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Wissenschaft, Technik und Ethik
Im Wintersemester 1997/1998 rief der damalige Pfarrer der evangelischen Studentengemeinde, Dr. Matthias Schlicht, die Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik ins Leben, unter deren Schirmherrschaft und Obdach seither jeden Mittwoch des Semesters an der TU-Clausthal Vorträge zu diesem Oberthema gehört werden können.
Die Welt, in der wir leben, wird mit jedem Tag globaler und globalisierter, die Wissenschaften verschiedenster Natur arbeiten immer enger, verzahnter und voneinander abhängiger zusammen; gleichzeitig wird - vor allen Dingen in technischen Bereichen - unser Horizont immer spezifischer und damit eingeschränkter. Dies kann sowohl lokal als auch global zu fatalen Folgen führen, aber auch zum ganz banalen persönlichen Unglück, wenn der verantwortliche Mensch nicht auch verantwortungsbewußt wird, was er auch dann werden muß, wenn er nur ein scheinbar unbedeutendes Rädchen in einer großen Maschinerie darstellt.
Dies zu erkennen Bedarf eines Blickes über den Tellerrand dessen, was zum Beispiel Lehrpläne vorschreiben oder Fernsehprogramme nahelegen. Diesen Ausblick zu erhaschen ist natürlich nicht immer einfach; nicht nur der oberharzer Nebel mag die Neugierde trüben und zu schnell resigniert abflauen lassen. Um so wertvoller ist eine Vortragsreihe, die Themen aus allen Wissensbereichen und Blickwinkeln und auch allen historischen Zeiten vorstellt, und dies noch dazu fundiert und kurzweilig!
Jeder Student einer Technischen Universität sollte sich dessen bewußt sein, daß seine ethischen und sozialen Kompetenzen von einem zukünftigen Arbeitgeber ebenso stillschweigend vorausgesetzt werden wie von der Gesellschaft, an deren Veränderung und Formung er aktiv teilnimmt, viel zu oft, ohne dieses deutlich genug zu spüren. Das gleiche gilt natürlich für jeden Bürger, der sich für seine Zukunft und die seiner Kinder oder seiner Mitmenschheit interessiert.
Daher halte ich die an der TU-Clausthal angebotene Vortragsreihe zu diesem Thema - oder besser zu diesen Themen - schon beinahe für eine Pflichtveranstaltung. Ich kann von mir selbst behaupten, daß ich von keinem der Vorträge nach Hause ging, ohne den Kopf voller neuer Gedanken und Ideen gehabt zu haben, und das auch, wenn mich das Titelthema eigentlich gar nicht so sehr verlockte. Ich denke, es kann kaum ein besseres Lob für eine so abwechslungsreiche Vortragsreihe geben als die Tatsache, daß der Zuhörer immer wieder neue Gedankenhorizonte entdecken konnte.
Im Wintersemester 2003/2004 wechselte Dr. Matthias Schlicht vom Studentenpfarrer in Clausthal zum Konventualstudiendirektor im Kloster Loccum; seit dem Wintersemester 2007/2008 ist er allerdings wieder in Clausthal, als Gastdozent für Schlüsselqualifikationen und Sozialkompetenz an der Oberharzer Hochschule. Sein Nachfolger als Studentenpfarrer, Dr. Heiner Wajemann, hat die Vortragsreihe übernommen und will sie im gleichen Sinne und Geiste weiterführen. Er eröffnete auch die Staffel des Sommersemesters 2004 mit dem Vortrag Christliches Gottes-, Welt- und Menschenbild, einem Thema, daß sich sicherlich ganz unabhängig von religiöser und kultureller Einstellung wie ein roter Faden durch jedes Leben, jeden Fachbereich und jede Geschichte zieht. Seit Oktober 2004 gibt es in jedem Wintersemester grobes Leitthema:
Seit dem Sommersemester 2008 tritt Torsten Nieland als Mitveranstalter der Reihe auf und übernimmt gelegentlich vertretungsweise die Moderation und Leitung der Veranstaltungen.
Ich selbst hatte bereits einige Male
die große Ehre, in diesem Kreise vortragen zu dürfen, und
zwar zu folgenden Themen:
Ich möchte aber nicht nur meine eigenen Vorträge hier vorstellen oder in Erinnerung halten, sondern auch andere Abende der Veranstaltungsreihe, die mir wichtig erscheinen und deren Texte mir von den Autoren freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden:
Der folgende Text basiert nicht auf einem Vortrag der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik, der Autor war allerdings ebenfalls bereits Referent dort, und der Text paßt thematisch zweifellos an diese Stelle:
Weiteres zum Thema:
Die Pressemitteilungen zu Vorträgen der Reihe.
Auf dieser Seite können Sie sich einen guten Überblick über die Vielfalt der Themen machen, die von den sehr verschiedenen und teils sehr illustren Gästen in den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren besprochen wurden.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 5.Mai 2009
Von der Bronzezeit zum Globalplayer
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Einen Überblick über 5000 Jahre China gibt Wolfgang Mönkemeyer morgen in der Evangelischen Studentengemeinde. Der Vortrag mit dem Thema Von der Bronzezeit zum Globalplayer, zu dem die ESG im Rahmen der Reihe aus Wissenschaft, Technik und Ethik einlädt, beginnt um 19.30 Uhr in der Graupenstraße 1a.
Ankündigung der Goslarschen Zeitung, 29. April 2009
Nachhaltigkeit: Professor Jischa referiert
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Die Vortragsreihe Wissenschaft, Technik und Ethik der Evangelischen Studentengemeinde wird heute fortgesetzt. Prof. Dr.-Ing. Michael Jischa, Ehrenvorsitzender der Deutschen Gesellschaft Club of Rome, wird zum Thema Nachhaltigkeit ist mehr als öko referieren. Der Vortrag in Kooperation mit oikos Clausthal, einer studentischen Initiative für nachhaltige Entwicklung, beginnt um 19.30 Uhr in den Räumen der ESG, Graupenstraße 1a.
Der Club of Rome ist eine Vereinigung von Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik. Er wurde 1968 ins Leben gerufen, mit dem Ziel, sich für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft der Menschen einzusetzen.
Programm für das Sommersemester 2008/2009
letzte Änderung: 6.V.2009
Liebe Besucherin, lieber Besucher,
das Erstellen von Web-Seiten kostet
Arbeit, eine Menge Zeit und manchmal sogar Geld. Wer Seiten ins Netz stellt,
möchte selbstverständlich, daß dieser Aufwand nicht umsonst
war, und so freue ich mich natürlich, wenn Sie von den dargestellten
Informationen etwas weiterverwerten können. Dies sei Ihnen hiermit
ausdrücklich gestattet, ich bitte aber als Entlohnung um eine korrekte
Nennung des Urhebers sowie bei Verwendung im Internet um einen verweisenden
Link auf meine Seite.
Danke.