einträglicherer Beschäftigung auf St. Pauli kaputt geht. Hauptsache die Kohle stimmt! Mit Blick auf Politik und Steuern fuhr Schlicht fort: Unredlichkeit ist ansteckend. Auch wenn man über Geld nicht redet, hat es Pastor Schlicht getan und versuchte zu vermitteln, Seins-Charakteristika nicht mit Geld zu vermischen. Nicht das Geld macht das Sein, sondern man ist schon, wenn man da ist. Das Sein unterliegt der Ethik, die früher Moral genannt wurde.
Nächstes Thema: Beruf
Am 1. Dezember findet um 19.30 Uhr die nächste Veranstaltung dieser Art im Evangelischen Studentenwohnheim, Graupenstraße 1a, statt. Dipl.-Ing. M. Bosse spricht zum Thema: Berufsfindung: Was tust Du alles für Geld.
Zum Vortrag
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Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 9. November 2004:
ESG-Vortrag: Wie komme ich an Geld
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Wie komme ich an Geld - über dieses Thema wird der Vorsitzende der Hanns-Lilje-Stiftung Hannover, Ralf Tyra, im Rahmen der Veranstaltungsreihe {\em Wissenschaft, Technik und Ethik} morgen Abend um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG), Graupenstraße 1 a, referieren.
Die Hanns-Lilje-Stiftung besteht seit elf Jahren und fördert in evangelischer Verantwortung den bestehenden Dialog von Kirche und Theologie mit Wissenschaft, Technik, Wirtschaft, Kunst und Politik. In Zeiten knapper werdender öffentlicher Kassen ist es sinnvoll, sich allgemein über das Stiftungswesen und speziell über die Stiftungslandschaft Niedersachsen informieren zu lassen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 3. November 2004:
Islam und moderne Wissenschaft
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zum Vortrag der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik kommt heute abend um 19.30 Uhr Dr. Abdul-Rasak Weiss in die Evangelische Studentengemeinde.
Dr. Weiss ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mikrobiologie der Universtität Göttingen und in Aleppo, Syrien geboren. Er wird zum Thema Islam und moderne Wissenschaft referieren. Im Koran sind mehrfache Aufforderungen an den Menschen zu finden, Wissen und Kenntnisse zu erlangen, um die Schöpfung Gottes als Zeichen seiner Allwissenheit zu verstehen. Wissenschaftler aus der islamischen und der westlichen Welt sind phasziniert von der Übereinstimmung von Koran und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Im Vortrag werden etliche Beispiele präsentiert und diskutiert.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 26. Oktober 2004
ESG-Vortragsreihe beginnt
SPD-Fraktionschef Sigmar Gabriel und Prof. Dr. Brandt zu Gast
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Evangelische Studentengemeinde (ESG) bietet auch im Wintersemester 2004/2005 ih ihrer Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik interdisziplinäre Gespräche und Informationen. Geld und ökonomische Fragen lautet diesmal das Schwerpunktthema.
Referenten sind unter anderem Professoren und Dozenten der Technischen Universität Clausthal. Die Veranstaltung findet, mit zwei Ausnahmen, mittwochs in den Räumen der ESG in der Graupenstraße 1 a statt. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.
Den Eröffnungsvortrag hält Studentenpfarrer Dr. Heiner Wajemann am Mittwoch, 27. Oktober. Der Tanz ums Goldene Kalb ist der Titel seines Vortrages.
Auch der vorherige Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht, jetzt Studiendirektor in Loccum, konnte für einen Beitrag gewonnen werden. Am Mittwoch, 24. November, referiert er zum Thema Hauptsache die Kohle stimmt.
Den Anfang im neuen Jahr macht am Mittwoch, 12. Januar, der Präsident der Technischen Universität Clausthal, Prof. Dr. Edmund Brandt. Er spricht zum Thema Wissenschaft, Technik, TU und Geld.
Eine Woche später, am 19. Januar, ist der niedersächsische Fraktionschef und ehemalige Ministerpräsident Sigmar Gabriel zu Gast in der Evangelischen Studentengemeinde. Innovation durch Investition in Wissenschaft und Technik ist sein Thema. Beide Veranstaltungen finden in der Aula der Technischen Universität statt.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 30. Juni 2004
Vortrag über Lkw-Maut und Verkehrswegeplan
Vortrag in der ESG
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Morgen verabschiedet der Bundestag die auf dem Bundesverkehrswegeplan beruhenden Ausbaugesetze für Schiene und Straße. Damit werden die Verkehrsprojekte fixiert, die bis zum Jahre 2015 gebaut werden sollen.
Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik findet heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1 A, zum Thema Bundesverkehrswegeplan und Lkw-Maut - Zur Infrastrukturplanung und -finanzierung in Deutschland ein Vortrag mit anschließender Diskussion statt. Eingeladen hierzu wurde Michael Gehrmann, Bundesvorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), aus Berlin. Er zeigt die politischen Vorgaben der Bundesregierung zur Verkehrswegeplanung auf und untersucht deren Umsetzung wie Finanzierbarkeit.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 23. Juni 2004
Faust als Spiegel der Geschichte
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. "Hier steh ich nun, ich armer Tor...", "Der Worte sind genug gewechselt...", "Denn was man schwarz auf weiß besitzt..." -- wer, der einmal Goethes Faust gelesen hat, war nicht erstaunt, wie viele Zitate dieses Dramas als Sprichworte in den heutigen Sprachgebrauch eingegangen sind.
Das zeigt, welche Aktualität der Stoff bis in die Gegenwart bewahrt hat. Warum dies so ist und wo die Ursprünge dieser Figur liegen, die mit einem gewissen Recht als der literarische Urvater von Magiern wie Gandalf oder Harry Potter bezeichnet werden kann, das will Torsten Nieland in seinem Vortrag "Faust als Spiegel der Geschichte" zu erklären versuchen.
Nachgehen will der Referent zudem der Frage, inwieweit die Darstellung Fausts den Umgang der Menschen mit Wissen, Können und Glauben im Wandel der Zeiten reflektiert und was der heutige Leser von diesem Doktor, der sich dem Teufel verschwor, über das Gottes-, Welt- und Menschenbild seiner Vorfahren lernen kann. Über die geschichtliche Betrachtung hinaus wird am Ende die Frage stehen, wie wir mit unserer aktuellen Welt umgehen können und sollen.
Der Vortrag findet heute, Mittwoch, im Rahmen der Reihe "Wissenschaft, Technik und Ethik" statt. Veranstaltungsort ist das Evangelische Studentenzentrum in der Graupenstraße 1 a in Clausthal-Zellerfeld. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Mit einer gemütlichen und offenen Gesprächsrunde wird der Abend enden.
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Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 16. Juni 2004
Kunststoff und die Funktionen
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Kunststoffe mit besonderen Eigenschaften sind heute für verschiedenste Anwendungsgebiete unentbehrlich geworden und sie finden sich auch in allen möglichen Dingen, die uns im täglichen Leben umgeben und nützen. Oft an Stellen, wo man sie gar nicht vermutet hätte.
Über funktionale Kunststoffe referiert Prof. Dr. Matthias Rehahn von der TU Darmstadt am heutigen Mittwoch um 19.30 Uhr im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik in den Räumen der evangelischen Studentengemeinde Clausthal, Graupenstraße 1a.
Interessierte sind zu dem Vortrag und der anschließenden Diskussion eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 9. Juni 2004
ESG lädt zu Vortrag und Diskussion ein
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Evangelische Studentengemeinde lädt heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr in der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion in ihren Räumen in der Graupenstraße ein. Prof. Dr.-Ing. Pfeiffer, Bayreuth, spricht zum Thema Umweltforschung zwischen Politik und Wirtschaft.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 26. Mai 2004
Die Sprache und ihre Bedeutung
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik spricht Klaus Elsner heute Abend um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) zum Thema Sprache als Gefängnis. In dem Vortrag geht es um grundlegende Strukturen von Sprache und ihre Bedeutung für die Wissenschaft.
Zu dieser Veranstaltung mit anschließender Diskussion lädt die ESG alle Interessierten in die Graupenstraße 1a ein.
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Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 19. Mai 2004
Marsforschung
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik wird heute Abend in den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde fortgesetzt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Vortrag befaßt sich mit dem Planetensystem unserer Sonne.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 12. Mai 2004
Reise durch Niger, Burkina Faso und Mali
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Trinkwasserversorgung in der Sahel-Zone ist am heutigen Mittwoch Thema eines Vortrages der Evangelischen Studentengemeinde in der Graupenstraße.
Am 19.30 Uhr lädt Justus Teicke die Besucher zu einer Reise durch Niger, Burkina Faso und Mali ein. Schwerpunkt der Veranstaltung, die zur Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik gehört, ist die Trinkwasserversorgung in abgelegenen ländlichen Bereichen des Nigers. Des weiteren geht es um Wahrnehmungen über die allgemeinen Lebensbedingungen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 5. Mai 2004
Vortrag zur Klimageschichte
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der zweiten diesjährigen Veranstaltung ihrer Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik lädt die Evangelische Studentengemeinde (ESG) heute, Mittwoch, zum nächsten Vortrag ein.
Referent ist Prof. Dr. Peter Neumann-Mahlkau aus Krefeld. Er spricht über 3,5 Mrd. Jahre Klimageschichte der Erde: Kühlhaus - Treibhaus?
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG, Graupenstraße 1 a. Alle Interessierten sind dazu herzlich willkommen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 28. April 2004
ESG setzt Seminarreihe fort
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Evangelische Studentengemeinde (ESG) setzt ihre Reihe der interdisziplinären Gespräche und Informationen Wissenschaft, Technik und Ethik auch im Sommersemester 2004 fort. Den Anfang macht der neue Studentenpfarrer Dr. Heiner Wajemann. Er spricht heute, Mittwoch, zum Thema Christliches Gottes-, Welt- und Menschenbild.
Beginn ist um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG in der Graupenstraße. Zum Vortrag und anschließender Diskussion lädt die Gemeinde herzlich ein.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 26. November 2003
Welche Chancen bietet das Internet
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik in der Evangelischen Studentengemeinde wird heute Abend um 19.30 Uhr fortgesetzt. Internet - Segen oder Fluch? lautet das Thema.
Die Patentanwältin Dipl.-Ing. Cornelia Rebbereh wird einen Vortrag über Markenrecht halten. Inhalt wird eine Diskussion über Stilblüten sein, die das Internetrecht treibt, was zu beachten ist bei einer Domainwahl und welche Chancen und Gefahren das Internet bietet.
Cornelia Rebbereth hat in den achtziger Jahren in Clausthal studiert.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 10. November 2003
Mit dem Herzen bei der Praxis
Pastor Dr. Matthias Schlicht gestern verabschiedet - Er geht nach Loccum,
bleibt aber Lehrbeauftragter der TU
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (bf). Er hat's geschafft: Nie wieder Winter in Clausthal, nahm Ständiger Stellvertreter Superintendent Volkmar Keil gestern bei der Verabschiedung von Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht Bezug auf dessen legendär gewordenes Scherzlied und nahm dem Sektempfang im Haus der Marktkirchengemeinde damit zugleich ein wenig vom unvermeidlichen Abschiedsschmerz.
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| Dr. Mattias Schlicht bei der Verabschiedung |
Dorothea Austen als Stellvertreterin des krankheitsbedingt verhinderten Kirchenvorstandsvorsitzenden Martin Henzelmann eröffnete die lange Reihe der Redner, die dem Studenten- und Marktkirchenpfarrer ihren Dank, Abschiedsgeschenke und gute Wünsche mit auf den Weg ins Kloster Loccum am Steinhuder Meer geben wollten, wohin er als Konventual-Studiendirektor berufen worden ist (die GZ berichtete).
Die nachhaltigen Verbindungen zwischen Studierenden und Kirche, die er auf vielfache Weise geknüpft, lebendig gehalten und, so Dorothea Austen, in hervorragender Weise vorgelebt habe, unterstrichen auch TU-Präsident Dr. Ernst Schaumann, Erik Möllmann von der ESG, Oliver Grieven vom Allgemeinen Studentenausschuß und mehrere Professoren. Die von Dr. Schlicht etablierte Vortragsreihe Wissenschaft, Technik, Ethik, mit der er führende Landespolitiker, Wissenschaftler und Bischöfe als Referenten in die Unistadt holte, sein kabarettistisches Talent, mit dem er den Carolus und viele andere gesellschaftliche Anlässe würzte, waren nochmals Gegenstand dankbarer Würdigung ebenso wie sein stets wirksames soziales Engagement - immer sei er, so Volkmar Keil, mit dem Herzen bei der Praxis gewesen.
Auf die noch frische Erinnerung an die Nacht- und Nebel-Abschiebung der Familie Palloshi hatte Dr. Schlicht zuvor bei seiner Abschiedspredigt in der Marktkirche Bezug genommen. Nach dieser für ihn schlimmsten Nacht seiner sechs Jahre hier sei in den Seelen der Oberharzer etwas ganz tief Bewegendes passiert; etwas, das dem Wort Jesu Das Reich Gottes ist mitten unter den Menschen gleichkam und letztlich mit vereinten Kräften und einer überwältigenden Spendenbereitschaft Aller erreicht hatte, daß ein 16-Tonner Diesel den weiten Weg bis nach Skopje rollte und die Familie sich dort in anständigen Verhältnissen einrichten konnte.
Mit gleichem Mut nehme die Gemeinde nun das millionenschwere Renovierungsprojekt Marktkirche in Angriff, wofür er den Oberharzern von Herzen alles Gute wünschte.
Bei allen Witzen über den Schnee bleibt die Uni-Stadt für Dr. Schlicht jedoch Herzensangelegenheit. Der 41-Jährige will nicht nur die Studenten seiner künftigen Predigerseminare regelmäßig nach Clausthal führen, sondern bleibt auch Lehrbeauftragter der TU, wo er in Blockseminaren an Wochenenden weiterhin Vorlesungen in Wissenschafts- und Ethikgeschichte halten wird. Und das natürlich auch in Wintersemestern...
Bericht der Goslarschen Zeitung, 31. Oktober 2003
Enkel des Linde-Gründers berichtete aus Firmenhistorie
Unternehmen wurde zum internationalen Konzern
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Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht Prof. Dr. Hermann Linde und Uni-Präsident Prof. Dr. Ernst Schaumann |
Hermann Linde beleuchtete den historischen Hintergrund des Unternehmens, das heute längst nicht mehr nur auf Kältetechnik spezialisiert ist, und berichtete über die Arbeitsbereiche Tieftemperaturtechnik und das Trennen von Gasen. Mitarbeiter des längst international agierenden Technologiekonzerns gaben Einblicke in weitere Tätigkeitsfelder. Prof. Dr. Hermann Linde war aus seinem Wohnort Pullach mit 25 weiteren Gästen angereist.
Für Dr. Matthias Schlicht, der die Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik ins Leben rief, war es die letzte Veranstaltung dieser Art. Der Studentenpfarrer verläßt, wie bereits berichtet, den Oberharz im November und wechselt als Studiendirektor ans Kloster Loccum. Die Vortragsreihe soll nach seinem Weggang fortgesetzt werden.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 29. Oktober 2003
Vortragsreihe der ESG endet heute mit Hermann Linde
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der Aula der TU beginnt heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr der letzte Vortragsabend der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik unter der Leitung von Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht.
In den letzten sechs Jahren hat es unter dem Motto Interdisziplinäre Informationen in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) rund 150 Vorträge gegeben. Den Abschluß bildet eine besondere Veranstaltung, die Einblicke in die Firma Linde gewähren wird. Hauptredner des Abends ist Prof. Dr. Hermann Linde aus Pullach. Der 87-jährige Physiker, Enkel des berühmten Carl von Linde und lange Jahre Firmenchef, spricht über den historischen Hintergrund sowie den Arbeitsbereich Tieftemperaturtechnik und das Trennen von Gasen.
Anschließend gibt Dipl.-Ing. Gottfried Hailer einen Einblick in den Stand heutiger Computersimulation bei Linde. Sein Bruder Dr.-Ing. Peter Hailer geht kurz auf das Feld des Großanlagenbaus ein. Alle Vorträge sind in überschaubarer Länge konzipiert, so daß Zeit zur Diskussion und zur persönlichen Begegnung bleibt. Zu diesem besonderen Abend wird der Präsident der TU, Prof. Dr. Ernst Schaumann, die Begrüßung vornehmen. Interessierte sind herzlich willkommen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 16. Juli 2003
Vortrag über freie Software
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zum Abschluß der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik begrüßt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht am heutigen Mittwoch um 19.30 Uhr Dipl.-Ing. Jan Braun, Clausthal, in den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1a. Er referiert über die Frage: Warum freie Software?
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 2. Juli 2003
Kirche und Bergbau im Harz
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik begrüßt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht heute Abend um 19.30 Uhr Kurt Briest aus Goslar in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG), Graupenstraße 1a.
Kurt Briest referiert über das Thema Kirche und Bergbau im Harz. Der pensionierte Pastor hat sich intensiv mit der Oberharzer Geschichte auseinandergesetzt.
Zu dem informativen und kurzweiligen Vortrag wird herzlich eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 4. Juni 2003
Gefängnisseelsorger referiert in der ESG
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Heute, Mittwoch, spricht um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1a, Pastor Ulrich Tietze aus Hannover. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik referiert er zum Thema Blick hinter Gitter. Seelsorge im Gefängnis.
Tietze ist von Beruf Gefängnisseelsorger und kann einen kompetenten Bericht über das Leben in der Justizvollzugsanstalt geben.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 21. Mai 2003
Hat der Mittelstand noch eine Chance?
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik ist Marc Osterwald von der Interessenvertretung für klein- und mittelständische Unternehmen heute Abend in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) zu Gast. Er spricht zum Thema Hat der Klein- und Mittelstand in Deutschland noch eine Chance?
Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG, Graupenstraße 1a. Eine Diskussion schließt sich an.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 7. Mai 2003
Hinter den Kulissen des Kirchentages
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Über die Vorbereitungen zum 1. Ökumenischen Kirchentag in Berlin referiert Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1a. Ende Mai werden 100.000 Dauerteilnehmer zu dieser Großveranstaltung in Berlin erwartet. Dr. Schlicht ist Vorsitzender der Projektkommission, die die ökumenische Andachtshalle zu konzipieren hatte. Aus dieser Erfahrung kann er einen kompetenten Bericht aus der Sichtweise hinter den Kulissen geben.
Bericht der Goslarschen Zeitung, Mai 2003
Auf den Spuren Moses
Foto-Ausstellung über die Wüste Sinai in der Marktkirche eröffnet
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| Dr. Schlicht bei der Eröffnung der Vernisage |
Seit 1998 bietet die Evangelische Studentengemeinde Clausthal zu Pfingsten Reisen durch die Wüste Sinai an. Zu Fuß geht es, von Beduinen und Lastkamelen begleitet, täglich fünf bis sieben Stunden lang durch Wadis und Schluchten, von Oase zu Oase. Übernachtet wird im 1000 Sterne-Hotel unter freiem Himmel, wie Schlicht in seiner Einführung berichtete.
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Das Kamel ist hinten in der Mitte Studentenpfarrer Schlicht im Sinai |
Unser westlicher Kulturstandard, wie Radio, Rasierer oder Walkman, wird von den Beduinen aus dem Gabalijastamm noch nicht einmal neidisch betrachtet: in der Wüste wertlos, bemerkte der Studentenpfarrer. Dagegen gewinne ein Becher Wasser eine ganz fundamentale Bedeutung. Ein wertvolles Gut, über das die Nordeuropäer beim Autowaschen meist nicht sonderlich viel nachdenken.
Die Ausstellungseröffnung lockte trotz Walpurgis viele Besucher in die Marktkirche. Bis zum 8. Juni sind die Wüstenbilder zu sehen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 23. April 2003
Wie schwer ist das Vakuum?
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der Evangelischen Studentengemeinde beginnt heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr die Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik.
Zu Beginn begrüßt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht den Potsdamer Astrophysiker Prof. Dr. Dierk Liebscher. Sein Vortrag trägt die Frage: Wie schwer ist das Vakuum? und führt auf interessante Weise in die Grundlagen und Spezialfragen der modernen Astrophysik ein.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 29. Januar 2003
Vortrag von Kachelmann verschoben
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Der für heute abend geplante Vortrag mit dem Meteorologen Jörg Kachelmann in der Evangelischen Studentengemeinde Clausthal muß leider verschoben werden. Damit fällt die geplante Abendveranstaltung der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik aus, teilt die Studentengemeinde mit.
Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht weist aber ausdrücklich darauf hin, daß der Vortrag des prominenten Wetterfachmanns lediglich verschoben, nicht aber die Zusage aufgehoben worden ist.
Außerdem, so teilte Schlicht weiter mit, laufen die Planungen für eine Fortsetzung der Reihe im Sommersemester zwischenzeitlich auf Hochtouren.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 22. Januar 2003
Alte Kunst und neue Technik
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Heute, Mittwoch, ist um 19.30 Uhr Prof. Dr.-Ing. Reinhard Döpp in der Evangelischen Studentengemeinde Clausthal, Graupenstraße 1a, zu Gast. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik spricht Prof. Döpp über das Thema Gießen von Metallen. Alte Kunst und neue Technik.
Interessierte Zuhörer sind herzlich willkommen.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 22. Januar 2003
Das Solarzeitalter ist keine Illusion mehr
Wissenschaftler in der Evangelischen Studentengemeinde - Bundespräsident
fordert Phantasie und Kreativität
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Kann uns die Sonne aus der Energiekrise führen, und was kommt nach dem Kohle-, dem Erdöl- und dem Atomzeitalter? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Prof. Dr. Helmut Weik, Lübeck, in einem gutbesuchten Vortrag in der Evangelischen Studentengemeinde.
Deutschland importiert jährlich über 100 Millionen Tonnen Rohöl. Damit verbunden sind alle Risiken und Probleme der heutigen Energiebereitstellung wie Schäden durch Förderung und Transport von Öl und Gas: Prestige-Havarie, Ölpest.
Die Verbrennung fossiler Energiestoffe verursacht nicht nur den Treibhauseffekt sondern auch Gesundheitsschäden. Besonderes Problem der Kernenergiewirtschaft ist der Atommüll. Ist unter diesen Umständen der weitere Kernkraftwerksbetrieb ethisch noch verantwortbar?
Wir leben nach den Worten von Professor Weik energetisch über unsere Verhältnisse. Alle wissen es, aber weil es sich mit viel Energie so bequem leben läßt, verdrängen wir die Lösungen immer noch, die heißen müssen: Sparsamer mit dem Energiestoff umgehen (Häuser dämmen), die Energiestoffe effizienter einsetzen und verstärkt die uns kostenlos zufließende Sonnenenergie nutzen.
Die Solarstrahlung steht völlig kostenlos zur Verfügung. Sie ist also freie Energie, eine heimische Energiequelle, beansprucht keine Devisen und ist damit volkswirtschaftlich hochinteressant. Sie ist außerdem dezentral und flächenmäßig einsetzbar und steht jedem zur Verfügung.
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| Prof. H. Weik |
Technisch etwas schwieriger ist dagegen der Einsatz der Sonnenenergie für die Raumwärme, weil hier das Bauobjekt eine entscheidende Rolle spielt.
Ideal verwirklicht wurden die Voraussetzungen in einem Solarhaus der Fachhochschule Lübeck, einem freistehenden Einfamilienhaus mit 150 qm Wohnfläche. Bauliche Voraussetzung ist im allgemeinen die Südausrichtung der Hauptnutzungsfassade des Gebäudes und beste Wärmedämmung. Leider, so heißt es in Fachkreisen, wüßten die Architekten nicht, wo Süden ist.
Was kann der Einzelne, was sollten die Kommunen tun? Der einzelne Bürger kann erkennen, daß sich etwas tut in Richtung Solarzeitalter. Es geht langsam, aber recht stetig aufwärts, bedenkt man, daß die ersten Anfänge kaum zwei Dekaden zurückliegen, und es rund vierzig bis fünfzig Jahre dauert, bis sich ein neues Energiezeitalter etabliert. Der Einzelne kann sein Haus dämmen, die Solarenergie passiv nutzen, sein eigenes solarthermisches oder Photovoltaik-Kraftwerk installieren. Die Kommunen sollten die Bebauungspläne nach der Sonne gestalten, für mögliche passive und aktive Solarnutzung.
Bisher wurden nur kleine Schritte gegangen, aber in der Summe mit nicht vernachlässigbaren Ergebnissen, die erwarten lassen, daß bis spätestens im Jahr 2050 die herkömmlichen fossilen und nuklearen Energieträger durch solare ersetzt sein werden.
Die Solarenergie soll zum harten Kern des Energiemixes der Zukunft werden, so Bundespräsident Johannes Rau in seiner Laudatio zur Vergabe der Europäischen Solarpreise am 4. Dezember 2002. Der Präsident weiter: Wir brauchen Phantasie, Kreativität und auch mehr Mut, neue Wege zu gehen ins solare Zeitalter.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 15. Januar 2003
Vortrag in der ESG zum Solarzeitalter
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Heute, Mittwoch, begrüßt Studentenpfarrer Dr. Schlicht um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG), Graupenstraße 1a, Prof. Dr. Weik aus Lübeck. Weik referiert zum Thema Solarzeitalter - eine energiepolitische Illusion? Gäste sind willkommen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 11. Dezember 2002
Vortrag über Omnisophie
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Heute abend um 19.30 Uhr begrüßt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht den Heidelberger Mathematiker Prof. Dr. Gunter Dueck im CUTEC-Institut.
Dueck präsentiert sein neues Buch Omnisophie. Das Buch arbeitet mit einem neuen Vorstellungsbild des Menschen, der auf drei Einheiten zusammengesetzt gedacht wird: das analytische Denken wirkt in einer computerähnlichen linken Gehirnhälfte, die kreative Intuition sitzt wie ein neuronales Netzwerk in der rechten. Der Mensch denkt, wohin ihn das dritte System lenkt: ein schneller Anzeichen-Identifizierer alarmiert die Aufmerksamkeit ohne Denken. Mit dieser Sicht auf das Wirken des menschlichen Hirns bekommt die Rede vom Lebenssinn eine neue Dimension.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 29. Oktober 2002
Jüdische Theologin heute in der ESG
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht begrüßt heute Abend um 19.30 Uhr in den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde die jüdische Theologin Ruth Lapide. Sie gilt als ausgewiesene Expertin für den jüdisch-christlichen Dialog.
Die Theologin spricht zum Thema Was hat das alte Testament uns heute noch zu sagen? Dazu wird herzlich eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 23. Oktober 2002
Eine Reise zu den Planeten
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik begrüßt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht heute Abend um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG), Graupenstraße 1a, Dipl.-Ing. Dieter Mertig aus Wedel.
Mit neuesten Bildern von NASA-Satelliten sowie dem Hubble-Teleskop lädt er ein zu einer Reise durch unser Planetensystem.
Interessierte sind zu Vortrag, Diskussion und anschließendem kleinen Imbiß wieder herzlich in die Räume der ESG eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 16. Oktober 2002
Vortragsreihe startet in neues Semester
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) startet heute, Mittwoch, in das neue Semester.
Den Eröffnungsvortrag hält Torsten Nieland, ehemaliger Clausthaler Student, der noch vielen im Gedächtnis sein dürfte als derjenige, der mit dem Fahrrad nach China fuhr. Er referiert über das Thema Arm und Reich - Globalisierung am Beispiel Mexiko. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG in der Graupenstraße 1A.
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Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 12. Juni 2002
Vortrag über Karl Popper
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Heute, Mittwoch, begrüßt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG), Graupenstraße 1a, Dipl.-Ing. Stephan Röthele. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik spricht Röthele über das Thema Denken zerstört Illusionen. Innovation und Popperscher Realismus.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 6. Juni 2002
Experte berichtet über Forschungsstand
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik begrüßt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht heute Abend um 19.30 Uhr Dr. Erck von der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung in Braunschweig in der Evangelischen Studentengemeinde.
Dr. Erck gilt als angesehener Experte auf dem Gebiet der Organzüchtung.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 15. Mai 2002
Die Nutzung der Windenergie
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik spricht Dr. Buddenberg, Clausthaler Absolvent, jetzt bei der Niedersächsischen Energieagentur, heute, Mittwoch, in der Evangelischen Studentengemeinde über Off-Shore-Windparks, Beginn: 19.30 Uhr.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 17. April 2002
Interessantes über die Wasserwirtschaft
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1a, beginnt heute Abend um 19.30 Uhr. Als ersten Referenten begrüßt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht Dipl.-Ing. Justus Teicke von den Harzwasserwerken. Teicke wird über die Geschichte sowie die heutigen Herausforderungen der Wasserwirtschaft im Harz einen anschaulichen Vortrag halten, der nicht nur für studentische Neu-Harzer interessante Informationen bietet.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 13. Februar 2002
Lyriker liest aus seinen Werken
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Der Lyriker Heinz Kattner ist heute um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde in der Graupenstraße 1a zu Gast. Er liest aus seinen neuen Werken. Musikalisch begleitet wird er durch zwei Studenten, die mit Klavierstücken von der Klassik bis zum Ragtime für mehr als nur akustische Untermalung sorgen.
Heinz Kattner wird auch Einblicke in die Werkstatt für Sprache eines Lyrikers geben.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 30. Januar 2002
Der Atomausstieg und seine Folgen
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik spricht heute, Mittwoch, der Prorektor der TU Clausthal Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Beck zum Thema Atomausstieg - was nun? Beginn ist um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1a.
Die Entscheidung der Bundesregierung, langfristig auf Kernkraft als Energiequelle zu verzichten, hat verschiedene Reaktionen hervorgerufen. Was die einen als ökologischen Sieg der Vernunft bezeichnen, wird von anderen als ökologische Niederlage wahrgenommen. Was bedeutet nun der Atomausstieg in der Praxis und welche Folgen ergeben sich daraus? Über diese Fragen denkt Prof. Beck nach und lädt zur Diskussion ein.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 23. Januar 2002
Stromnot im Energieland
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik referiert am heutigen Mittwoch um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde Clausthal, Graupenstraße 1a, Wolfgang Eschment aus Leipzig über das Energieland Kalifornien.
Die USA gelten bei vielen als das Wunderland der Technik. Um so mehr erstaunen die jährlichen Meldungen über Stromrationierungen oder den Zusammenbruch großer Stromkonzerne. Besonders Kalifornien ist davon betroffen. Wolfgang Eschment berichtet aus eigener Erfahrung über die Situation vor Ort, die als Beispiel für eine falsche Liberalisierung des Energiemarktes gelten kann.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 16. Januar 2002
Umgangsformen im Medium Internet
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zu einer brisanten Thematik lädt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr in die Evangelische Studentengemeinde in der Graupenstraße 1a ein.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik referiert Dr. Gerald Lange vom Rechenzentrum der TU Clausthal über die Etikette im Netz, das heißt die offiziellen Umgangsformen im Medium von Internet und e-mail.
Nach dem 11. September letzten Jahres hatten Beiträge in Diskussionsrunden im Internet die Frage aufgeworfen, wieweit die Redefreiheit im weltweiten Netz gehen darf. Wo sind die Grenzen des Erlaubten und wer bestimmt sie? Kann eine Netzordnung hilfreich sein? Dr. Lange wird über diese Fragen referieren und zur Diskussion bereit sein.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 9. Januar 2002
Vortrag über den Wald im Harz
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht lädt heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr zu einem Vortrag in die Evangelische Studentengemeinde in der Graupenstraße 1a ein. Referent des Abends ist Dr. Hubertus Köhler aus Altenau.
Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik berichtet er in einem Lichtbildervortrag über die Forstwirtschaft im Harz. In einem geschichtlichen Rückblick zeigt er den Zusammenhang von Besiedlungs- und Waldgeschichte im Oberharz. Ebenso weist Dr. Köhler auf heutige Herausforderungen für eine nachhaltige Waldnutzung hin.
Interessierte sind herzlich eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 5. Dezember 2001
Vortrag zum Thema Bier mit Umtrunk
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Evangelische Studentengemeinde lädt am heutigen Mittwoch zu einem Vortrag ein, der sich mit dem Gerstensaft beschäftigt. Gerhard Wildhagen spricht in den Räumen der Studentengemeinde in der Graupenstraße von 19.30 Uhr an zum Thema Wirtschaft und Technik rund um das Bier. Wildhagen gehört zum Vorstand der Gilde-Brauerei in Hannover.
Die Geschichte des Bierbrauens gehört ebenso zu seinen Kenntnissen wie die ökonomischen und rechtlichen Aspekte in einer globalisierten Welt, in der das Bier längst einen Wirtschaftsfaktor darstellt. Nach Vortrag und Diskussion ist ein Test-Trunk vorgesehen.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 30 November 2001
Wann beginnt das Leben?
Prof. Dr. Gerwin Grubel referierte über Ethik in der medizinischen
Forschung
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (bf). Wie weit dürfen Wissenschaftler gehen, wenn sie sich mit menschlichen Stammzellen befassen? Vor aktuellem Hintergrund und vollem Saal sprach Prof. Dr. med. Gerwin Grubel auf Einladung der Evangelischen Studentengemeinde Clausthal zum Thema Medizinische Forschung jenseits von Leben und Tod.
Das Thema wird in diesen Tagen heftig diskutiert: Anfang der Woche wurde bekannt, daß ein US-Unternehmen einen menschlichen Embryo klonte. Ein Mitarbeiter der Firma wurde mit den Worten zitiert: Es sind nur lebendige Zellen, kein menschliches Leben. Eine Frage der Ethik - und des Rechts. Nach deutscher Gesetzgebung beginnt menschliches Leben mit der Verschmelzung von Ei und Samen. Gestern befürwortete der Nationale Ethik-Rat den Import von embryonalen Stammzellen, zuvor hatte sich die Enquete-Kommission des Bundestages dagegen ausgesprochen. Auch Niedersachsens Wissenschaftsminister Oppermann meldete sich zu Wort. Er will die Forschung an embryonalen Stammzellen zulassen.
Prof. Grubel, Schüler von Prof. Rudolf Kautzky und lange Jahre Oberarzt der Neurochirurgie in der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf, gilt als Kapazität auf dem Gebiet der Ethik in der Medizin. Am Mittwochabend gab er jedoch sehr offen zu, gerade in der Frage der Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen selber noch ein Suchender zu sein.
Das Thema selbst drehe sich immer wieder um die Frage: Wann wird ein embryonaler Zellhaufen (der Professor hob dabei die Finger zum Gänsefüßchen-Zeichen) beseelt? In seinem rund 90-minütigen Vortrag näherte sich Grubel der auch von Mitgliedern des Nationalen Ethikrates vertretenen These, die den Beginn des zu schützenden Lebens in dem Moment sieht, da sich die befruchtete, sich teilende Zelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet: Außerhalb des Mutterleibes kann kein Embryo überleben, dies habe auch die US-Biotech-Firma ACT mit ihrem am Montag veröffentlichten Klon-Experiment nicht entkräften können. Was den Embryo im Zustand der beginnenden Zellteilung seiner Meinung nach schutzwürdig mache, sei allein seine Potenzialität, ein neues Individuum zu werden; den Begriff der Menschenwürde möchte ich jedoch gern davon trennen, so Grubel.
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| Professor Grubel (2.v.l.) bei der Diskussion |
Nachdenkliches auch zur Klonierung, eine wissenschaftliche Tat, die ungeheuerlich in jedem Sinne ist, vom 1996 in Schottland in einem Experiment geschlechtsloser Fortpflanzung nach hunderten von mißbildeten Fehlversuchen erzeugten Schaf Dolly über die Erklärung des römischen Arztes Antinori vor einigen Monaten, dem Schicksal kinderloser Paare durch Klonen des Ehemanns auf die Sprünge helfen zu wollen, bis hin zu den Amerikanern, die nun dem Wirrkopf den Rang abgelaufen haben: Persönlich würde ich eine menschliche Klonierung strikt ablehnen, aber im Versuch, mich mit dem Gedanken anzufreunden, hätte ich keine Angst davor.
Ohnehin seien apokalyptische Horrorvorstellungen schlechte Ratgeber, wie auch in der regen Diskussion deutlich wurde. Die Vielzahl der Fragen, die Prof. Grubel noch zu beantworten hatte, reichten vom Schwangerschaftsabbruch über Organspende bis hin zum Klon als Ersatzteillager und trafen sich im Wunsch nach menschlicher Verantwortung in der Forschung, damit sie, wie es eine Clausthalerin formulierte, Segen ist und nicht Fluch.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 28. November 2001
Forschung jenseits von Leben und Tod
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik begrüßt Studentenpfarrer Dr. Schlicht heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr in der Studentengemeinde, Graupenstraße, Prof. Dr. med. Gerwin Grubel aus Hamburg. Grubel referiert über Medizinische Forschung jenseits von Leben und Tod. Er will über den Stand der biologischen wie ethischen Diskussion in Hinsicht auf Lebensbeginn und -ende informieren. Gäste sind willkommen.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 21. November 2001
Schule und Prüfung der Selbstdisziplin
Vortragsabend bei der Evangelischen Studentengemeinde zum islamischen
Fastenmonat Ramadan
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (bf). Der islamische Fastenmonat Ramadan, der in diesem Jahr am 16. November begonnen hat, war Thema eines Vortragsabends, zu dem die Evangelische Studentengemeinde Clausthal am Montag eingeladen hatte.
Kinan Darwisch, Sprecher der Islamischen Studentengemeinschaft, konnte den rund vierzig Zuhörern in der Kürze eines Referats nur einen Überblick über Ursprünge, Ausübung und Bedeutung des Fastens geben. Was jedoch aus seinen Erläuterungen wie auch den Worten von Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht und der anschließenden regen Diskussion deutlich wurde, war ein hohes Maß ehrlichen Bemühens um gegenseitiges Verständnis, das auch kritische Fragen zuließ.
Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders, sein Beginn verschiebt sich jedes Jahr um zehn Tage zurück und wird in den unterschiedlichen Breiten nach dem Erscheinen der Mondsichel bemessen. Als Monat der Offenbarung des Korans, des Gesetzes der islamischen Gemeinschaft, durch den Propheten Mohammed ist er für die Muslime der wichtigste, heilige Monat des Jahres.
Gemeinschaft betont
Als Schule und Prüfung der Selbstdisziplin, mit dem Ziel zu einem tieferen, reineren Verhältnis zu Gott zu kommen, fastet der Muslim im Ramadan vom Sonnenaufgang - sobald im Dämmerlicht ein schwarzer von einem weißen Faden unterschieden werden kann - bis Sonnenuntergang. Er verzichtet auf jegliche Speisen und Getränke und übt auf weiteren Gebieten Enthaltung, sagte Kinan Darwisch und erläuterte die Regeln des Fastenmonats, der mit einer genau definierten Spende an die Armen, einem großen gemeinsamen Festgebet sowie einem Festmahl, dem Fastenbrechen, endet.
Auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede der christlichen und der islamischen Religion hatte zuvor Studentenpfarrer Dr. Schlicht verwiesen. Das Fasten sei auch im Christentum bekannt, sagte er mit Blick auf die Passionszeit oder auch den Advent; es sei nur im Lauf der Jahrhunderte verweltlicht worden. In jüngerer Zeit werde es zum Beispiel mit Aktionen wie Sieben Wochen ohne von vielen Christen wiederentdeckt, dies jedoch - und das unterscheide seine Ausübung in den beiden Religionen - mehr unter dem Vorzeichen einer gewissen Freiwilligkeit nach dem Wort Jesu Gott liebt dich auch, wenn du nicht fastest, während das Fasten im Islam ein Gebot sei.
In der gemischten Runde aus Clausthal-Zellerfeldern christlichen und muslimischen Glaubens unterstrichen mehrere Redner den sozialen Aspekt des Ramadan, dessen Fastengebot jeder Gläubige individuell und nur vor Gott, den er jedoch immer in Gemeinschaft begehe. Die Tischgemeinschaften werden abends besonders groß, bemerkte ein deutscher Student, was seine muslimischen Semesterkollegen lächelnd bestätigten.
Keine Ungläubigen
Weitere Fragen wurden gestellt und beantwortet, unter anderem nach der Verschleierung der Frau (sie schütze sich vor respektlosen Blicken) und nach der oft zitierten Bezeichnung Ungläubige, die die muslimischen Diskussionspartner strikt ins Reich des Extremismus verwiesen: Wir sehen Christen und Juden als Völker der Schrift an. Alle haben einen Gott und einen Propheten.
Der Abend habe sein Ziel erreicht, einander zu informieren und gegenseitige Ängste abzubauen, schätzte Darwisch abschließend ein, verbunden mit der Bitte um Toleranz gegenüber fastenden muslimischen Mitbürgern im Alltags- und Arbeitsleben.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 21. November 2001
Einblicke in die Kunst des Messens
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik begrüßt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstra&azlig;e 1a, Dr. Friedrich Balck von der TU Clausthal.
Dr. Balck referiert über das Thema Die Kunst des Messens. Mit aufschlußreichem Bildmaterial wird er Einblicke in die Meßkunst der vergangenen Jahrhunderte geben. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 14. November 2001
Horst Hirschler spricht in der Aula
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Heute abend um 19.30 Uhr begrüßen der Rektor der TU Clausthal Prof. Dr. Ernst Schaumann und Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht den früheren Landesbischof Horst Hirschler in der Aula.
Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik spricht Hirschler zum Thema Die Fragen der Physik und die Frage nach Gott. Die Möglichkeiten, daß Naturwissenschaft und Religion erneut ins Gespräch kommen, wird Hirschler unter den Bedingungen der Neuzeit diskutieren.
Interessierte sind herzlich zu Vortrag und Diskussion eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 25. Oktober 2001
Diavortrag über das Dach der Welt
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zu einem besonderen Diavortrag lädt die Evangelische Studentengemeinde heute, Donnerstag, ein. Beginn ist um 19.30 Uhr im Institut für Technische Mechanik, Graupenstraße 3.
Wolfgang Simon aus Siegen berichtet über Tibet - Land und Kultur am Dach der Welt.
Tibet gehört immer noch zu den Ländern der Erde, die von wenigen Menschen bereist worden sind. Wolfgang Simon konnte auf seinen Reisen einen eindrucksvollen Diavortrag erarbeiten, der den Zuschauern das Leben der Tibeter, ihre Religion sowie die politischen Beziehungen zu China miterleben läßt.
Zum Vortrag mit anschließender Diskussion wird herzlich eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 24. Oktober 2001
Wie kommen Öl und Gas ins Land?
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der Evangelischen Studentengemeinde in der Graupenstraße 1 a beginnt heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr die Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik
Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht begrüßt als ersten Referenten den Altrektor Prof. Dr. Claus Marx, der zum Thema Erdgasversorgung aus Sibirien und Offshore-Gebieten sprechen wird.
Viele Menschen machen sich keine Gedanken, woher und wie Öl und Gas nach Deutschland kommen. Wer aber einen Blick hinter die Kulissen wirft, sieht nicht nur eine große ingenieurwissenschaftliche Aufgabe, sondern auch weithin unbekannte Probleme wie der Verlust beim Pipeline-Transport durch Leckagen und illegale Abzweigungen. Prof. Marx wird anschaulich in die Problematik einführen und zur Diskussion bereitstehen.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 27. September 2001
Diskussion über den islamischen Glauben
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (fun). Was ist der Islam? So lautete der Vortrag von Hasem El Dalati am Dienstag in der Evangelischen Studentengemeinde. Der gebürtige Syrer, der seit 1963 in Deutschland lebt, referierte über Ursprünge und Hintergründe des moslemischen Glaubens. Seit dem 11. September ist die Welt komplexer und undurchsichtiger geworden. Mit diesen Worten begrüßte Dr. Schlicht den Referenten. Gerade jetzt sei es wichtig, Vorurteile, die auf Halb- oder Unwissen beruhten, aus der Welt zu räumen, erklärte der Studentenpfarrer weiter. Das Interesse war groß. Bis in die Nacht diskutierten die Angehörigen verschiedener Glaubensrichtungen über die jüngsten Ereignisse in Amerika und ihre Folgen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 25. September 2001
Den Islam besser kennenlernen
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zu einem Vortrag lädt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht heute, Dienstag, in die Evangelische Studentengemeinde in der Graupenstraße 1a ein. Es spricht Dipl.-Ing. Hasem El Dalati über die Grundlagen und die Geschichte des Islam. Beginn ist um 19.30 Uhr.
Seit den Terroranschlägen in Amerika wird in den Medien und in der Öffentlichkeit intensiv über die islamische Religion diskutiert, wobei oftmals ein Informationsmangel über die Grundaussagen und Intentionen des Islam zu bemerken ist.
Hasem El Dalati lebt seit 30 Jahren in Deutschland und kennt sowohl die islamische als auch die christlich-westliche Mentalität. Sein Vortrag und die daran anschließende Diskussion sollen einen Beitrag zum besseren gegenseitigen Verständnis darstellen.
Der Abend wird von der Evangelischen Studentengemeinde in Zusammenarbeit mit der Islamischen Studentengemeinschaft veranstaltet.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 4. Juli 2001
Pastor berichtet über den Golfkrieg
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zur Abschlußveranstaltung der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik lädt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht heute, Mittwoch, in die Räume der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1a, ein. Es spricht Pastor Peter Langenstein aus Böel (Schleswig-Holstein). Pastor Langenstein war zur Zeit des Golfkrieges Militärpfarrer bei einem Minenräumkommando im Golf von Bahrein. Über seine Erfahrungen und Erlebnisse berichtet er mit einem Lichtbildervortrag. Im Anschluß an Vortrag und Diskussion lädt die ESG zu einem kleinen Imbiß ein.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 20. Juni 2001
Vortrag: Grundlagen der Gentechnik
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik begrüßt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1a, Dr. Johannes Beckers aus München. Dr. Beckers spricht zum Thema Genomforschung: Grundlagen, Möglichkeiten, Grenzen.
Der Referent hat sich unter anderem in der Schweiz und den USA mit Anwendungsfragen der Gentechnik eingehend beschäftigt. Er kann kompetent und verständlich in die komplizierte Thematik einführen und stellt sich der anschließenden Diskussion.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 13. Juni 2001
Vortrag zur Euro-Einführung
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik begrüßt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr in den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde Prof. Dr. Friedrich Geigant aus Hannover. Sein Thema lautet Die Einführung des Euro. Er erläutert die Geschichte und Logistik der Euro-Einführung. Außerdem diskutiert er die Frage, wer die Gewinner und Verlierer dieser Währungsumstellung sind.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 16. Mai 2001
Vergessene Technik wird vorgestellt
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht begrüßt heute Abend in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1a, um 19.30 Uhr Dr. Friedrich Balck von der TU Clausthal. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik spricht Dr. Balck zum Thema Wassersäulenmaschinen - eine vergessene Technik.
Auf anschauliche Weise wird den Zuhörern eine historische und in früherer Zeit bedeutsame Technik vorgestellt, die bei vielen wieder in Vergessenheit geraten ist.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 2. Mai 2001
Studenten diskutieren mit Robin Wood
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht begrüßt heute, Mittwoch, 19.30 Uhr, in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße, Jürgen Sattari vom Bundesvorstand der Umweltorganisation Robin Wood. Beim jüngsten Castortransport wurde die von Robin Wood initiierte Gleisblockade kontrovers diskutiert. Ein Vorschlag lautete, die Gemeinnützigkeit der Umweltorganisationen zu überprüfen. Sattari wird die Aktionen von Robin Wood erläutern.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 24. April 2001
Harry Potter und die moderne Welt
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Am Mittwochabend um 19.30 Uhr beginnt die Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde in Clausthal, Graupenstraße 1a. Zur Eröffnung spricht Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht zum Thema Harry Potter als Spiegel und Kritik der modernen Welterfahrung.
Die Harry Potter-Bücher sind ein Phänomen. Die Verkaufszahlen sprengen in Europa jeden bekannten Rahmen. Nicht nur Kinder, sondern auch viele Erwachsene lesen die Abenteuer vom kleinen englischen Zauberer.
Was phasziniert die Leser an diesem Stoff? Dr. Schlicht sieht in der Thematik eine interessante Auseinandersetzung mit der modernen Lebenserfahrung. Demnach hat Harry Potter viele Einstellungen und Gefühle mit seinen kleinen und großen Lesern gemeinsam. Zu Vortrag und Diskussion wird herzlich eingeladen.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 20. April 2001
Stühle reichen oft nicht aus
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zum Bewährten im Semesterprogramm der Evangelischen Studentengemeinde gehört die Mittwochsreihe. Unter dem Oberbegriff Wissenschaft, Technik und Ethik finden von Ende April bis Anfang Juli immer mittwochs interdisziplinäre Gespräche und Informationen statt. Die 90 Stühle reichen oft nicht aus. Zuerst kamen die Studenten, dann die Professoren und jetzt auch die Clausthal-Zellerfelder Öffentlichkeit. Selbst die Dozenten kommen nicht mehr unbedingt aus dem universitären Kreis, freut sich Schlicht über die große Akzeptanz. Es ist hier gelungen, ein natürliches Miteinander von Hochschule und ESG zu verknüpfen. Der Graben der Zwei Kulturen ist zugeschüttet, zieht Schlicht eine Bilanz zu Beginn seines 8. Semesters in Clausthal.
Als äußerst gelungenen Schlußstrich unter das vergangene Wintersemester bezeichnet Schlicht die Mittwochsveranstaltung mit Landesbischöfin Margot Käßmann: Das paßte als Abschluß, und es war so voll wie noch nie, so Schlicht. Natürlich wird diese erfolgreiche Reihe im Sommersemester fortgesetzt. Die Ankündigungen erfolgen rechtzeitig in der GZ.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 16. Februar 2001
Soziale Verantwortung vermitteln
Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann über Bildung
und Ethik
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (fun). Das Interesse war groß und der Hörsaal des Cutec-Instituts mit über 200 Teilnehmern gut besucht. Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann sprach auf Einladung der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) am Dienstagabend zu dem Thema Bildung als Antwort auf die Herausforderungen der Gegenwart.
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Die Landesbischöfin am Nachmittag in der Studentengemeinde |
Es geht um die Solidarität der Starken mit den Schwachen
Die Landesbischöfin griff diese Überlegung zu Beginn ihres Vortrags auf. Sie führte aus, daß in den westlichen Industrieländern allseits der Verlust von Werten, Orientierungsmaßstäben und gemeinsamen Grundüberzeugungen beklagt werde. Dr. Käßmann stellte die Frage in den Raum, ob das Gewebe, das die Gesellschaft zusammenhält, verlorenginge. Ihrer Überzeugung nach kann die gegenwärtige Diskussion über Bildung nicht ausschließlich das Anwendungswissen beinhalten. Denn Bildung ist eben nicht allein die Aneignung von kurz- oder langfristigem Wissen, sondern vor allem die Fähigkeit, ein Verhältnis zum Ganzen des natürlichen Daseins zu entwickeln, erklärte Käßmann. Die bedeute ein Urteilsvermögen, das befähige, in einer individuellen Situation zu werten und zu handeln.
Den Werteverlust in der westlichen Industriegesellschaft sieht die Landesbischöfin im direkten Zusammenhang mit der Diskreditierung von Religion. Ihrer Meinung nach liegt jeder Bildung ein bestimmtes Menschenbild zugrunde. Der christliche Glaube biete eine grundlegende Voraussetzung für die Bildung ethischer Kompetenz. Im Vorbildcharakter Jesu Christi entstünden die christlichen Werte wie Menschenwürde, Toleranz, Mitmenschlichkeit und Zivilcourage.
Die Frage, wie Bildung sich vollziehen kann, beantwortete Käßmann mit der Bedeutung der Familie. Hier sollte den Kindern das Erlernen von Rücksichtsnahme, die Fähigkeit zum Mitleiden und Trösten sowie das Erleben von Vertrauen und Freude vermittelt werden. Aber wie sollen Jugendliche soziale Verantwortung lernen, wenn vielen Eltern diese Orientierung bereits verlorengegangen ist?
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Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann stellt sich nach dem Vortrag den Fragen der Gäste |
Ein Verhältnis zum Ganzen des natürlichen Daseins entwickeln
Schließlich wies Käßmann auf die immer stärker werdende Entwicklung der Leistungsgesellschaft hin. Es werde zunehmend nur noch ein Ausschnitt der Bevölkerung wahrgenommen. Es geht um die Solidarität der Starken mit den Schwachen, die unsere Gesellschaft zusammenhält, sagte die Landesbischöfin.
Da werde im Fernsehen das Bild einer jungen, hübschen Frau gezeichnet, die morgens gut gelaunt aufsteht, zwei Kinder versorgt und zur Schule bringt, anschließend erfolgreich als Führungskraft ihren Job meistert und sich abends, immer noch top aussehend, hervorragend auf einer Party amüsiert. Alte Menschen, Behinderte, Alleinerziehende und Sozialhilfeempfänger hätten in dieser heilen Glitzerwelt keinen Platz mehr, stellte die Landesbischöfin fest.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 13. Februar 2001
Landesbischöfin kommt heute
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Dr. M. Schlicht und Dr. M. Käßmann |
Neben einem Gespräch mit Rektor Prof. Dr. Schaumann wird sich die Landesbischöfin Zeit nehmen, um mit Studierenden zu sprechen und Informationen über den Unialltag zu bekommen.
Abends hält Dr. Margot Käßmann in der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik einen öffentlichen Vortrag. Bildung und Ethik lautet das Thema. Beginn ist um 19.00 Uhr im großen Hörsaal des Cutec-Instituts.
Im Anschluß besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Die Leitung übernimmt Pastor Dr. Schlicht. Der Abend endet mit einem Stehempfang. Hier steht die Bischöfin für Gespräche zur Verfügung. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 2. Februar 2001
Keine Therapie, sondern Diagnose
Christian Wulff sprach über Politikverdrossenheit
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (fun). Politikverdrossenheit, wie sie vor allem bei der jüngeren Generation registriert wird, war das Thema, über das am Mittwochabend der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Christian Wulff auf Einladung von Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht im Cutec-Institut sprach.
Schlicht hatte, wie er mitteilte, bei seinen Studenten zunehmende Gleichgültigkeit und Politikverdrossenheit registriert und Wulff gebeten, im Rahmen der interdisziplinären Gespräche der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) zu diesem Thema zu sprechen. Schlicht hob in der Begrüßung hervor, daß Wulff umgehend geantwortet und zugesagt habe, und wertete das als positives Zeichen für die Studentenschaft, die ihren Frust über die politische Landschaft oft mit den Worten Egal, was die machen, Dreck hat jeder am Stecken und Zur nächsten Wahl gehen wir nicht zum Ausdruck gebracht hatten.
Vertrauen in die Politik zurückgewinnen schrieb Wulff über sein Referat. Er zitierte aus jüngsten Meinungsumfragen. Danach ist das Vertrauen der Bundesbürger zu den Politikern auf einen historischen Tiefstand abgesunken. Darüber hinaus wird den Volksvertretern weitgehend Kompetenzmangel nachgesagt.
Politische Aussagen würden zunehmend auf ein Statement plakativ komprimiert und weitervermittelt. Was heute zähle, sei vor allem eine auffällige Botschaft. Auf den politischen Gegner werde dabei immer weniger Rücksicht genommen und unfaires Verhalten schon bald zur Tagesordnung gehören. Von der jüngsten Plakataktion der Bundes-CDU über Bundeskanzler Gerhard Schröder distanziert sich Wulff und nannte sie einen Fehltritt.
Wesentlich für die Erhaltung der politischen Glaubwürdigkeit ist für Wulff die Einhaltung von Wahlversprechen. Wenn - wie zum Beispiel in Frankreich - eine unabhängige Justiz die Tatbestände prüfen könnte, fühlten sich die Politiker auch zunehmend an ihre politischen Zusagen gebunden.
Für einen weiteren wichtigen Aspekt in dieser Diskussion hält Wulff den zunehmenden Wandel der Wertvorstellungen. An Stelle von Freiheit und Pflicht seien heute Freizeit und Lust getreten. In der Bundesrepublik Deutschland entwickele sich immer deutlicher eine Konsumgesellschaft, in der sich die Bürger durch die Abgabe ihres Stimmzettels von jeder Verantwortung entbunden fühlten. Das Verweilen in der Lästerecke sei die einfachste und sicherlich nicht die beste Lösung, Politik zu machen, bemerkte Wulff.
Im Anschluß an seinen Vortrag stellte sich Wulff den kritischen Fragen der Teilnehmer. Dabei unterstrich er, daß er an diesem Abend keine Patentrezepte habe geben wollen. Vielmehr sei sein Vortrag als Diagnose und nicht als Therapie zu verstehen gewesen. Vertieft wurde die Diskussion dann in persönlichen Gesprächen an den Bistro-Tischen. Dabei erhielt Wulff Meinungsbilder der jungen Generation aus erster Hand.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 31. Januar 2001
Christian Wulff diskutiert mit Studenten
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik spricht am heutigen Mittwoch Christian Wulff, Fraktionsvorsitzender der niedersächsischen CDU im Landtag sowie stellvertretender Parteivorsitzender der Bundes-CDU, um 19.30 Uhr im Cutec-Institut. Vertrauen in die Politik zurückgewinnen ist das Thema seines Vortrages.
Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht hatte Wulff im Frühjahr des letzten Jahres im Zusammenhang mit der Spendenaffäre eingeladen. Er berichtete Wulff von zunehmender Politikverdrossenheit bei den Studenten. Im Anschluß besteht die Möglichkeit zur Diskussion.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 24. Januar 2001
Ehrenpräsident hält Vortrag über den Eid der Ingenieure
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik begrüßt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht am heutigen Mittwoch den Ehrenpräsidenten der Bundesingenieurkammer Dr.-Ing. Werner Meihorst aus Hannover. In den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde in der Graupenstraße 1a spricht Dr. Meihorst über den Eid der Ingenieure. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr.
Mit dem Eid verpflichten sich Ingenieure zu einer nachhaltigen und verantwortungsbewußten Ausübung ihres Berufes zum Wohle von Mensch und Natur. Die Eidesformel, die nach jahrelanger Entwicklung seit letztem Jahr vorliegt, ist nicht unumstritten.
Dr. Meihorst als einer der maßgeblichen Vertreter des Eides wird die Formel und die Diskussion darüber in einem Vortrag mit anschließendem Gespräch vorstellen.
Interessierte sind herzlich eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 17. Januar 2001
Physiker spricht über die Klimaentwicklung
Vortrag in der Evangelischen Studentengemeinde
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Einen renomierten Gast begrüßt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht am Mittwoch, 17. Januar, 19.30 Uhr, in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) Clausthal, Graupenstraße 1a. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik spricht der Physiker Prof. Dr. Klaus Heinloth aus Bonn über die Energieversorgung im 21. Jahrhundert und die daraus resultierenden klimatischen Folgen. Der Titel seines Vortrages Energie im 21. Jahrhundert: Notwendigkeiten, Möglichkeiten und Verantwortung spiegelt seine jahrelange intensive Beschäftigung mit dem Thema wider.
Prof. Heinloth (geboren 1935) arbeitete von 1961 bis 1973 am DESY in Hamburg und ist seit dieser Zeit an der Universität Bonn tätig. Seit 1987 ist er Mitglied in mehreren Enquete-Kommissionen der Bundesregierung gewesen. Seit 1988 arbeitet er im Umweltprogramm der Vereinten Nationen als Sachverständiger und Delegierter der Bundesregierung.
Neben dem Gebiet der Hochenergie-Physik ist Prof. Heinloth besonders an den klimatischen Folgen der Energieversorgung (Treibhauseffekt, Golfstromveränderung) interessiert. In der Evangelischen Studentengemeinde wird Heinloth anschaulich in das komplexe Thema einführen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 10. Januar 2001
Referent spricht über Energieversorgung
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik begrüßt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr Dipl.-Ing. Werner Hatje in den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde.
Werner Hatje spricht zum Thema Energieversorgung: gestern - heute - morgen. Der Referent arbeitet bei dem durch Fusion entstandenen Energieriesen EON. Mit seiner Erfahrung kann er die Aufgaben von Energieversorgungsunternehmen in der Geschichte und die Herausforderungen der Zukunft kompetent darstellen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 13. Dezember 2000
Dr. Schlicht spricht über die Bundeslade
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik spricht Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht heute, Mittwoch, über die Bundeslade. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1a.
Dr. Schlicht führt in die archäologische Wissenschaft anhand des berühmten Kultgegenstandes aus dem Alten Testament ein. Interessenten sind hierzu herzlich eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 29. November 2000
Möglichkeiten der Organtransplantation
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zum Thema Organtransplantation spricht Prof. Dr. Winfried Schott heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1a.
Dr. Schott ist Chefarzt im niedersächsischen Transplantationszentrum in Hannoversch-Münden. Er kann aus eigener Berufserfahrung die Möglichkeiten und Grenzen der Transplantationsmedizin darstellen. Auch die ethischen Problemfälle wie Organhandel, Tiertransplantation, gentechnische Organzüchtung werden von ihm diskutiert.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 29. Mai 2000
Der Müll der Love Parade
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Der Vorsitzende der Berliner Stadtreinigung, Dr. Peter von Dierkes, ist heute um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde in der Graupenstraße zu Gast. Von Dierkes spricht über die Love Parade in Berlin, die Millionen junger Menschen in die Hauptstadt zieht. Dieses Massenereignis stellt für die Stadtreinigung eine große Herausforderung dar. Bei keiner anderen Veranstaltung in Deutschland fällt in kurzer Zeit so viel Müll an. Dr. von Dierkes wirft einen kompetenten und kurzweiligen Blick hinter die Kulissen der Love Parade und zeigt den logistischen Aufwand anschaulich auf.
Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht wird in den Vortrag einführen mit einem Blick auf Geschichte und massenpsychologische Aspekte der Love Parade.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 24. Mai 2000
Staatssekretär heute in der ESG
Greencard-Diskussion
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Einen hohen Besuch aus Berlin erwartet heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) in der Graupenstraße 1a.
Staatssekretär Uwe Thomas aus dem Ministerium für Bildung und Forschung wird in der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik referieren. Er spricht zum Thema Welche Ingenieure braucht unser Land für die Zukunft?
Vor einem Jahr berichteten alle Zeitungen über die Vorschläge von Uwe Thomas. Das Bundesministerium sieht nicht nur das Alter der Hochschulabsolventen in Deutschland in Sorge; auch die in der universitären Ausbildung vermittelten Kenntnisse sind in einer immer mehr zusammenwachsenden Welt eventuell nicht mehr ausreichend. Wie sollten nun die Ingenieure für die Zukunft aussehen?
Auch die aktuelle Greencard-Idee ist ein wichtiges Thema. Darüber wird der Staatssekretär in einem Referat Auskunft geben und sich anschließend der Diskussion stellen.
Alle Interessierten sind dazu herzlich in die Räume der ESG eingeladen.
Pressemitteilung der Evangelischen Studentengemeinde, Mai 2000
Robert Chassell in der ESG
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Am Sonntag, 21. Mai, wird es eine Sonderveranstaltung in der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik in den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) in der Graupenstraße 1a geben. Durch die Zusammenarbeit der ESG mit dem Rechenzentrum der TU Clausthal und dem Institut für Technische Mechanik wird Robert J. Chassell von der Free Software Foundation, Boston, Massachusetts, USA, zum Thema Ethics and Open Source, Free Software sprechen. Die Veranstaltung wird um 19.30 Uhr stattfinden.
In einer Zeit des Überganges von einer industriell geprägten Gesellschaft zu einer Informationsgesellschaft ist es wichtig, sich über die Auswirkungen der Computertechnologie Gedanken zu machen. Durch die Verwendung von freier, offener Software ergeben sich vielfältige ethische Fragen, die der Autor in seinem Vortrag behandeln möchte. Eine solche Frage könnte lauten Sollte es Programmierern erlaubt sein, Programme von anderen Programmierern zu lesen oder gar zu kopieren? oder Ist Software ein industrielles Gut oder eher wie eine Musik?
Robert J. Chassell ist Gründungsmitglied der Free Software Foundation, die die Open Source-Bewegung erzeugt hat und aus der letztendlich das freie Betriebssystem GNU / Linux entstand. Robert Chassell schreibt Bücher über freie Software und hat eine Firma, die sich um freie Software kümmert. Er fliegt sein eigenes Flugzeug und hat die Fluglehrerlizenz.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 17. Mai 2000
Der Gelbe Sack: Sinn oder Unsinn?
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Heute abend um 19.30 Uhr spricht Prof. Dr. Gerhard Ziegmann, Leiter des Instituts für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik an der TU Clausthal, in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1a, über Sinn und Unsinn des Gelben Sacks.
Das Sortieren von Haushaltsmüll ist für die meisten Bürger selbstverständlich. Sie meinen, damit einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Den ökologischen Nutzen dieses Sortierens stellt Professor Ziegmann allerdings in Frage. Stellt sich am Ende heraus, daß der Gelbe Sack ein Symbol für ökologischen Unsinn ist? Zu dem Vortrag wird herzlich eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 10. Mai 2000
Der neue Strommarkt und die Stadtwerke
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik begrüßt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht heute abend um 19.30 Uhr den Geschäftsführer der Clausthal-Zellerfelder Stadtwerke, Dipl.-Ing. Manfred Göring.
Er berichtet in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1a, über die Auswirkungen des liberalisierten Strommarktes auf kleine Versorgungsunternehmen, zu denen auch die Stadtwerke gehören.
Manfred Göring bietet einen Einblick in die aktuelle Situation. Zum Vortrag und zur anschließenden Diskussion werden alle Interessierten herzlich eingeladen.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 19. Februar 2000
Gute Resonanz für ESG-Reihe
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Was macht man an einem Mittwochabend in Clausthal? Viele gucken erst einmal, was in der ESG läuft. Mit diesem Fazit blickt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht auf die Veranstaltungsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik zurück, die in der letzten Woche zu Ende gegangen ist.
Der Zuspruch hält seit fünf Semestern ununterbrochen an. Bei der Veranstaltung zum Thema Virtuelle Welten waren die Räume der Evangelischen Studentengemeinde sogar überfüllt. Auch die anderen Themen erfreuten sich großer Beliebtheit: Wo erfährt man sonst auf allgemein verständliche Art etwas über Atomausstiegskonzepte, Satellitentechnik, solartechnische Erfindungen oder aber die deutsche Bekleidungsindustrie?
Der Ruf dieser Vortragsreihe, die es mit dieser Themenstellung an keiner anderen deutschen Studentengemeinde gibt, ist lange schon über den Harz hinausgewachsen. So wird die neue Hannoversche Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann einen Vortrag in dieser Reihe nutzen, um gleichzeitig die Universität kennenzulernen. Die TU Clausthal wird somit am Beginn der Universitätsbesuche der Bischöfin stehen.
Der Erfolg der Reihe bedeutet für Dr. Schlicht aber kein Ruhekissen. Schon jetzt läuft die Planung für das Sommersemester auf vollen Touren. Bei der Suche nach Referenten sind viele Clausthaler Professoren mit ihren Verbindungen zur Wirtschaft behilflich. Diese gute Zusammenarbeit von ESG und TU schafft ein interdisziplinäres Klima am Hochschulort, das man anderswo gerne hätte, stellt Dr. Schlicht fest und ist sich sicher: Auch im kommenden Sommersemester wird es manch spannenden Mittwochabend in Clausthal geben.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 9. Februar 2000
Zukunft der deutschen Atomkraftwerke
Semesterreihe Wissenschaft, Technik, Ethik geht morgen zu Ende
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Nach einem Semester voller interessanter Abende, bei denen Referenten ganz unterschiedlicher Richtungen gewonnen werden konnten, geht die Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik in der Evangelischen Studentengemeinde nun zu Ende.
Aus Termingründen hat die ESG den Abschlußvortrag auf morgen, Donnerstag, verschoben. In den Räumen in der Graupenstraße 1a spricht um 19.30 Uhr der Vorsitzende der niedersächsischen Energieagentur Stephan Kohler über die Zukunft der deutschen Atomkraftwerke.
Die niedersächsische Energieagentur wurde 1991 vom Land Niedersachsen, der VEBA, Preussen Elektra und anderen gegründet. Sie bietet Dienstleistungen auf den Feldern der rationellen Energieumwandlung, -anwendung sowie der regenerativen Energiequellen an. Stephan Kohler ist ein ausgewiesener Kenner der Kernkraftdebatte. Seine Gedanken zu den Restlaufzeiten wurden im letzten Jahr in mehreren großen Tageszeitungen diskutiert.
Wie in den Semestern zuvor wird der Abschlußabend nach der Diskussion an einem gemütlichen Buffet ausklingen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 26. Januar 2000
Kapitel aus der Energietechnik
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) stellt Professor Dr. Carsten Salander aus Bad Sachsa heute ein Kapitel aus der Geschichte der Energietechnik vor. Er spricht über das Thema Schiffe und Schiffsantriebe.
Professor Salander liest seit Jahren unter anderem Die Geschichte der Energietechnik an der TU Clausthal. Das heutige Thema erfährt eine besondere Betonung dadurch, daß Salander in den 60er Jahren den Reaktor für das Kernforschungsschiff Otto Hahn entwickelt hat. Zum Vortrag mit anschließender Diskussion und geselligem Zusammensein lädt die ESG in die Räume in der Graupenstraße 1a ein.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 19. Januar 2000
Ein Einblick in die Bekleidungsindustrie
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Hans J. Dreyer, Geschäftsführer der Firma Odermark aus Goslar, wird am heutigen Mittwoch um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) zu Gast sein. Auf Einladung von Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht referiert Dreyer im Rahmen der Veranstaltungsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik über Die Bekleidungsindustrie im Jahr 2000 - Rückblick und Ausblick.
Zum Vortrag mit anschließender Diskussion und geselligem Zusammensein lädt die ESG alle Interessierten in die Räume in der Graupenstraße 1a ein.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 15. Dezember 1999
Planck, Einstein und die Religion
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Sag, wie hältst du's mit der Religion? ist eine Frage, die nicht nur Goethe an Gretchen stellt, sondern auch Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht von der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) an Max Planck und Albert Einstein. Im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik zeigt Schlicht heute um 19.30 Uhr auf, wie die großen beiden Naturwissenschaftler ihre eigenen Ansichten zur christlichen Religion entwickelt haben.
Sowohl Planck als auch Einstein fühlten sich herausgefordert, die Ereignisse ihrer Arbeiten mit dem theologischen Wissen ihrer Zeit ins Gespräch zu bringen. Leider ist von Seiten der Theologie diese Aufforderung zum Diskurs nicht aufgenommen worden. Diese vergebene Chance möchte Schlicht mit seinen Ausführungen wieder gutmachen. Zum Vortrag mit anschließender Diskussion und geselligem Zusammensein lädt die ESG alle Interessierten in die Graupenstraße 1a ein.
(Die Internet-Redaktion behält sich die Bemerkung vor, daß nicht überliefert ist, inwieweit Goethe die einleitende Frage des Artikels tatsächlich Gretchen gegenüber geäußert hat, bevor diese sie einem anderen stellen konnte. Dies soll nicht als Widerspruch mißverstanden werden; da es sich bei Gretchen um ein Geschöpf Goethens handelt, ist der Satz im rechten Lichte betrachtet durchaus nicht schlichtweg als falsch abzutun.)
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 23. November 1999
Entsorgung chemischer Abfälle
Referat in der ESG
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) begrüßt heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht den Geschäftsführer der Kali-Salz-Entsorgung GmbH, Kassel, Dipl.-Ing. Hartmut Behnsen. Er referiert im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik über die Entsorgung chemisch-toxischer Abfälle in der Bundesrepublik.
Während in der Diskussion die Frage der Entsorgung radioaktiver Abfälle dominiert, geht die Praxis der Endlagerung chemischer Abfälle nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit vonstatten. Dieser Tatbestand verwundert um so mehr, als daß die Menge der chemisch-toxischen Abfälle, die jedes Jahr in der Bundesrepublik endgelagert werden müssen, die Menge der radioaktiven Abfälle um ein Vielfaches übersteigt. Bedenkt man außerdem, daß die meisten der chemischen Abfälle - im Unterschied zu den radioaktiven - keinerlei Halbwertzeit besitzen, das heißt für alle Ewigkeit als Gift in der Erde gelagert werden, ist das Desinteresse der Öffentlichkeit schwer zu begreifen.
In seinem Referat in der ESG möchte Hartmut Behnsen den Prozeß der Endlagerung chemisch-toxischer Abfälle ausführlich darstellen. Ein Blick auf die Praxis in anderen Ländern der Welt wird nicht fehlen. Zum Vortrag mit anschließender Diskussion lädt die ESG in ihre Räume in der Graupenstraße 1a ein.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 17. November 1999
Der Schlüssel zum Universum
Vortrag in der ESG
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zum Thema Skalarwellen - der Schlüssel zum Verständnis des Universums spricht heute, Mittwoch, Prof. Dr.-Ing. Meyl im Rahmen der Veranstaltungsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG).
Auf allgemein verständliche Weise wird Prof. Meyl in eine Problemlage einführen, die seit den quantenmechanischen Arbeiten zu Beginn dieses Jahrhunderts in der Physik stark diskutiert wird. Im Anschluß wird Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht in ein interdisziplinäres Gespräch mit Prof. Meyl eintreten. Zum Vortrag mit anschließender Diskussion und geselligem Zusammensein lädt die ESG alle Interessierten in die Räume in der Graupenstraße 1a ein.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 10. November 1999
Alternativen zu Tierversuchen
Vortrag in der Evangelischen Studentengemeinde
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik spricht Prof. Dr. Udo Hoppe aus Hamburg am heutigen Mittwoch, 10. November, um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) zum Thema Alternativen zu Tierversuchen in der Kosmetik.
Prof. Hoppe ist in der Forschungsabteilung der Beiersdorf AG seit langen Jahren mit Verträglichkeitstests neuer Kosmetika beschäftigt. Ihm ist es gelungen, Tierversuche zu diesen Zwecken bei Beiersdorf abzuschaffen. Bis zur Entwicklung neuer Verfahren, an denen Prof. Hoppe beteiligt gewesen ist, waren Versuche an lebenden Tieren die einzige Möglichkeit, eventuelle Gesundheitsschädigungen am Menschen frühzeitig zu erkennen und auszuschließen. Das damit verbundene Leiden der Tiere ist seit Ende der 70er Jahre ein gesellschaftlicher Diskussions- und Konfliktstoff gewesen. Den Weg zur Abschaffung der Tierversuche stellt Prof. Hoppe aus seiner eigenen Erfahrung dar. Zugleich wird ein Blick geworfen auf den Stand der Tierversuche in anderen europäischen Ländern sowie den asiatischen Staaten und den USA.
Zum Vortrag mit anschließender Diskussion und geselligem Zusammensein lädt die Evangelische Studentengemeinde alle Interessierten herzlich in die Räume in der Graupenstraße 1a ein.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 3. November 1999
Prof. Müller spricht über Bertha von Suttner
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik spricht Altrektor Prof. Dr. Georg Müller auf Einladung von Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr über Bertha von Suttner.
Zum Vortrag mit anschließender Diskussion und geselligem Zusammensein lädt die ESG alle Interessierten herzlich in die Räume in der Graupenstraße 1a ein.
Das Leben der Friedensnobelpreisträgerin von 1905 ist so bunt und vielschichtig, daß es heutzutage Eingang in die Regenbogenpresse fände. Prof. Müller möchte in seinem Vortrag ausführlicher auf das letzte Drittel ihres Lebens eingehen, das ganz von ihrem Eintreten für den Pazifismus gekennzeichnet gewesen ist.
Eine kleine Ausstellung zum Thema wird in den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde nach der Diskussion zu betrachten sein.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 27. Oktober 1999
ESG startet ihre Vortragsserie
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Mit einem Vortrag von Dipl.-Ing. Dieter Mertig aus Wedel startet heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr die Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) Clausthal im Wintersemester. Seit fünf Semestern lädt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht interessante Gäste aus Universität und Gesellschaft zu Themen von gesellschaftlichem Interesse ein.
Mertig referiert über das Thema Raumfahrttechnologie und Friedenssicherung. Er wirkte lange Jahre selbst in der Forschung und in Bau und Ausrüstung von Satelliten mit. Als Lehrbeauftragter der TU Clausthal liest er in jedem Wintersemester über das Gebiet der Photovoltaik und ihrer Einsatzgebiete. Seit Jahren trägt die Raumfahrttechnologie zunehmend zur Friedenssicherung bei. Der Grund dafür liegt weniger im Gebrauch von militärischen Beobachtungssatelliten, als in der zunehmenden internationalen Zusammenarbeit in der Weltraumforschung. Kurz gesagt: Rußland verfügt über ein unvergleichbares Know-How auf diesem Gebiet, ist allerdings auf westliches Geld angewiesen. Die sich aus diesem Tatbestand herleitende Konsequenz trägt, wie Mertig zeigt, zur Friedenssicherung in der Praxis bei. Zum Vortrag mit anschließender Diskussion lädt die ESG in die Räume in der Graupenstraße 1a ein.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 7. Juli 1999
Großindustrie und Alltagsleben
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zum Abschluß der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik begrüßt die Evangelische Studentengemeinde heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr den Stader Landessuperintendenten Jürgen Johannesdotter in der Graupenstraße 1a. Er spricht zum Thema Großindustrie und Alltagsleben.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 16. Juni 1999
Präsident von Vietinghoff besucht ESG
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Heute abend begrüßt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht hohen Besuch in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG). Der Präsident des evangelisch-lutherischen Landeskirchenamtes Dr. Eckhart von Vietinghoff spricht zum Thema Kirche - Staat - Gesellschaft und beleuchtet damit den Zeitgeist in unserer Gesellschaft zum Ende dieses Jahrhunderts.
Von Vietinghoff ist bekannt für seine deutliche Rede, die auch vor Kritik an der eigenen Firma nicht zurückschreckt. Er steht der überkommenen Meinung, Kirche sei für Kirchenleute da, kritisch gegenüber. Stattdessen fordert er eine überlegte Öffnung zur Gesellschaft, die gerade in der heutigen Situation Orte und Möglichkeiten zur Reflektion benötigt.
Der Referent gilt als ausgezeichneter Analytiker der Lage in der bundesrepublikanischen Gesellschaft. Die Rolle, die Aufgaben, aber auch die Grenzen des Staates werden von dem promovierten Juristen besonders beleuchtet.
An den Vortrag schließt sich die Möglichkeit zur Diskussion an. Im Anschluß steht der Referent auch zum persönlichen Gespräch zur Verfügung. Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 9. Juni 1999
Vortragsreihe wird fortgesetzt
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Evangelische Studentengemeinde Clausthal in der Graupenstraße 1a lädt am heutigen Mittwoch um 19.30 Uhr Studenten und interessierte Bürger zu einem Vortragsabend zum Thema Interdisziplinarität als Lebens- und Berufseinstellung ein. Als Referenten sprechen Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht und Prof. Dr. Ernst Schaumann.
Seit Jahren ist der interdisziplinäre Gedanke, das heißt die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen an den deutschen Universitäten aktuell. Die jeweilige inhaltliche Füllung sieht allerdings oft sehr verschieden aus. Was heißt Interdisziplinarität und wie kann sie an der TU Clausthal gelehrt und ausprobiert werden?
Dieser Frage widmen sich die beiden Referenten Schaumann und Schlicht in ihren Vorträgen und stellen ihre Meinungen zur anschließenden Diskussion.
Der Vortrag ersetzt den ursprünglich vorgesehenen Themenabend Tierversuche des Referenten Prof. Dr. Udo Hoppe. Der Termin muß wegen Erkrankung des Referenten verschoben werden.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 2. Juni 1999
Vortrag zum Thema Was ist Zeit?
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde findet heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr in der Graupenstraße 1a ein Vortrag zum Thema Was ist Zeit? statt. Hierzu eingeladen wurde Michael Gehrmann, bis April 1999 AStA-Vorsitzender der TU Clausthal und unter anderem Landesvorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland.
In der heutigen Zeit kommt die Gesellschaft mit der Zeit nicht zurecht. Es scheint sogar in zu sein, an Zeitknappheit und damit verbunden an Arbeitsüberlastung beziehungsweise Streß zu leiden. Eine Ursache hierfür liegt an dem insbesondere in Deutschland gewachsenen Zeitverständnis. Der Vortragende will die historische Entwicklung des Zeitverständnisses von der Definition der Zeit durch Aristoteles bis hin zur Modekrankheit Streß beleuchten. Wie gehen heute andere Kulturen mit der Zeit um? Was geschieht, wenn die persönliche Zeitplanung durch Arbeitslosigkeit oder Krankheit durcheinandergeworfen wird? Schließlich wird die Frage aufgeworfen, ob mit Zeitmanagement der Zeitstreß beseitigt werden kann.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 19. Mai 1999
Vortrag zur Nullpunktenergie
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht begrüßt heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr Dipl. Phys. D. Schadach aus Bonn in der Evangelischen Studentengemeinde.
Schadach stellt in seinem Vortrag die sogenannte Nullpunktenergie vor, die von der Wissenschaft auf der Suche nach neuen Energieformen zur Zeit immer stärker untersucht wird.
Die phaszinierende Welt der elektronischen Grundlagenforschung wird vom Referenten populärwissenschaftlich dargestellt. Interessierte Gäste sind herzlich willkommen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 12. Mai 1999
Zukunftsangst und soziale Kälte
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Der ehemalige Kreishandwerksmeister aus Lüneburg Manfred Vick ist heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde zu Gast. Er spricht zum Thema Gesellschaftlicher Wandel aus der Sicht des Mittelstandes.
Aufgrund seiner langjährigen beruflichen Tätigkeit kann der Referent auf die letzten Jahrzehnte der Entwicklung in der Bundesrepublik zurückschauen. Neben wirtschaftlichen und politischen Einstellungen hat sich für ihn vor allem die gesellschaftliche Mentalität geändert. Daraus resultieren unter anderem die weit verbreitete Zukunftsangst sowie die oft beklagte soziale Kälte.
Welche Konsequenzen daraus erwachsen, möchte Vick exemplarisch aufzeigen und zur Diskussion stellen. Gäste sind herzlich willkommen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 21. April 1999
Gefühle in der Naturwissenschaft?
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zum Thema Die Rolle der Gefühle in der Naturwissenschaft und Technik spricht Studentenpfarrer Dr. Schlicht heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr in den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1 a. Viele Menschen halten die Ergebnisse der Natur- und Ingenieurwissenschaften für harte Fakten und rein objektiv. Gefühle scheinen im wissenschaftlichen Erkenntnisprozeß keinen Raum zu haben.
Mit diesem Abend wird die Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik im Sommersemester eröffnet.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 10. Februar 1999
Wissenschaft, Technik und Ethik
Abschluß in der ESG
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Heute abend findet um 19.30 Uhr die Abschlußveranstaltung der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) in der Graupenstraße 1a statt. Der angekündigte Referent Dr. Eckhardt von Vietinghoff mußte kurzfristig absagen. An seiner Stelle wird Prof. Dr. Reihlen, Präsident des DIN-Instituts aus Berlin, mit Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht über die Rolle der Ethik bei Wissenschaftlern und Ingenieuren sprechen. Der Abend endet mit einem typisch oberharzer Imbiß. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 3. Februar 1999
Das geniale Leben des Wissenschaftlers Nobel
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik referiert Prof. Walter Knissel heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde, Graupenstraße 1a. Er spricht über Das geniale Leben Alfred Nobels auf einem Pulverfaß. Zeit und Lebensgeschichte des großen deutschen Wissenschaftlers werden von Knissel vorgestellt und diskutiert. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 14. Januar 1999
Antwort auf ein weniger verantwortbares Konzept
Niedersachsens Umweltminister Wolfgang Jüttner sprach über den
Ausstieg aus der Atompolitik
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (oli). In ihrer Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik hatte die Evangelische Studentengemeinde diesmal einen Gast präsentiert, der die große Politik mitbestimmt. Niedersachsens Umweltminister Wolfgang Jüttner sprach am Mittwoch im Cutec-Institut über den Ausstieg aus der Atomenergie. Zur gleichen Zeit einigten sich die Koalitionspartner in Bonn darauf, die Wiederaufarbeitung von Atommüll zum Jahresende zu verbieten.
Die Koalitionsvereinbarung, die als Grundlage der Gespräche diente, wurde wesentlich von Jüttner mitbestimmt. Ein großer Fisch also, den Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht, Initiator der Vortragsreihe, an Land gezogen hatte. Im Vorfeld rief ihn der Chefredakteur einer Zeitung an, berichtete Schlicht den mehr als hundert Gästen zu seinem Fang. Der Journalist habe gefragt, warum der Umweltminister in Clausthal-Zellerfeld spreche. Schlicht antwortete in der ihm eigenen Art: Weil wir die Evangelische Studentengemeinde sind.
Jüttner hatte sich in eine Löwenhöhle begeben. Viele der Zuhörer waren vom Fach, darunter Umwelt- und Entsorgungstechniker, die mit der Materie bestens vertraut sind. Der Sozialdemokrat, in seiner manchmal betont polemisch-flapsigen Art dem früheren Ministerpräsidenten [Gerhard Schröder] nicht unähnlich, erinnerte zunächst daran, wie die Nutzung der Atomenergie in den fünfziger und sechziger Jahren groß wurde.
Dann kam der Gast aus Hannover auf die Energiekrise 1973 und die Ereignisse von Tschernobyl 1986 zu sprechen, die das Vertrauen in die Atomenergie erschütterten. Die Ausradierung einer Region habe bewiesen, daß die Risiken nicht mehr einzufangen seien. Dies habe dem Paradigmenwechsel in der Energiepolitik auf die Sprünge geholfen.
Wie aber ist der Ausstieg - eines der zentralen Themen der rotgrünen Koalition - zu organisieren? Jüttner denkt langfristig: Wir haben früher gemeint, in zehn Jahren ist das geregelt. Dies sei jedoch unrealistisch. Niedersachsens Umweltminister setzt dagegen auf einen Zeitrahmen von deutlich weniger als dreißig Jahren.
In drei Jahren soll der Abschied organisiert werden. Durch Änderung im Atomgesetz müsse ein unumkehrbarer Ausstieg vereinbart werden. Politik, Verbände und Energiewirtschaft haben dann ein Jahr Zeit, um - möglichst einvernehmlich - den Ausstieg zu regeln. Am Ende sollen die Ergebnisse gesetzlich verankert werden.
Die Politik, so Jüttner, müsse parallel alternative Energien wie Wind und Sonne stärker fördern. In diesen Zukunftsbranchen müsse die Bundesrepublik vorankommen. Die Wachstumsraten seien enorm, daher böten die Branchen große Beschäftigungspotentiale. Außerdem sollten Projekte unterstützt werden, die helfen, Energie zu sparen.
Jüttner mußte sich vorhalten lassen, seine Partei und die Grünen hätten alles getan, um zu verhindern, daß bei der Entsorgung von Kernbrennstäben weitere Fortschritte erzielt würden. Zudem habe er sich nicht dazu geäußert, daß der Einsatz von Atomstrom geholfen habe, den Kohlendioxyd-Ausstoß deutlich zu verringern, der Verzicht auf Kernenergie sei angesichts des Treibhausklimas nicht unproblematisch. Der Umweltminister stellte sich der Diskussion, räumte auch ein, daß unser Konzept Probleme beinhaltet. Aber es ist eine Antwort auf ein Konzept, das ich für weniger verantwortbar halte.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 13. Januar 1999
Minister Jüttner spricht heute im Cutec-Institut
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Umweltminister Wolfgang Jüttner aus Hannover spricht heute, Mittwoch, im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik, einer Veranstaltung der Evangelischen Studentengemeinde. Um 19.30 Uhr wird er im Cutec-Institut, Leibnizstraße, über die politischen Konsequenzen des Koalitionsvertrages zum Thema Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels in der Energiepolitik referieren. Im Anschluß ist wie immer Gelegenheit zur Diskussion mit dem Referenten.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 16. Dezember 1998
Referent hat doppelte Qualifikation
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik spricht Christian Berg heute, Mittwoch, 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde zum Thema Nachhaltigkeit und Technikentwicklung aus theologischer Sicht.
Das Interessante an dem Referenten ist seine doppelte Qualifikation. Er ist zum einen ausgebildeter Physiker und zum anderen Magister der Theologie. Auf Grund seines interdisziplinären Wissens kann er interessante Bezüge zur Technikbewertung aufzeigen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 9. Dezember 1998
Erfahrungen bei der Internetnutzung
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zu einem Erfahrungsaustausch zum Thema Studium und Internet lädt die Evangelische Studentengemeinde heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr ein.
Dr. Gerald Lange, Leiter des Rechenzentrums, und Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht möchten mit Studenten über ihre Erfahrungen und Wünsche bei der Internetnutzung sprechen.
Jeder, der sich für die Geschichte des Internetaufbaus an der TU Clausthal und die zukünftigen Ausbaumöglichkeiten interessiert, ist herzlich eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 2. Dezember 1998
Vortrag zur Lage auf dem Energiemarkt
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Einen Vortrag zur aktuellen Lage auf dem deutschen Energiemarkt hält Dr. Hans-Dieter Harig heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr im Cutec-Institut. Der Vorstandsvorsitzende von Preussen-Elektra kommt auf Einladung der Evangelischen Studentengemeinde Clausthal. Innerhalb der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik äußert sich Harig zu den Möglichkeiten und Grenzen der Liberalisierung des Energiemarktes.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 25. November 1998
In der ESG: Vortrag über Otto Hahn
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zum Thema Otto Hahn - Leben und Werk spricht Prof. Dr. Salander heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) in der Graupenstraße.
Den Entdecker der Kernspaltung lernte Salander noch persönlich kennen. Über seine wissenschaftlichen Leistungen, die geschichtlichen Verwicklungen und über die menschlichen Eigenheiten referiert und diskutiert Salander im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik. Gäste sind herzlich willkommen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 11. November 1998
Solargeneratoren und ihre Einsatzgebiete
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik referiert Dr.-Ing. Dieter Mertig heute, Mittwoch, über Solargeneratoren und ihre Einsatzgebiete auf der Erde und im Weltall.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Evangelischen Studentengemeinde. Mit Blick auf die Geschichte der technischen Entwicklung der Photovoltaik geht Mertig auf gegenwärtige Anwendungen und zukünftige Möglichkeiten ein. Im Anschluß besteht die Möglichkeit zur Diskussion.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 4. November 1998
In der ESG: Diskussion über den Umweltschutz
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik in der Praxis ist heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr Prof. Dr. Philipp in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) zu Gast.
Prof. Philipp ist verantwortlich für den Umweltschutz bei der Thyssen-Krupp AG. Am Beispiel dieses Großkonzerns möchte Philipp die Anforderungen und Möglichkeiten betrieblichen Umweltschutzes darstellen. Zum Vortrag und der nachfolgenden Diskussion sind interessierte Gäste herzlich willkommen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 28. Oktober 1998
In der ESG: Vortrag über Gentechnologie
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) in der Graupenstraße 1 a ist heute, Mittwoch, um 19.30 Uhr Dr. Susanne Brackmann vom Eigen-Institut aus Göttingen zu Gast.
Als ausgewiesene Wissenschaftlerin spricht sie in der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik zu dem Thema Vom Ursprung des Lebens zur evolutiven Biotechnologie.
Die gesellschaftliche Einstellung zur Gentechnologie ist zwiespältig. Einige lehnen vehement genetisch veränderte Lebensmittel ab, andere begrüßen dagegen gentechnologisch verbesserte Medikamente. Wo liegen die Grenzen der Forschung? Zugänge zur Beantwortung dieser schwierigen Frage sucht Dr. Brackmann in ihrem Vortrag auf informative Weise zu finden.
Nach dem Vortrag besteht die Gelegenheit zur Diskussion, die von Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht geleitet wird. Die Veranstaltungsreihe wird am nächsten Mittwoch fortgesetzt.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 9. Oktober 1998
Kleinste ESG mit größtem Programm
Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht stellt ESG-Semesterprogramm vor
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (HaBe). Wir sind die kleinste ESG im Lande und haben das größte Programm. Wir registrieren zunehmenden Zuspruch. Die Angebote werden von vielen wahrgenommen, es hat sich herumgesprochen, daß wir für jeden etwas bieten und kein Missionsverein sind, stellt Dr. Schlicht fest.
Ganz wichtiger Bestandteil des ESG-Programmes ist die Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik, in der interdisziplinäre Gespräche geführt werden, und das nun bereits seit vergangenem Winter. Während des Semesters gibt es jeden Mittwoch um 19.30 Uhr dort einen besonderen Gast aus der Hochschule, der Industrie oder der Politik. Je nach Prominenz erweist sich dann der Raum in der ESG als zu klein, so daß das Cutec-Institut als Gastgeber zur Verfügung steht. So wird es zum Beispiel auch sein, wenn der niedersächsische Umweltminister Wolfgang Jüttner erwartet wird. Wie Dr. Schlicht berichtet, hat auch noch vor den Wahlen Joschka Fischer sein Erscheinen zugesagt. Ein Termin im Sommersemester 1999 steht in Aussicht.
Das Besondere an diesen Abenden ist es, so Dr. Schlicht, daß hier keine Patentlösungen gesucht oder gefunden werden. Es geht darum, das Bewußtsein für Werte zu wecken, um Sensibilisierung für die Thematik. Wie Schlicht berichtet, ist die Industrie zunehmend an Absolventen interessiert, die über den Tellerrand hinausschauen, die nämlich über Sozialkompetenz verfügen.
Die studentischen Teilnehmer an der Gesprächsrunde wissen es ganz besonders zu schätzen, so berichtet Schlicht, daß es hier Professoren zum Anfassen gibt, daß man nämlich in ungezwungener Atmosphäre mit den Hochschullehrern ins Gespräch kommt.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 1. Juli 1998
Vortrag über die EXPO 2000
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der Evangelischen Studentengemeinde ist heute, Mittwoch, um 20 Uhr Dr. Gerhard Wegener aus Hannover zu Gast. Er spricht zum Thema Mensch - Natur - Technik: Erfüllt die EXPO ihre Ansprüche?
Die EXPO 2000 ist zur Zeit in aller Munde. Wo die Befürworter auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten einer Weltausstellung in Deutschland hinweisen, fragen Kritiker immer lauter nach ihrem Sinn, vor allem mit Blick auf die Kosten der baulichen Vorbereitungen auf dem Messegelände sowie der verkehrstechnischen Planungen.
Dr. Wegener wird sich als kirchlicher EXPO-Beauftragter im Rahmen der Reihe Naturwissenschaft, Technik und Ethik in der Praxis äußern. Im Anschluß lädt Studentenpfarrer Dr. Schlicht zur Diskussion ein.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 20. Juni 1998
Wissen um die Grenze des Machbaren erforderlich
Landesbischof Dr. Horst Hirschler sprach in der Aula
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (ms). Einen der hervorragenden Redner dieses Landes begrüßte TU-Rektor Prof. Dr. Peter Dietz am Donnerstagabend in der gutbesuchten Aula der TU. Auf Einladung von Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht sprach Landesbischof Dr. Horst Hirschler zum Thema Technik, Ethik und die Kirche.
Hirschler stand noch ganz unter dem Eindruck des tragischen ICE-Unfalls von Eschede. Die Schicksale und Bilder wirkten immer noch nach, so Hirschler, und brächten jeden Menschen zu der Frage Warum? Eine Technik, die meine, alles vorherberechnen zu können, sei unmöglich. Die heutigen technischen Möglichkeiten erlaubten nur, nachzuvollziehen, was in Eschede extrem schlecht gelaufen wäre.
Bei einer vorobjektivierenden Betrachtungsweise der Wirklichkeit sei es zwar notwendig, persönliche Gefühle sowie die Frage nach Gott außer acht zu lassen, doch die existentielle Dimension des Lebens lasse sich auf Dauer nicht verdrängen, auch nicht von der modernen Technik. Ein Glaube, der sich an den Realitäten der Welt nicht vorbeimogelt, sondern sie ernsthaft wahrnimmt, könnte vielen Menschen helfen, die Sprachlosigkeit angesichts des Geheimnisses des Lebens zu überwinden. Dabei warnte Hirschler vor einer Flucht in ein religiöses Ghetto.
Mit Martin Luther meinte er, man solle so arbeiten, als wenn alles Beten nichts nütze, sowie beten, als wenn alles Arbeiten nichts bringe. Das Wissen um die Grenzen des menschlich Machbaren sei erforderlich, um verantwortlich als Ingenieur zu wirken. Die Diskussion über Verantwortung und Ethik, wie sie in Clausthal seit dem letzten Wintersemester wöchentlich in der Evangelischen Studentengemeinde geführt wird, begrüßte der Landesbischof ausdrücklich. Er selbst stellte sich im Anschluß an den Vortrag den Fragen der Anwesenden. Auch hier überzeugte Hirschler durch seine Persönlichkeit, die bei allem Ernst die Haltung der Freude, des Witzes und des Optimismus deutlich spürbar werden ließ.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 16. Juni 1998
Thema: Technik, Ethik und Kirche
Landesbischof kommt
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Reihe Naturwissenschaft, Technik und Ethik begrüßt die Evangelische Studentengemeinde Clausthal (ESG) am Donnerstag, 18. Juni, um 20 Uhr einen besonderen Gast. Landesbischof Dr. Horst Hirschler spricht zum Thema Technik, Ethik und die Kirche. Da zahlreiche Zuhörer erwartet werden, wurde die Veranstaltung in die Aula der TU Clausthal verlegt.
Daß Hirschler an diesem Abend auf das ICE-Unglück von Eschede zu sprechen kommt, ist - drei Tage vor dem Staatsakt mit dem Bundespräsidenten in Celle - mehr als wahrscheinlich. Schließlich hat der Unfall allen Menschen wieder deutlich in Erinnerung gerufen, daß moderne Technik keine absolute Sicherheit erreichen kann. Katastrophen wie dieser werden uns weiterhin begleiten. Wie aber kann man mit diesem Wissen leben und arbeiten?
Der Landesbischof wird in der Aula von TU-Rektor Prof. Dr. Peter Dietz begrüßt. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit, unter Leitung von Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht in eine Diskussion mit dem Landesbischof einzutreten.
Ein gemütlicher Teil zum Abschluß des Abends bietet allen Interessierten die Möglichkeit, auf persönliche Art mit Dr. Hirschler zu sprechen.
Zu diesem besonderen Vortragsabend sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 9. Juni 1998
Ein Grenzgänger der Wissenschaft
Vortrag über Prof. Fritz Haber
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Bei der Evangelischen Studentengemeinde Clausthal-Zellerfeld wird die Reihe Naturwissenschaft, Technik und Ethik in der Praxis fortgesetzt. Prof. Dr. Dieter Kaufmann spricht am Mittwoch, 10. Juni, um 20 Uhr in einem Vortrag über Fritz Haber - ein Wissenschaftler als Grenzgänger.
Haber (1868 bis 1934) ist zum Synonym für die Ambivalenz der modernen wissenschaftlichen Forschung und ihrer prominenten Vertreter geworden. Das zeigt insbesondere der Tatbestand, daß er 1920 den Nobelpreis für Chemie erhielt (Amoniaksynthese) und gleichzeitig als Kriegsverbrecher (Kampfgasherstellung) gesucht wurde.
Prof. Kaufmann widmet sich der Größe und Tragik dieses Mannes. Der Vortrag findet in den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) in der Graupenstraße 1 a statt.
Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit der Diskussion mit Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht und den anwesenden Studierenden und Gästen. Zu dieser Veranstaltung wird herzlich eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 27. Mai 1998
Referat zum Thema Verantwortung
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der Reihe Naturwissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) spricht Prof. Dr. Michael Jischa heute, Mittwoch, um 20 Uhr zum Thema Die Dynamik des technischen Wandels als Herausforderung an unsere Verantwortungsstrukturen.
Seit 1979 das Buch Prinzip Verantwortung von Hans Jonas erschienen ist, konnte dessen Titel sprichwörtlichen Charakter erhalten. Doch wie sehen die heutigen Verantwortungsmöglichkeiten aus?
Zum Vortrag und zur Diskussion lädt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht in die Räume der ESG in der Graupenstraße 1a ein.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 6. Mai 1998
Professor referiert über den Energiemarkt
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Zum Thema Liberalisierung des Energiemarktes referiert Prof. Dr. H. P. Beck heute, Mittwoch, in den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde in der Graupenstraße. Der Veranstaltung im Rahmen der Seminarreihe Naturwissenschaft, Technik und Ethik beginnt um 20 Uhr.
Ab dem nächsten Jahr kann jeder seinen Stromanbieter selbst wählen. Ob Atomstrom oder Alternativstrom entscheidet am Ende die persönliche Einstellung oder der Geldbeutel.
Über die technische Realisierung und Erfahrungen aus anderen Ländern informiert Prof. Beck und diskutiert im Anschluß mit Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht sowie den Studierenden und Gästen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 29. April 1998
Chancen und Risiken des Mediums Internet
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Naturwissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) spricht Dr. Gerald Lange, Leiter des Rechenzentrums der TU Clausthal, heute, Mittwoch, über die Möglichkeiten des Internet.
In der Diskussion mit Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht und den Studierenden sowie weiteren Interessierten sollen auftretende Fragen erörtert werden.
Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr in den Räumen der ESG in der Graupenstraße.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 22. April 1998
Professor referiert über radioaktive Abfälle
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. In der Reihe Naturwissenschaft, Technik und Ethik ist heute, Mittwoch, um 20 Uhr Prof. Klaus Kühn aus Clausthal-Zellerfeld zu Gast in den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde. Er referiert zum Thema Entsorgung radioaktiver Abfälle - Ziele und Realisierung.
Der Streit um die Zwischenlager Gorleben, Schacht Konrad beziehungsweise das Endlager Morsleben hat die Frage der Entsorgung in die Mitte der Kernenergiedebatte gerückt. Wie kann man die zukünftige Sicherheit von Lagerstätten für einen großen Zeitraum gewährleisten? Zu diesen Fragen wird sich Prof. Kühn im Referat und der anschließenden Diskussion äußern.
Bericht der Goslarschen Zeitung, 17. April 1998
Reden über Gott und die Welt mit Fragen und Zweifeln
Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht zieht positive Semesterbilanz
CLAUSTHAL-ZELLERFELD (HaBe). Das erste Semester ist gut gelaufen, stellt Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht nach dem ersten Halbjahr in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) fest. Man sei ihm bei seinen Antrittsbesuchen sehr offen begegnet und habe das Programm sehr interessiert aufgenommen, habe ihn aber gewarnt: Seien Sie nicht enttäuscht, wenn nur drei kommen. Das Gegenteil war der Fall, die ESG platzte an manchen Abenden aus den Nähten. Schlichts Erklärung, er nennt es die besondere Haltung der Clausthaler: Sie geben jedem eine Chance, und wenn man gut ist, kommen sie wieder, wenn nicht, bleiben sie weg.
Nun, anscheinend war Schlicht beziehungsweise sein Programm gut, denn viele kamen wieder. So kam es aufgrund der großen Resonanz und Nachfrage dazu, daß in diesem Semester die Veranstaltungsreihe Technik und Ethik fortgesetzt wird. Für denjenigen Hochschullehrer, der jeweils im Mittelpunkt eines Abends stand, war diese Art der Veranstaltung Neuland, denn es gab von Schlicht die Vorgabe der ethisch-philosophischen Tradition, der Part des Professors bestand darin, quasi aus dem Stand Verbindung und Parallelen zur Forschung aufzuzeigen. Für viele Studenten war das eine neue Form der Veranstaltung, daß man sich miteinander unterhalten konnte und daß Patentlösungen nicht auf dem Tablett serviert wurden, hat Schlicht erkannt und sich dem Wunsch zum Weitermachen gerne gebeugt. So ist bereits die Nachfolgereihe am Mittwoch gestartet worden. Jetzt ist es andersrum. Ein Professor berichtet einen Fall aus seiner Praxis, zeigt die Problematik auf, und gemeinsam wird nach einer Lösung gesucht, faßt Schlicht zusammen. Es hat sich auch außerhalb des Oberharzes herumgesprochen, daß diese Veranstaltungen einen besonderen Reiz haben. Und so wird die Teilnehmerrunde prominenter, denn sie reicht von Landesbischof Dr. Hirschler bis hin zu FDP-Mann Hirche, auch der umweltpolitische Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion Kurt-Dieter Grill wird kommen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 15. April 1998
Auftakt heute in der ESG
Technik und Ethik wird fortgesetzt
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Wintersemester fand in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) Clausthal eine vielbeachtete Veranstaltungsreihe zum Thema Technik und Ethik statt, die jetzt im Sommersemester fortgesetzt werden soll.
Im interdisziplinären Gespräch tauschten im Wintersemester Professoren der TU, Studentenpfarrer Dr. Schlicht, Studierende und Gäste ihre Meinungen zu ethischen Positionen aus. Wider die Resignation wurden philosophische und religiöse Ansätze für zukunftsweisendes technisches Handeln wahrgenommen und der Kritik unterzogen.
Den Anfang im Sommersemester macht am heutigen Mittwoch um 20 Uhr in den Räumen der ESG Dr. Schlicht selbst. Vor kurzem erst ist die Delphi-Umfrage 1998 erschienen. Darin ist die Meinung von über 2000 befragten Experten zur zukünftigen Entwicklung auf der Erde - und besonders in Deutschland - dokumentiert. Dr. Schlicht präsentiert die Ergebnisse unter dem Titel: Was bringt die Zukunft. Im Anschluß kann diskutiert werden. Auch an den folgenden Abenden soll ein Thema aus der Praxis vorgestellt werden, das zu ethischem Nachdenken herausfordert.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 4. Februar 1998
ESG lädt zur Schlußdiskussion ein
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Mit der Schlußdiskussion geht heute, Mittwoch, ab 19.30 Uhr die Veranstaltungsreihe Technik und Ethik zu Ende.
Prof. Dr. Helmut Reihlen, Direktor des DIN-Instituts Berlin, hat sich bereiterklärt, diesen Abend mitzugestalten.
Die Evangelische Studentengemeinde (ESG) lädt dazu alle Interessierten in die Räume in der Graupenstraße 1a ein. Im Anschluß gibt es einen Ausblick auf die Fortsetzung der Reihe im Sommersemester 1998.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 7. Januar 1998
Lyriker Kattner liest aus seinem Buch
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Der deutsche Lyriker Heinz Kattner ist heute abend in der Evangelischen Studentengemeinde in der Graupenstraße 1a zu Gast. Er liest aus seinem Buch Nachfahren. Italiengedichte. Die Lesung beginnt um 19.30 Uhr.
Kattner wurde 1947 in Hildesheim geboren und lebt in Leesthal bei Lüneburg. Er veröffentlichte mehrere Gedichtbände. Dafür bekam er mehrere Auszeichnungen.
Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht hat den Lyriker mit dieser Lesung in die interdisziplinäre Vortragsreihe Technik und Ethik eingebunden. Schlicht meint, die Stimme eines Lyrikers sei wichtig zur Überprüfung und Erweiterung der eigenen, oft festgefahrenen Lebenswahrnehmung. Um das Leben geht es gerade bei der Diskussion über Technik und Ethik.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 10. Dezember 1997
Seminarreihe wird fortgesetzt
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Im Rahmen der Reihe Technik und Ethik besucht der Präsident der Bundes-Ingenieurkammer, Dr. Werner Meihorst, heute, Mittwoch, die Evangelische Studentengemeinde Clausthal.
Ab 19.30 Uhr wird er über die persönliche Verantwortung von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern sprechen. Als Präsident der Bundes- sowie der Niedersächsischen Ingenieurkammer bereitet er seit Jahren einen Berufseid für künftige Ingenieure vor, vergleichbar mit dem hippokratischen Eid für Ärzte. Auf Einladung des Studentenpfarrers Dr. Matthias Schlicht möchte der Referent seine Meinung vorstellen und mit den Teilnehmern diskutieren.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 4. November 1997
Castor-Pastor hält Vortrag
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Der Termin für den nächsten Vortrag in der Reihe Technik und Ethik in der Evangelischen Studentengemeinde mußte kurzfristig geändert werden. Der Vortrag findet bereits heute, Dienstag, um 19.30 Uhr in der Graupenstraße 1a statt. Studentenpfarrer Dr. Schlicht wird in die Problematik der Verantwortung einführen.
Im Anschluß wird der Castor-Pastor Jürgen Pommerien aus dem Kirchenkreis Lüneburg berichten. Während des letzten Castor-Transports gehörte Pommerien zu den Pastoren, die sich freiwillig zwischen gewaltbereite Demonstranten und Polizisten stellten, um zu deeskalieren. Wie diese Ethik im Ernstfall ausgesehen hat, kann Pommerien lebhaft schildern. Alle Interessierten sind zu dem Vortrag eingeladen.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 29. Oktober 1997
Tradition und Herkunft prägen
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Was zu Beginn wie ein Modethema der Atomkraftdiskussion aussah, nämlich das Verhältnis von Technik und Ethik, entwickelt sich mehr und mehr zu einer schicksalhaften Thematik. Dürfen wir alles machen, was wir können? Stimmt der Merkspruch, der über dem Institut für Technische Mechanik in der Graupenstraße zu lesen ist: Es ist nicht genug zu wissen, man muß auch anwenden? Wieso müssen wir das technisch Mögliche anwenden? Zeigt sich nicht in den letzten Jahren immer deutlicher das ambivalente Gesicht moderner Technik? Vom Kunstdünger bis zur Kernkraft: Keine Neuerung in Naturwissenschaft und Technik hat nur Segen in sich, da kommt immer auch ein Fluch zum Vorschein, dessen Auswirkung allerdings in vielen Fällen erst die Generationen nach uns zu spüren bekommen werden.
In der Veranstaltungsreihe Technik und Ethik, die heute um 19.30 Uhr in den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde beginnt, geht es um die ethische Dimension technischen Handelns.
Studentenpfarrer Dr. Matthias Schlicht gibt in verständlicher Form Informationen zu Meilensteinen des ethischen Denkens sowie der Einstellung zu Umwelt und Mitmenschen. Traditionen religiöser und philosophischer Herkunft prägen mehr, als viele meinen. Im Gespräch mit Professoren und Dozenten der TU Clausthal soll die Aktualität, Relevanz und Tragfähigkeit ethischer Überlegungen fürs Studieren diskutiert werden. Studierende sind zur Diskussion eingeladen. Das Seminar wird an elf Abenden mittwochs von 19.30 bis 21 Uhr fortgesetzt. Die Schlußdiskussion findet am 4. Februar 1998 statt.
letzte Änderungen: 16.XII.2008
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