[Kermit] [Reisen] [Bücher] [Wissenschaft / Technik / Ethik] [auf dem Berg] [e-mail]
Zitate aus der Literatur
Auf dieser Seite haben sich einige kurze Zitate aus der Literatur angesammelt, die ich irgendwann einmal in meine Signatur von Mails oder Postings aufgenommen hatte, weil sie mich in einem entsprechenden Moment bewegten, trafen, erheiterten, erschütterten oder weil sie mir einfach nur gefielen oder wertvoll erschienen. Diese Sammlung folgt also keinem bestimmten Ziel oder Sinn, sie ist eher zufällig, die Reihenfolge der Zitate ist es auch. Gemeinsam haben die kurzen und meistens aus einem Kontext herausgepflückten Blättchen nur eines: Sie spiegeln Stimmungen meines Lebens wider.
Frauen sind einfach schwieriger zu handhaben als Elektrogeräte.
(Yo Mismo)
O ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt,
ein Bettler, wenn er nachdenkt....
(Hölderlin)
Schreiben ist, im Ganzen genommen, die perfekteste und
leidenschaftlichste Form des Lesens.
(Javier Marías)
Schon der Anblick der weiblichen Gestalt lehrt, daß das
Weib weder zu großen geistigen, noch körperlichen Arbeiten
bestimmt ist.
(Arthur Schopenhauer)
Lesen ohne Liebe, Wissen ohne Ehrfurcht, Bildung ohne Herz ist eine der
schlimmsten Sünden gegen den Geist.
(Hermann Hesse)
Welch ein großartiges, welch ein kostbares Ding ist doch
ein neuer Gesichtspunkt! Wie er von einem Besitz ergreift!
Wie er sich an einen klammert, wie er einen beherrscht und lenkt!
(Mark Twain)
Das Dasein hat eigentlich nur an jenen Tagen Sinn, an denen der
Staub der Realitäten magischen Sand mit sich führt.
(Marcel Proust)
Die Fortschritte des Wissens bestehen in einer immer
genaueren Erkenntnis der Gesetze des Geschehens. Sie
ermöglichen uns, die in dem Universum vorhandenen
Energien uns dienstbar zu machen. Aber sie nötigen uns
zugleich, immer mehr der Hoffnung, den Sinn des Geschehens
verstehen zu können, zu entsagen.
(Albert Schweitzer)
Heute nennt sich der Kapitalismus Marktwirtschaft, der
Imperialismus nennt sich Globalisierung, und Zynismus ist
die einzige Form von Realitätssinn, die es noch gibt.
(Eduardo Galeano)
Die Unwissenden sollt ihr soviel lehren, als ihr könnt. Es
ist eine Schuld der Gesellschaft, daß sie den Unterricht
nicht kostenlos gewährt. Sie ist verantwortlich für die
Finsternis, die sie hervorruft.
(Victor Hugo)
Bücher und alte Leute haben die Aufgabe, Erfahrungen
weiterzugeben. Eine Gesellschaft, die nicht liest und die
Alten nicht achtet, ist verloren.
(Luciano de Crescenzo)
Lyrik ist Spiel einer ganz und gar bewußt gewordenen Vereinsamung.
(Hermann Hesse)
Denn jeder, der sein innres Selbst
Nicht zu regieren weiß, regierte gar zu gern
Des Nachbars Willen, eignem stolzem Sinn gemäß...
(Johann Wolfgang von Goethe)
...es möge Euch nie an Vorgesetzten mangeln, welche dümmer
sind als Ihr; nichts ist besser gegen den Hochmut.
(Hermann Hesse)
Auslachen ist schlimmer als auspeitschen.
(John Steinbeck)
Die Muse, die hat, solange die Welt steht, wohl immer im
Dachkämmerchen gehaust und gehungert, und so wird es auch bleiben.
(Fjodor M. Dostojewskij)
Es gibt dringende Dinge, und es gibt wichtige Dinge.
(Jazmín E. Peláez Brandt)
Schreiben ist nichts für gesunde Menschen; gesunde
Menschen sind vor allen Dingen gesund, und sie arbeiten, um
sich dem Leben anzunähern; der Schriftsteller arbeitet, um
sich den Tiefen des Werkes zu nähern, den Schächten voller
Gefahr, Erdrutsch, Wassereinbruch und Grubengas.
(Sándor Márai)
Eine Bibliothek ist das Spiegelbild ihres Besitzers.
(Octavio Paz)
Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,
Es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Der das Böse tut, ist unglücklicher in seiner Seele
als der, der das Böse erleidet.
(Stefan Zweig, Tolstoj nachdenkend)
In einer Bauernschänke kann der Philosoph mehr zu Hause
sein als unter verdrehten Köpfen und Herzen.
(Immanuel Kant)
Die Bücher von heute sind die Taten von morgen.
(Thomas Mann)
Die Zuversicht der Leidenschaft ist groß, aber wir sehen sie doch gar
oft an dem ihr entgegenstehenden Wirklichen scheitern.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg,
was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie sind.
(Albert Camus)
L'amour n'est rien, s'il n'est pas de la folie.
(Hans Castorp in Thomas Manns Zauberberg)
Wir fühlen, daß selbst wenn alle möglichen
wissenschaftlichen Fragen beantwortet sind, unsere
Lebensprobleme noch gar nicht berührt sind.
(Ludwig Wittgenstein)
Je geistig reicher eine Nation ist, desto materiell reicher wird sie sein....
Übrigens, was sind das doch wieder für alte Worte, die ich da rede!
(Fjodor M. Dostojewskij)
Wie wenn die Zeit in unbewachten Momenten plötzlich einen
geräuschlos
hastenden Schritt tue, verbrennen Stunden in unserem Rausche zu Sekunden,
wie Funken in der Seele aufglimmend, um ein krankhaftes Geflecht kurioser,
waghalsiger Träume, geschlungen aus wirren Begriffen, aus Vergangenheit
und Zukunft zu beleuchten.
(Gustav Meyrink)
Ein Zwerg, der einen Maßstab bei sich führt, um damit seine eigene
Länge zu messen, ist in mehr als einem Sinne ein Zwerg.
(Laurence Sterne)
Geschichtsschreibung lehrt uns, daß sich gelegentlich
auch das Unwahrscheinliche ereignet.
(Jonathan D. Spence)
Die Erinnerung ist wie ein Hund, der sich hinlegt, wo er will.
(Cees Nooteboom)
Die Geschichte der Wissenschaften ist eine große Fuge, in der die
Stimmen der Völker nach und nach zum Vorschein kommen.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Es sind die traurigen Menschen, die einen Ort traurig machen.
(Italo Svevo)
Die Geschichten, die uns an einem Ort widerfahren,
sind Wurzeln gleich, die wir in seinen Grund senken.
(Thomas Mann)
Eine künftige Lebensweise aus triftigen Gründen der anderen
vorzuziehen, das erfordert Fähigkeiten, die uns zu verleihen
dem Schöpfer nicht gefallen hat.
(Samuel Johnson)
Einige Dinge erlebt der Mensch nur, um sich später daran zu
erinnern. Es ist kein schlechter Grund.
(Javier Marías)
Die Bücher, die wir nicht lesen, sind voller Vorankündigungen.
(Javier Marías)
Unglücklich das Land, in dem die Zeichen der Zeugung
schimpflich sind und die der Vernichtung ehrenwert.
(Savinien Cyrano de Bergerac)
Der Leib ist ein Ding, die Seele ist auch ein Ding,
aber der Mensch ist nicht ein Ding, sondern ein
Drama - sein Leben.
(José Ortega y Gasset)
Von bösem Traum zu bösem Traum vergehen die Menschen,
und die Menschenfreunde zuerst, weil sie sich nicht
vorgesehen haben.
(Albert Camus)
Der Weg des schreibenden Menschen ist übersät mit
Fehlgeburten wahrer Sehnsucht und kleinmütigen Ehrgeizes.
(Jan Jósef Szczepanski)
Erschaffen heißt rauben. Alle Werke der Kunst sind fremdes
Eigentum, gehören dem, der sie uns leiht aus dem Innern
von uns selbst.
(Miguel Ángel Asturias)
Ein Zwerg, der einen Maßstab bei sich führt, um damit
seine eigene Länge zu messen, ist in mehr als einem
Sinne ein Zwerg.
(Laurence Sterne)
Wer aber einen schönen Traum geträumt hat, der mag in der
Realität nicht mehr leben.
(Wilhelm Schmid)
Ich muß gestehen, ich lese nicht zu meinem Vergnügen, ich
suche weder Entspannung noch Ablenkung, noch andere Freuden dieser Art.
Ein Buch ist für mich eine Schaufel, mit der ich mich umgrabe.
Obwohl ich das nicht zu meinem Vergnügen tue, sondern einfach aus
einem Bedürfnis, für das ich keine Gründe mehr anzugeben
weiß, keine Gründe auf jeden Fall, die von anderer Art
wären als die, die uns veranlassen zu atmen oder zu essen, trotzdem
macht mir das Lesen, dieses Herumgraben in mir selbt, oft mehr
Vergnügen als das Atmen, ja es macht mir zuweilen sogar das Atmen
wieder vergnüglicher.
(Martin Walser)
Nicht die Schüler- und Studentenzahlen, nicht die Personalausgaben
oder die Quadratmeter Nutzflächen in den Schul- und
Hochschulgebäuden für sich genommen entscheiden über
die Qualität einer Bildungspolitik, sondern die Fähigkeit
der Bildungseinrichtungen, den Heranwachsenden intellektuelle,
schöpferische und soziale Fähigkeiten zu vermitteln.
(Otfried Höffe)
Der Himmel muß eine große Bibliothek sein, anders ist das
nicht denkbar.
(Jan Peter Beckmann)
Erfahrungen sind der Dünger des Lebens. Sie entscheiden, was für
ein Mensch einer wird.
(Lao Shi)
Es stellt eine Art von Tollheit dar, inmitten von lauter Narren weise
zu sein.
(Jean-Jacques Rousseau)
Der Tod ist das Einzige im Leben, dessen man sich, wenn es geschieht, voll
und ganz bewußt sein muß.
(Jonathan Safran Foer)
letzte Änderungen: 29.XII.2010
Liebe Besucherin, lieber Besucher,
das Erstellen von Web-Seiten kostet
Arbeit, eine Menge Zeit und manchmal sogar Geld. Wer Seiten ins Netz stellt,
möchte selbstverständlich, daß dieser Aufwand nicht umsonst
war, und so freue ich mich natürlich, wenn Sie von den dargestellten
Informationen etwas weiterverwerten können. Dies sei Ihnen hiermit
ausdrücklich gestattet, ich bitte aber als Entlohnung um eine korrekte
Nennung des Urhebers sowie bei Verwendung im Internet um einen verweisenden
Link auf meine Seite.
Danke.